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Mittwoch, 6. Mai 2015

NIH♡N 2015 - Zauberhaftes Kyoto

Montag, 30.März 2015

Der Wecker klingelt auch heute um acht Uhr morgens und wir stehen auf. Die Sonne scheint schon durch den Vorhang in unser Zimmer und wir sind unglaublich motiviert, gleich das gesamte Gelände des Fushimi Inari Taisha bei Sonnenschein zu erkunden. Als wir in die Lobby runter fahren, stehen vier alte japanische Damen mit uns im Lift, und wir hören sie "kawaii, kawaii" sagen. Als sie bemerken, dass wir sie verstehen, drehen sie sich zu uns um und sagen abwechselnd "kawaii, beautiful, pretty girls, so charming, kawaii" :3 Wir bedanken uns auf Japanisch und eine der Omis kneift mir beim Aussteigen noch in die Wange und sagt erneut "kawaii" - awkward, aber süß :)
Es ist schon am Vormittag so warm, dass wir unsere Jacken ausziehen können, und wir haben die beste Laune, die man haben kann - wie könnte das auch anders sein, wenn man von so niedlichen japanischen Omis gesagt bekommt, wie hübsch man ist ^^ Im Konbini decken wir uns noch mit Proviant ein und dann machen wir uns auf den Weg.




Da wir den Touristenmassen erstmal entgehen wollen, lassen wir den eigentlichen Schrein vorerst aus und gehen einen Waldweg entlang. Nach einiger Zeit verlassen wir diesen und gehen einfach quer durch den Wald, wo wir komplett alleine sind. Die Umgebung ist so schön, die Vögel zwitschern, die Sonne scheint durch die Bäume auf unsere Gesichter und es ist frühlingshaft warm. Die Atmosphäre ist kaum in Worte zu fassen, Kyoto fühlt sich einfach magisch an. Alles um uns herum erinnert an Prinzessin Mononoke, wir sind wahrhaft verzaubert. Nach einiger Zeit drehen wir wieder um und sehen die ersten Torii. Wie zuvor schon so oft im Internet gelesen, jedoch immer verdrängt, ist es schier unmöglich, einen Torii Tunnel ohne durchlaufende Menschen zu fotografieren. Ein oder zwei Mal gelingt es uns aber doch. Da jeder Tourist das selbe Foto schießen möchte sind die meisten Leute so lieb und warten, bis man fertig ist, damit sie einem nicht ins Bild laufen - so auch wir. Der Umgang miteinander, sogar unter Gaijin, ist in Japan einfach ein anderer wie mir scheint. Wann immer wir ein Selfie machen wird uns von vorbeilaufenden Touristen, asiatischer und auch westlicher Abstammung, angeboten, ein Foto von uns zu machen. Im Gegenzug machen wir auch ein Foto von ihnen und meistens wollen sie sogar, dass wir mit aufs Bild kommen. Wie auch eine Gruppe philippinischer Touristen, mit denen wir uns eine Weile unterhalten. Sie sind ganz begeistert von Malies blondem Haar, sie sieht wohl einer philippinischen Schauspielerin sehr ähnlich, wir sind jetzt jedenfalls auf ziemlich vielen philippinischen Familienfotos zu sehen XD Dieselbe Gruppe treffen wir zufällig mehrmals am Gelände, und beim Vorbeigehen begrüßen sie uns immer mit "Hey Austria, busy making Selfies?"

700 meiner insgesamt 2500 Fotos von unserer Reise sind am Fushimi Inari entstanden, es war wirklich unglaublich schön dort. Dem wunderschönen Schrein werde ich nach den Reiseberichten einen separaten Post mit vielen von mir geschossenen Fotos und Informationen zum Gelände widmen. Sobald er online ist, könnt ihr einfach HIER klicken, um zum Beitrag zu gelangen.







Mal wieder sind wir recht spät dran, und wir hetzen ins Hotel um uns umzuziehen. Unterwegs machen wir natürlich noch einige Fotostopps, es sieht hier so Anime-like aus xD Wir lassen Momo über LINE wissen, dass wir uns auch heute etwa eine halbe Stunde verspäten werden und haben nun nicht mehr ganz so viel Stress. Wir treffen Momo um 15:00 Uhr im Starbucks an der Kyoto Station und machen uns mit dem Bus gleich auf den Weg zum Heian Schrein. Warum Momo alle Sehenswürdigkeiten für gestern eingeplant hat, und heute nur noch eine übrig ist, ist uns schleierhaft. Mittlerweile ist es wirklich heiß, fast wie im Sommer! Für 300 Yen können wir einen japanischen Garten betreten, und sind erst einmal nicht wirklich interessiert, weil die Anlage ziemlich kahl aussieht. Je weiter wir aber gehen umso schöner wird die Umgebung, und wir halten alle paar Meter an und machen wieder Fotos.












Nachdem wir uns am Heian Schrein und dessen Parkanlage satt gesehen haben, fahren wir mit dem Bus weiter nach Gion. Und der Bus ist mehr als voll - wir wollen erstmal gar nicht einsteigen. Momo versichert uns aber, dass wir noch genügend Platz hätten, und so kuscheln wir uns an all die anderen Leute im Bus. Wir sind wirklich der Meinung, dass da niemand mehr rein passt, aber immer wieder steigen Leute ein und überzeugen uns vom Gegenteil. Menschliches Tetris hier in Japan! Nach 20 Minuten werden wir erlöst und können aussteigen, endlich. Aber das ist gar nicht so einfach, denn wir kommen nicht bis vorne durch, und so bezahlt Momo für uns mit, und wir sollen hinten aussteigen - Mann ist das ein Gequetsche! XD

In Gion angekommen sind wir erst einmal erstaunt, dass sich so viele Touristen hier tummeln, aber so ist das nun mal. Die Kirschblüten sind dafür aber wunderschön, und die Gassen sind so schmal und alt - hach, Kyoto, wie ich dich liebe! Wir schlendern durch die Straßen und sind fasziniert von den Bäumen, es sieht beinahe so aus als würde es schneien, unfassbar. Da die Sonne bald untergeht ist die Stimmung auch grandios, eine wirklich atemberaubende Atmosphäre! Wir überqueren die Brücke des Kamogawa Flusses und lassen uns am Ufer nieder, um unsere Beine etwas auszuruhen. Schade, dass wir nicht mehr Zeit in Kyoto haben, ein weiterer Tag um nur hier in der Gegend zu sein wäre toll gewesen. Aber dazu haben wir ja im Herbst noch Zeit :D




fotografierende Japaner

fotografierende Japaner again ^^



Was für ein wunderschöner Ort für Verliebte *^*

Ernsthaft - einmal im Leben will ich da mit dem Auserwählten sitzen und an einer Überdosis Romantik leiden *^*





Nach einiger Zeit machen wir uns auf den Weg zu einem Ramen Restaurant. Momo hilft uns bei der Auswahl und wir finden sogar etwas ohne Fleisch für Malie! Mann, ist das lecker! Wir essen bis wir fast platzen, das schmeckt sowas von gut!!! Momo will uns danach noch Souvenir Läden zeigen aber wir lehnen ab. Unsere Füße sind mittlerweile schon sehr mitgenommen und wir können kaum noch laufen, außerdem müssen wir morgen um halb 6 Uhr morgens aufstehen. Wir fahren noch gemeinsam zur Kyoto Station, wo Momo für uns die Sitzplätze für die morgige Shinkansen Fahrt nach Hiroshima reserviert. Danach trennen wir uns und fahren ins Hotel.

Food Porn *///*

Es waren zwei wunderbare Tage, die wir mit Momo verbringen durften, und wir sind wirklich dankbar dafür. Er hat uns so viel gezeigt, sich so viel um uns bemüht, und sich vor allem sehr darüber gefreut, dass wir sein Heimatland so sehr lieben. Leider geht er bald für ein Jahr ins Ausland, und so können wir ihn beim nächsten Aufenthalt leider nicht treffen. Vielleicht beim übernächsten Mal wieder :)




Erkenntnis des Tages
Zwei Tage sind für Kyoto wirklich zu wenig. Auch wenn Momo einen tollen Zeitplan erstellt hat, und wir wahnsinnig viel gesehen haben, konnten wir die einzelnen Orte nicht ausgiebig genießen, da uns einfach die Zeit fehlte. Beim nächsten Mal dann mindestens 4 Tage!

Frage des Tages
Wie schaffen es die Japaner, sich im Bus so aneinander zu quetschen? Bei uns Zuhause würde der Bus bei so vielen Leuten nicht einmal losfahren. Wirklich faszinierend!




Freitag, 24. April 2015

NIH♡N 2015 - Kyoto im Schnelldurchlauf #1

Sonntag, 29.März 2015

Good morning Japan! Direkt um 08:00 Uhr klingelt der Wecker und Malie und ich stehen auf, um einen Jetlag zu umgehen. Wir sind überraschenderweise gar nicht so müde wie befürchtet und machen uns gleich auf den Weg zum Fushimi Inari Schrein. Es regnet ein wenig und wir kaufen unterwegs einen dieser coolen transparenten Schirme, die in Japan jeder zu haben scheint. Auch wenn das Wetter nicht ganz so toll ist genießen wir die Umgebung und sehen zum ersten Mal in unserem Leben einen Kirschblütenbaum. Die Japaner finden unser Staunen niedlich, lächeln uns an und lassen uns den Vortritt zum Fotografieren, sehr lieb von ihnen. Für Malie muss das alles ja noch großartiger sein, sie hat schließlich noch nie einen Schrein besucht und kennt das alles, was sie hier in echt sieht, nur von Bildern. Wir spazieren ein wenig durch die Anlage, sehen den Leuten zu und freuen uns, dass wir hier sein dürfen. 
Nach einiger Zeit fängt es aber richtig arg zu schütten an, und wir fahren zur Kyoto Station um uns bei Starbucks niederzulassen. Auch wenn wir gar nicht so lange unterwegs waren ist es schon höchste Zeit, uns fertig zu machen, denn wir wollen meine Internetbekanntschaft um halb 2 bei der Inari Station treffen. Wir sind ziemlich aufgeregt und überlegen schon den ganzen Vormittag, ob eine Umarmung zu vertraut, eine Verbeugung zu förmlich und ob ein Handschlag zu westlich ist. Während wir noch heftig diskutieren, steht Momo schon vor uns, grinst uns an und sagt einfach hallo - so einfach wär's gewesen :)




Wir machen uns gleich auf den Weg nach Arashiyama, folgen Momos Anweisungen und nehmen erstmal die falsche Bahn, was ihm unglaublich peinlich ist, da er seit mehreren Jahren in Kyoto lebt und wir ihm die gesamte Planung überlassen sollten. Wir kommen aber doch irgendwie dort hin und spazieren los. Die Gegend ist unglaublich schön. Kyoto hat zwar 1,5 Millionen Einwohner, jedoch wirkt die Stadt nicht groß und modern, sondern eher beschaulich und ruhig. 
Bevor wir den Bambuswald betreten kaufen wir Mitarashi Dango. Eher nicht so schlau, wenn man keine Taschentücher dabei hat, denn das Zeug tropft wie verrückt und binnen weniger Minuten haben wir unsere Haare und Hände eingesaut. Außerdem sind die japanischen Klöße sowas von zäh, süß und klebrig, dass uns danach fast ein wenig schlecht ist.
Im Wald bin ich dann erstmal ganz von den Socken, ich habe noch nie in meinem Leben so große Bambusse gesehen. Wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus und halten alles so gut es geht auf Bildern fest. Leider sind massig Touristen unterwegs und das Wetter ist noch immer nicht so gut, was sich auf die Atmosphäre auswirkt, von der ich mir erhofft hatte, dass sie etwas magischer ist. Beim nächsten Mal versuchen wir's noch einmal, Arashiyama - auf dass uns das Wetter dann ein schöneres Zusammentreffen beschert!







Da wir laut Momo schon spät dran sind schlägt er vor, mit einem Taxi zum nächsten Punkt auf der Sightseeing Liste zu fahren. Wir sind etwas verunsichert, da Taxis in Japan ja ziemlich teuer sind, aber wir wollen nicht unhöflich sein und willigen ein. Sooo teuer ist es schlussendlich auch gar nicht, 600 Yen pro Person für eine zwanzig minütige Fahrt. Am Kinkaku-ji (goldener Pavillon) angekommen drängen wir uns erstmal vor und machen Fotos, da gerade die Sonne ein wenig rauskommt. Wir knipsen einige Bilder und gehen weiter, es sind einfach zu viele Touristen unterwegs und man kann die Schönheit der Umgebung gar nicht wirklich genießen. Die Anlage des Tempels ist aber wahnsinnig hübsch, wir spazieren einige Zeit lang herum, machen Fotos, und Momo macht zum ersten Mal Anzeichen, dass unsere Fotografiererei ihm auf die Nerven geht - gomen nasai :( 
Am Ausgang machen wir erstmal eine Rauchpause und unterhalten uns über unsere weitere Reiseroute. Momo findet es lustig, dass wir unbedingt zum Kanamara Matsuri am kommenden Sonntag wollen. Er hofft aber, dass wir dort keine Fotos machen, oder diese zumindest niemandem zeigen, weil: "if your friends see the photos of Kanamara Matsuri I am afraid they think that Japan is a very weird country". Da ist er zurecht afraid XD

Kinkaku-ji in seiner vollen Pracht
Sogar von Weitem ein schöner Anblick

Lange haben wir auch hier nicht Zeit um zu verweilen. Wir machen uns auf den Weg zu einer Bushaltestelle, denn auf unserer Liste steht ein weiterer Tempel, und den sollten wir eigentlich zur Dämmerung erreichen. Momo hat offensichtlich Probleme mit dem Bus Plan und wir befürchten, dass wir wieder ein Taxi nehmen müssen. Ihm scheint das unheimlich peinlich zu sein, dabei macht das doch gar nichts - es ist schon großartig genug, dass wir zwei Tage mit einem Japaner verbringen dürfen, der uns herumführt und obendrauf noch so ein lieber Mensch ist. Dann brauchen wir halt etwas länger, bis wir die gewünschten Stationen erreichen :) Irgendwann kommt dann aber doch der richtige Bus und wir steigen ein.
Gut, dass Momo dabei ist, das japanische Bus System unterscheidet sich dann doch sehr vom österreichischen, und alleine und ohne Japanisch Kenntnisse hätten wir das nicht gerafft. Man steigt hinten ein, fährt bis zur gewünschten Station mit, und wirft dem Busfahrer beim Aussteigen (vorne!) den Betrag in den Schlitz an der Kasse. Dummerweise haben Malie und ich die 230 Yen nicht genau und wissen auch nicht, ob der Kassenautomat wechseln kann, wir wollen auch nicht alles aufhalten. Da uns pro Person nur wenige Yen (etwa 30 Yen pro Person) fehlen, beschließen wir, einfach das rein zu werfen, was wir haben, dem Busfahrer wird das bestimmt nicht auffallen und wir sind sicherlich nicht die ersten Touristen, die das machen. Ein schlechtes Gewissen haben wir schon irgendwie, aber was soll's. Als wir aussteigen müssen werfe ich den falschen Betrag in den Kassenschlitz und sehe zu meinem Entsetzen, dass der Automat zählt!!! Ich schubse Malie auffällig und wir stürmen raus - Mann war das peinlich! Im Nachhinein betrachtet wäre es angebracht gewesen, uns zu entschuldigen, und den Rest auch noch zu bezahlen. Aber wegzulaufen war unser erster Reflex, und wir wollten Momo nicht darum bitten, die Sache für uns zu klären, das wäre für alle Anwesenden eine recht unangenehme Situation gewesen. Na dann sind wir halt in Japan schwarz gefahren, wir Rebellen!


Montag, 21. April 2014

Across Japan 2006 Teil 2

Tag 4 - 17.07.2006
Erneut müssen wir früh aufstehen - denn heute geht es mit dem Shinkansen nach Hiroshima!
Unsere japanische Reiseleiterin Kyoko hat uns allen unsere Japan Rail Pässe ausgeteilt, mit denen können wir nun jeden Zug, jeden Shinkansen und jedes andere öffentliche Verkehrsmittel in ganz Japan nutzen.
Wir sind begeistert von diesen fortschrittlichen Hochgeschwindigkeitszügen - die Japaner verstehen einfach was von Technik.
Die Fahrt ist angenehm und ruhig, die Disziplin der Japaner in öffentlichen Verkehrsmitteln liegt in der Luft, undenkbar in Österreich.
Gleich nach unserer Ankunft begeben wir uns auf eine Fähre, die uns auf die wunderschöne Insel Miyajima bringen soll - das Highlight meiner Reise.
Nach einer Stunde kommen wir endlich an und ich bin den Tränen nahe, das rote Torii im Wasser zeigt sich in vollem Glanze, und alles ist noch viel schöner, als ich es mir jemals hätte erträumen können.





Miyajima gilt bereits seit frühhistorischer Zeit als heiliger Ort.
Die wohl größte Besonderheit sind die freilaufenden Rehe, die es vor allem auf Papier abgesehen haben! (laut unserer Reiseleiterin soll man seinen Pass sehr gut verstauen, denn es ist bereits vorgekommen, dass die Rehe die Reisepässe von Touristen geschnappt und gegessen haben)
Noch nie zuvor habe ich ein Reh gestreichelt, und hier laufen die auf einen zu als wäre man Futter!
Früher durfte es auf der Insel übrigens weder Geburten noch Todesfälle geben, da dies als unrein angesehen wurde.
Frauen dürfen Miyajima erst seit dem 20. Jahrhundert betreten - na Gott sei dank haben wir 2006!

Itsukushima Schrein



Itsukushima Schrein - auf Pfeilern im Wasser gebaut

Wir haben etwas Zeit, die Insel zu erkunden und Souvenirs zu kaufen.
Ich lasse wieder mal ein paar Bilder sprechen :)

die alten Gassen Miyajimas


Pilgerweg auf den Gipfel des heiligen Berges Misen

die Rehe und ich - mein Look war ja unschlagbar!





alte No-Bühne

Nachdem wir uns alle wieder versammelt haben, fahren wir zurück ans Festland.
Ohne eine Pause geht es weiter zum Friedenspark in Hiroshima, wo wir den bekannten Dom und einige Denkmäler besichtigen.
Die Geschichten sind so ergreifend, vor allem die, der Sadako Sasaki.
Bereits vor unserer Reise hatte ich das Buch "meine Schwester Sadako" gelesen - ich war eine der wenigen, die die Geschichte bereits kannten.
Das Buch möchte ich euch ganz nebenbei sehr ans Herz legen, es lohnt sich wirklich, es zu lesen.
Sadako lebte in Hiroshima und musste die Auswirkungen in Form von Krebs miterleben.
Im Krankenhaus faltete sie monatelang 1000 Kraniche aus jedem Schnipsel Papier, den sie ergattern konnte, denn laut einer alten japanischen Sage hat man dann einen Wunsch frei.
Das Ende lasse ich erstmal offen...
Jährlich kommen zum Gedenken viele Schulklassen nach Hiroshima und bringen ihre selbst gefalteten Kraniche zum Denkmal.

zerbombter Dom

Denkmal für Sadako

Origami Kraniche von japanischen Schulklassen

Nachdem wir auch noch das Museum besuchen, ist die Stimmung sehr gedrückt.
Die Geschichten der Opfer sind einfach zu traurig.
Es sind verkohlte Brotboxen von Schulkindern ausgestellt, auch einige von Sadako gefaltene Kraniche kann man bestaunen.
Nach der ein oder anderen Träne machen uns alle schweigend auf den Weg zum Abendessen - heute gibt es Okonomiyaki!
Es besteht aus Kohl, Wasser, Mehl und Dashi, dazu kommen noch diverse Fleisch- oder Fischsorten, Eier - die Zutaten variieren von Region zu Region.

Shopping-Meile in Hiroshima

die Zubereitung von Okonomiyaki


das Endergebnis, jedoch noch ohne den Sirup, der darüber kommt


Tag 5 - 18.07.2006
Heute geht es weiter nach Himeji, wo wir die Burg des weißen Reihers, Shirasagi-jo, besichtigen werden.
Leider habe ich nur noch wenige Erinnerungen, was diesen Tag betrifft, und laut meinen Aufzeichnungen ist auch nichts wirklich Aufregendes passiert, außer der Besichtigung der Burg.
Die Himeji-Burg galt früher als uneinnehmbar und wurde im zweiten Weltkrieg zwar bombardiert, jedoch nur wenig beschädigt.

verregneter Blick auf die wunderschöne Burg



ich liebe diese Dächer!



Koi Karpfen im Park vor der Burg