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Montag, 20. Juli 2015

NIH♡N 2015 - Hungover in Tokyo

Mittwoch, 8. April 2015

Mit Müh und Not finden wir im strömenden Regen zur Station zurück. Wir hätten gestern einfach besser aufpassen sollen, als Micha uns abgeholt hat, aber gut. Klatschnass holen wir uns ein Ticket und steigen in die Bahn. Es ist Gott sei Dank wenig los und so können wir sitzen - so dreckig wie es uns mir geht auch wirklich gut so. Die Fahrt kommt mir ewig vor, und wenn ich daran denke, dass wir dann auch noch so weit bis zum Hotel laufen müssen, dann bereue ich den gestrigen Abend, zumindest das Hochprozentige, von dem ich meine Finger nicht lassen konnte. Nach einer Tortur sondergleichen (ich frage mich, ob es Malie auch so schlecht ging?) und einem Snack-Zwischenstopp im Lawson erreichen wir das Hotel und platzen mitten in eine buddhistische Zeremonie. Im Zimmer angekommen legen wir uns erst einmal hin - wir wollen 1-2 Stunden schlafen, da wir sonst wohl einfach zu schlapp für alles wären. Aus den 1-2 Stunden werden aber etwas mehr, und wir finden uns um 16:00 Uhr, völlig geplättet, erschöpft und halb kuschelnd im Bett wieder. Und als ob wir nicht schon angepisst genug wären, müssen wir nun auch noch nach Asakusa um einen Koffer zu besorgen, argh.

Voll fertig und müde machen wir uns auf den Weg. Yeah, es regnet immer noch, und kalt ist es auch! Bei Donki (Don Quijote) haben wir vorgestern schon halbwegs günstige Koffer erspähen können, daher beschließen wir, einfach dort einzukaufen. Nachdem wir über eine halbe Stunde lang die Preise vergleichen, einigen wir uns auf einen kleinen Trolly - hoffentlich reicht das aus! Für einen größeren Koffer hätten wir nicht mal mehr genügend Bargeld dabei. Aber was nicht passt, das wird passend gemacht! Uns fällt ein, dass wir eigentlich auch noch allerlei japanischen Krimskrams kaufen wollten, daher gehen wir zum Life Supermarkt um die Ecke und decken uns mit haufenweise Pocky,  Instant Food, Knabbereien und Alkohol ein. Bier, Sake und Umeshu bis zum Abwinken! Man muss die Leute Zuhause ja irgendwie davon überzeugen, beim nächsten Mal mitzukommen! In den Handtaschen haben wir nicht genügend Platz, also packen wir den ganzen Alkohol und das andere Zeug in den Trolly, den wir eben gekauft haben. Die Damen an der Kasse sehen uns verwundert an. Muss wohl so wirken, als hätten wir den Trolly extra zum Alkohol Kauf mitgenommen... Und wieder einmal haben wir das Bild von Gaijin in Japan ins rechte Licht gerückt, woohoo XD

Mittlerweile ist es schon 19:00 Uhr und wir wissen nicht so recht, was wir mit dem restlichen Abend nun anfangen sollen. Würden wir nochmal nach Shibuya fahren, dann müssten wir den Trolly erst ins Hotel bringen, bis dahin wär's auch schon mindestens 20:00 Uhr und gegessen haben wir auch noch nicht. Daher beschließen wir, einfach gleich zurück ins Hotel zu fahren, um zu packen, denn das muss auch irgendwann erledigt werden. Nach Shibuya können wir morgen noch, der Flug geht erst am Abend. Und vielleicht ist das Wetter noch einmal auf unserer Seite. Unterwegs zum Hotel können wir nicht anders, als erneut in unser Ramen Restaurant zu gehen :3 zum letzten Mal T__T Der Inhaber kennt nun schon beinahe unsere Namen und lacht wieder, als wir zur Tür rein spazieren. Die letzte Schüssel des besten Gerichts, das ich in meinem Leben jemals probiert habe! (Angie, falls du das liest, dann freu dich jetzt schon drauf, du wirst es LIEBEN!!!)

Irgendwie sind wir beide traurig, dass wir morgen schon zurück fliegen. Und eigentlich könnte ich sofort losheulen, weil ich nicht weiß, wann ich wieder kommen kann. Aber dazu dann mehr im nächsten Post. Wir gönnen uns ein allerletztes Pfirsich-Bier und legen uns ins Bett. Gute Nacht Tokyo Tower, bis ganz bald!



Samstag, 18. Juli 2015

NIH♡N 2015 - Alkohol & Karaoke

Dienstag, 07.April 2015

Irgendwie werden wir jeden Tag lahmarschiger, ich zumindest, denn Malie steht wieder brav auf und macht sich alleine auf den Weg nach Harajuku. Als sie weg ist nicke ich noch einmal ein und schlafe versehentlich bis elf Uhr mittags, oh noez! Schnell ins Bad und rüber zu Starbucks, um die restlichen Postkarten zu schreiben. Neben mir grunzt ein alter Mann während er seinen Donut isst, an diese Geräusche der Japaner werde ich mich nicht gewöhnen. Gleich gegenüber befindet sich eine Post Office, wo ich die Karten dann gleich aufgebe. Die Mitarbeiter sind sehr zuvorkommend und helfen mir dabei, den Air Mail Stempel auf der Karte zu platzieren. Ich wollte eigentlich nur wissen, an welche Stelle der Stempel gehört, aber der freundliche Mitarbeiter hat meine Hand genommen und mit mir gemeinsam den Stempel auf die Karte gedrückt, awkward moment XD

Malie stresst schon etwas rum, und ich beeile mich, damit wir noch ein wenig shoppen können. Irgendwas muss in Harajuku vorgefallen sein, denn sie will mir unbedingt etwas erzählen... (etwas weiter unten bei der Erkenntnis des Tages werdet ihr aufgeklärt ^^) Es regnet übrigens schon wieder in Strömen und schön langsam geht uns das schlechte Wetter auf die Nerven, was haben wir dem Wettergott bloß angetan, dass er uns so bestraft. Hier noch einen Rock und da noch süße Schuhe, im Schnelldurchlauf geht's durch die Takeshita Dori und wir kaufen wirklich ALLES was wir eventuell bereuen könnten, wenn wir es nicht kaufen. Vom Zeitdruck geplagt machen wir uns auf den Weg nach Shibuya, da wir noch einmal in den Plattenladen müssen. Malie ist schon etwas gestresst aber ich versichere ihr, dass ich den Weg noch weiß, war ja erst gestern Abend dort. Jo, Shibuya ist doch verwirrender als man vermuten mag, und wir müssen uns doch wieder von Google Maps lotsen lassen. Wir finden aber schnell hin und kämpfen uns zur richtigen Abteilung. Ich als Laie habe natürlich gar keine Ahnung worauf man achten muss/soll, Malie auch nicht, also suchen wir einfach nach den beiden Bands, die mein Freund vorgeschlagen hat. Ein Mitarbeiter hilft uns dann aber, etwas Passendes zu finden, Gott sei Dank!

Nachdem der Plattenladen gleich neben einem Club Sega ist, beschließen wir, ein letztes Mal Puris zu machen. Diese schrillen Automaten werden mir Zuhause echt fehlen, mein Portemonnaie wird sich hingegen darüber freuen, dass es sowas nicht in Österreich gibt. Eigentlich wollten wir noch zu Starbucks und die Shibuya Kreuzung von oben betrachten, aber dazu fehlt uns definitiv die Zeit. Wir sind einfach schon wieder viel zu spät dran und schaffen es heute hoffentlich mal pünktlich zu unserer Verabredung.






Um Micha nicht wieder warten zu lassen beeilen wir uns diesmal wirklich. Malie isst ihre Pommes während dem Schminken und ich krieg von all dem Stress überhaupt nichts runter. Wir schaffen es rechtzeitig zur Daimon Station der Oedo Line, finden aber den richtigen Bahnsteig nicht. Ein netter Mitarbeiter hilft uns auf Englisch weiter und wir können los. Zehn Minuten vor unserem geplanten Treffen sind wir da, Gott sei Dank! Micha holt uns an der Station ab und zeigt uns die Gegend, in der er wohnt. Wir laufen vorbei am Edo Tokyo Museum und der großen Sumo Halle (Ryogoku Kokugikan), bis wir in eine Bar gehen, um erstmal etwas zu trinken. Nach einer Weile lädt Micha uns ein, mit zu ihm nach Hause zu kommen. Er wohnt in einem Sharehouse zusammen mit 12 anderen Leuten, und wir könnten etwas abhängen und dann gemeinsam zum Karaoke gehen - warum eigentlich nicht? Im strömenden Regen gehen wir los, es ist zum Glück nicht weit. Zu unserer Überraschung ist niemand Zuhause und wir sind erstmal skeptisch - ich habe Micha nun auch erst zwei Mal getroffen und wir sind etwas verunsichert. Nach einem Stück Baumkuchen huscht auf einmal Ryan aus seinem Zimmer. Er ist Michas australischer Mitbewohner und gesellt sich zu uns und wir unterhalten uns eine Zeit lang, bis Micha die WiiU anwirft.

Nach einigen Runden Mario Kart und (aufgrund meiner ständigen Niederlagen) genügend Alkohol im Blut gehen wir los zum Karaoke. Zuerst werden wir in einen kleinen Raum geschickt und die Herren sind not amused. Malie und ich verstehen die Aufregung gar nicht, ist doch egal, Hauptsache ich kann rauchen wir haben überhaupt einen Raum. Micha versucht dann aber nochmal den Inhaber zu bezirzen, und wir bekommen den Gaijin Bonus - ab in den riesengroßen "Panorama" Raum, yay! Von "My heart will go on" bis "99 Luftballos" hat die Karaoke Maschine wirklich fast alles im Repertoire, was man sich nur wünschen kann. Ryan, Micha und ich trällern ein Lied nach dem anderen, während Malie damit beschäftigt ist, uns zu filmen. Bei Linkin Park ist dann auch sie dabei, vielleicht aber auch, weil es schon spät ist, und der Alkohol langsam aber sicher zu wirken beginnt. Wer weiß. Eigentlich sollten wir öfter mal auf die Uhr sehen, aber es macht einfach zu viel Spaß hier! "Jojo, den letztn Zug schoffma scho" beruhigen Malie und ich uns gegenseitig im Minutentakt. Japanischer Alkohol fährt aber doch ziemlich gut rein und so versäumen wir es irgendwann, auf die Uhr zu sehen. Spaß haben wir an diesem Abend aber allemal, und den wollen wir uns nicht verderben lassen!

Ich glaube das war schon zu fortgeschrittener Stunde XD

Natürlich verpassen Malie und ich dann doch die letzte Bahn und wir dürfen netterweise auf dem Sofa im Sharehouse Wohnzimmer nächtigen, denn ein Taxi bis zum Hotel hätten wir uns niemals leisten können. Sehr bequem und vor allem großflächig das Sofa xD Aber wir sind ohnehin beide auf Kuschel-Entzug und schaffen es, die restliche Nacht irgendwie rum zu bringen, ohne runter zu fallen. Da in dem Sharehouse 13 Leute wohnen, wachen wir schon relativ früh auf, die müssen ja auch alle zur Arbeit. Ein wenig verkatert machen wir uns auch langsam auf den Weg. Es regnet (noch immer) in Strömen und wir haben keinen Schirm, also erstmal zum Konbini und den tausendsten Regenschirm kaufen, dann ab zur Oedo Line. Ach und, wo war die Station nochmal?

Erkenntnis des Tages
Japanische Mitarbeiterinnen in Dessous Läden kommen anscheinend gerne zur Kabine herein, um die Kundin bei der Anprobe zu unterstützen. Und wie in Malies Fall in Harajuku begrabschen einen die Angestellten dann auch mal gerne XD ich konnte nicht mehr vor Lachen, als sie mir erzählt hat, wie die Dame ihre Brüste begrabscht, und danach den BH zurechtgerückt hat XD

Frage des Tages
Warum hab ich erst bei meiner vierten Reise nach Japan Karaoke gesungen???



Donnerstag, 16. Juli 2015

NIH♡N 2015 - Vinyl Dschungel Shibuya

Montag, 6. April 2015

Malie möchte heute gerne zum One Piece Themenpark und danach nach Roppongi, ich nicht. Also beschließen wir nach langer Diskussion, dass Malie einfach alleine los fährt, und wir uns später irgendwo anders treffen. Außerdem brauche ich auch mal etwas Zeit für mich, ich will in aller Ruhe mit guter Musik durch Tokyo spazieren und meine Seele baumeln lassen. Ich will alles rund um mich aufsaugen, damit ich zurück in Österreich mit jedem der gehörten Songs etwas Schönes verbinde, ein Stückchen Tokyo zum Mitnehmen also. Als ich aus dem Fenster sehe traue ich meinen Augen kaum, das Wetter ist endlich wieder gut! Total happy mache ich mich auf den Weg in Richtung Hamamatsucho Station, aber eigentlich will ich mich nicht beeilen, und so halte ich kurz vorm Zojo-ji an und erkunde die Gegend. Die Kirschblüten beginnen bereits, von den Bäumen zu fallen, und im Sonnenschein sehen sie aus wie Schneeflocken. Für einen kurzen Moment werde ich melancholisch - ich will nicht daran denken, dass wir in drei Tagen schon wieder abreisen. An diesem Tag findet irgendeine Zeremonie statt und unzählige Mönche queren meinen Weg. Meine Laune steigt äquivalent zu den Temperaturen. Nach einem Mango Frappuccino mache ich mich auf den Weg nach Asakusa, ich freue mich unheimlich! Ich steige an der Tawaramachi Station aus und laufe bis zum Senso-ji.







Zwar ist Malie bereits am vereinbarten Treffpunkt, aber ich trödle etwas rum, denn ich habe das wirklich dringend gebraucht. Nicht, dass wir gestritten hätten, aber ein wenig allein sein nach so vielen Tagen zusammen tut auch manchmal gut. Malie findet mich nicht, und so gehe ich ihr entgegen. Sie schickt mir ein Foto und schreibt "i bin do - kumst du her?" dazu. Was sie nicht merkt ist, dass ich auf dem Foto drauf bin und eigentlich schon direkt vor ihr stehe xD (Anmerkung: wie ich mich auf diese Verpeiltheit von dir freue, wenn's im November wieder los geht ^^)
Gemeinsam laufen wir durch das Tempelgelände und genießen die Sonnenstrahlen - es ist wahnsinnig schön hier. Wir versuchen uns an Omikukuji und mir wird mal wieder die schlechteste Zukunft überhaupt vorhergesagt -.-

Diesmal verschone ich euch (fast) mit Fotos vom Senso-ji und meiner geliebten Pagode, ich zeig euch lieber mal, wie es rund herum in Asakusa aussieht :)












Langsam machen wir uns auf den Weg in Richtung Shibuya, denn ich muss noch ein Geschenk für meinen Freund finden. Oder besser gesagt den Laden, in dem es ein etwaiges Geschenk für meinen Freund geben könnte. Unterwegs google ich, wie bereits den lieben langen Tag lang, nach Musikläden, denn mein Freund hat mal was von japanischen Schallplatten geredet, und dass die so besonders wären. Hätte ich mal besser aufgepasst, dann hätte ich auch gewusst, was er sich da genau vorstellt... In Shibuya angekommen klappern wir alle Musikläden ab, die am Weg liegen. Den, den wir eigentlich suchen, finden wir nicht - aber dafür verlaufen wir uns in eine wunderschöne Gegend, und spazieren durch die Gassen. Irgendwann kommen wir an einem anderen Musikladen an, und ich frage dort einfach nach, wo ich Schallplatten herbekomme. Der Staff schreibt eine Adresse auf einen Zettel und meint, dass ich dort bestimmt fündig werde. Schnell die Adresse in Google eintippen und los geht's. Malie liefere ich inzwischen im Mugiwara Store ab und ich mache mich auf den Weg. Google Maps sagt mit unendlich viele Male, dass ich richtig bin, aber irgendwie wirkt der Eingang nicht öffentlich. Da ich ohnehin nur ein unwissender Gaijin bin, überwinde ich mich irgendwann doch, und gehe in das Haus rein. Mit der Rolltreppe fahre ich ein paar Stöcke nach oben und ta-da, hier stehe ich nun, vor Shibuyas größtem Plattenladen. Ich sehe mich eine Zeit lang um und versuche, mir einen Überblick zu schaffen. Aber erfolglos. Ich verschiebe den ganzen Spaß auf morgen und kehre nach einer halben Stunde wieder zu Malie zurück.






Nachdem wir noch gemütlich durch die Straßen Shibuyas laufen, kehren wir erneut in unserem, nun schon beinahe, Stammlokal ein, um eine große Portion Ramen zu verdrücken. Unsere Geschmacksnerven sind befriedigt und unsere Mägen voll, also auf in's Hotel und den Abend noch mit ein paar Bierchen ausklingen lassen :)

Erkenntnis des Tages
Shibuya bietet eine Vielzahl an guten Musikläden. Die meisten davon sind aber sehr versteckt, und man muss sich einfach trauen, auch Gebäude zu betreten, die nicht so aussehen, als wären sie für die Öffentlichkeit zugänglich.

Frage des Tages
Warum müssen wir so bald schon wieder nach Hause? :(


Montag, 13. Juli 2015

Juliupdate

"Ein Update? Im Juli schon?" werdet ihr euch fragen.
Ganz genau, denn dieses Mal sind wir aufgrund der übermäßigen Vorfreude schon sehr früh dabei, alles zu planen - so gut das eben geht, vier Monate vor Abflug.

Wie bereits auf Facebook angekündigt, wird mich diesmal nicht nur Malie begleiten, sondern auch meine langjährige Kindheitsfreundin Angie, die ich bereits vor vielen Jahren für das Land der aufgehenden Sonne begeistern konnte! Oder haben wir uns gegenseitig dafür begeistert? Ich weiß es nicht mehr. Sie hat mir meine Reisen nach Japan immer am meisten gegönnt. Als ich im April die alljährliche Karte an Angie und ihre Mum geschrieben habe, hätte ich nicht gedacht, dass das bald alles wirklich so kommen würde. Ich weiß noch genau wo ich sie geschrieben habe, und dass ich etwas lächeln musste, weil ich gehofft habe, dass Angie wirklich bald mitkommen kann.

oben genannte Karte ^^

Malie und ich haben bereits am Münchner Flughafen Scherze darüber gemacht, dass wir uns vielleicht so gut verstehen werden, dass wir noch einmal gemeinsam verreisen könnten - nach Japan versteht sich. Im Laufe der Reise haben wir beide des öfteren angemerkt, dass wir gerne bald wieder kommen wollen, am liebsten gemeinsam, falls die jeweils andere nichts dagegen hätte. Wir waren mit unseren Aussagen beide sehr vorsichtig, ich zumindest, denn ich wollte Malie nicht überrumpeln und auch nicht allzu enttäuscht sein, falls sie nach der Reise den Kontakt langsam hätte abbrechen lassen. Spätestens nach unserem schweren Abschied voneinander wussten wir beide, dass das vielleicht doch etwas werden könnte. Und es hat tatsächlich keine drei Tage gedauert, bis wir ernsthaft darüber nachgedacht haben, wieder einen Flug zu buchen, und zwar gemeinsam. Mit dem Datum waren wir uns einig, Malie hat bereits ohne mein Wissen auf Arbeit ihren Urlaub eingetragen und ich werde mich beruflich umorientieren.

Angie hat immer schon gesagt, dass sie gerne mitkommen möchte, aber ich habe das nie allzu ernst genommen, denn sie konnte sich bisher nicht dazu durchringen, mit mir zu buchen. Irgendwie konnte sie diesmal wohl doch nicht anders, und als ihr Urlaub bestätigt wurde, stand der Flugbuchung nichts mehr im Wege. Das Problem, dass Malie und Angie sich noch nicht kennen, stellte sich sehr bald als irrelevant heraus, denn Malie hat ohne zu zögern zugestimmt, und Angie war ohnehin einfach nur glücklich, dass ihr Traum endlich in Erfüllung gehen wird. Und nach nicht einmal drei Wochen, die wir zurück in Österreich waren, haben wir gebucht, und zwar alle drei :)

Am 12. November 2015 werden wir abends mit Turkish Airlines nach Istanbul und von dort weiter bis nach Tokyo fliegen. Air China hat mich zwar positiv überrascht, jedoch hat mir der Service von TK einfach besser gefallen, und außerdem können wir diesmal ab/bis Salzburg fliegen, was uns viele, viele Strapazen erspart. Der Flug war außerdem spottbillig, da mussten wir einfach sofort zuschlagen!
Wir werden am Freitagabend in Tokyo Narita landen, und erstmal eine Nacht in der Stadt Narita verbringen, zwecks Akklimatisieren und so. Wie gut, dass sich unser Hotel in unmittelbarer Nähe des Naritasan Shinsho-ji befindet - dem schicken Tempel können wir nach unserer Ankunft gleich noch einen nächtlichen Besuch abstatten, und das ein oder andere Bierchen kippen, bevor wir in unsere Betten fallen.

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Am Samstag werden wir uns dann früh morgens auf den Weg nach Kyoto machen, damit wir den Tag zumindest noch zur Hälfte nutzen können. Diesmal haben wir uns dafür entschieden, in einem Hostel zu schlafen. Wir haben jetzt mal grob geplant, dass wir uns in Kyoto auf den Fushimi Inari sowie den Kiyomizu Dera und Gion beschränken, weil uns alles andere einfach nicht von den Socken gehauen hat, und wir auch mal die Umgebung erkunden wollen. Also steht diesmal auch ein Ausflug nach Nara, ein weiterer nach Himeji und noch ein Ausflug zum Koya-san auf dem Plan. Natürlich ist das alles noch nicht sicher, aber wenn es sich zeitlich ausginge, dann wären wir froh darüber. Angie feiert in Kyoto übrigens ihren 21. Geburtstag und wir müssen uns unbedingt noch etwas Tolles einfallen lassen, um ihre weltweite Volljährigkeit gebührend zu feiern! Momentan haben wir geplant, fünf Nächte in Kyoto zu verbringen, die restlichen sieben dann in Tokyo.

http://www.kanpai-japan.com/sites/default/files/uploads/2012/12/kiyomizu-dera-momiji-light-up-18.jpg

Von Tokyo aus wollen wir diesmal auch einige Ausflüge unternehmen. Ob wir nun aber nach Nikko, Hakone, Kawagoe, Atami oder Kawaguchiko fahren, wissen wir auch noch nicht. Ich persönlich wäre an Atami und Kawaguchiko interessiert, im schlimmsten Fall können wir uns aber auch trennen, denn die Sim Karte für mobiles Internet und die damit verbundene Nutzung von Google Maps wird uns auch dieses Mal mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn wir uns verlaufen haben. Außerdem machen wir das alles auch vom Wetter abhängig, denn bei Nebel oder Regen macht es wenig Sinn, in Richtung Fuji zu fahren, wenn man ihn dann ohnehin nicht richtig sehen kann.

Natürlich müssen in Tokyo auch wieder unsere Lieblingsviertel abklappern, wir werden uns mit Reina und Micha treffen, unseren Ramen Laden aufsuchen und zum Karaoke gehen. Mann, werden wir irgendwann einen entspannteren Urlaub in Japan verbringen? XD Jo, so sieht's bisher aus. Nach 12 Tagen Japan treten wir dann wieder die Rückreise an.



Mittwoch, 24. Juni 2015

NIH♡N 2015 - von Möpsen, Maids und Mangas

Samstag, 4.April 2015

Achtung, einige der Inhalte sind für Leser unter 18 Jahren nicht geeignet.
Das juckt euch wahrscheinlich kaum und ihr werdet trotzdem weiterlesen, falls ihr noch nicht so alt seid, aber ich hab euch zumindest darauf hingewiesen ^^ Manga-Boobies incoming!

Nachdem mir der Weg bis zur Hamamatsucho Station viel zu lange vorkommt, wollen wir will ich heute herausfinden, ob es auch einen kürzeren gibt. So machen wir uns gemütlich auf den Weg, erkunden unsere Hood, und laufen in die Richtung, die uns richtig vorkommt. Irgendwann stehen wir am Wasser, die Yamanote Station ist nirgendwo zu sehen und wir sind offensichtlich falsch. Wir haben uns verlaufen, und zwar so arg, dass wir ohne Google Maps garantiert nicht mehr zurück gefunden hätten xD Nachdem wir die letzten 1,5 Stunden also sehr sinnvoll genutzt haben, machen wir uns nun auf den Weg mach Akihabara, und kommen nach nur wenigen Stationen dort an.


lost in Minato-ku...
Nach einer Zigarette in der mir bereits bekannten Smoking Area gehen wir los - durch die Unterführung und rein in die "Akihabara Electrical Town". Malies Augen hättet ihr sehen sollen, sie gleichen denen eines kleinen Kindes an Heiligabend. Egal wie oft ich schon hier war, dieser Teil von Tokyo flasht mich immer wieder aufs Neue. Es ist wahnsinnig laut und schrill hier, das alles ist so unwirklich. Freizügige Manga Figuren an den Häusern, ein Sex Shop mitten am Weg, hier und dort eine Maid... Verrückt, einfach nur verrückt! Vielleicht kann sich der ein oder andere noch an meinen unabsichtlichen Besuch im Sex Shop von 2013 erinnern, wenn nicht, dann könnt ihr das alles HIER nachlesen. Damals hatte ich gedacht, dass hier Perücken und Maid Kleider verkauft werden - in der fünften Etage bin ich dann, nachdem ich nichts von beidem gefunden hatte, umgekehrt. Diesmal sind Malie und ich bis hoch in den sechsten Stock gegangen und siehe da, Wigs und Maid Kleider so weit das Auge reicht! Etwas aufreizender und knapper als in anderen Stores zwar, aber für uns völlig okay. Wir dürfen die Sachen sogar probieren! Der Herr an der Kasse packt unsere Einkäufe in eine Tüte, diese stellt er dann in eine braune Papiertasche, damit niemand draußen sieht, wo wir eingekauft haben - genial! Wir erkunden natürlich auch die anderen Stockwerke und wissen meistens gar nicht, was das alles für Sachen sind, aber vielleicht wollen wir das auch gar nicht xD Wir sind jedenfalls nicht die einzigen Touristen, die sich hierhin verirrt haben.










Danach steuern wir einen mehrstöckigen Club Sega an, denn solange die Haare noch gut aussehen, müssen Puris gemacht werden! Bei vielen Puri Anbietern kann man Cosplays ausleihen und sich vor Ort umziehen, so wie wir das bereits gestern in Yokohama gemacht haben. Wir entscheiden uns aber dafür, unsere neuen Errungenschaften aus dem Sex Shop anzuziehen und gehen in die Umkleiden. In diesem Club Sega gibt es sogar eine "Girls only area", die, welch Überraschung, nicht von Männern betreten werden darf. Als wir nach all dem Styling an einem geeigneten Puri Automaten ankommen, sehe ich vorsichtig unter dem Vorhang durch. Da keine Füße zu erkennen sind, öffne ich den Vorhang ein Stück und BÄM XD da hat wohl jemand die girls only area missachtet und jo xD natürlich ziehe ich den Vorhang schnell wieder zu und drehe mich zu Malie um. Oh Mann, die Maschine hat sogar Fotos gemacht - wer will den solche, äh, intimen Puris haben? Und ich will nicht wissen, wie die dann aussehen xD Mensch Kinder, das war ganz schön awkward! Aber wahrscheinlich war die Situation für das Pärchen noch viel peinlicher als für uns. Wie auch immer xD





Nach diesem interessanten Puri-Vorfall, und nachdem wir endlich auch selbst welche gemacht haben, gehen wir in Richtung Manga Store. Ich entlasse Malie in ein siebenstöckiges Gebäude aus ihren wildesten Fantasien und vertreibe mir die Zeit, wer hätt's gedacht, bei Starbucks und in der Smoking Area. Irgendwann schreibt mir Malie auf WhatsApp, dass ich doch bitte kommen solle, weil sie gerne in den Hentai Stock möchte, aber sich alleine nicht traut xD Ich eile ihr zu Hilfe und wir gehen hoch. Da sind wir 22 & 23 Jahre alt, aber bei gezeichneten Brüsten werden wir beide rot und fangen an zu kichern. Bin ich froh, dass Malie in gewissen Situationen genauso unreif ist wie ich ^^









Malie möchte unbedingt mal ein Maid Café von innen sehen, und so machen wir uns auf den Weg zu Maidreamin. Da war ich bereits im vorigen Jahr und ich weiß also, was auf uns zukommen wird. Als wir rein kommen, läuft gerade die Show, die dieses Mal nicht so cool ist, wie damals. Wahrscheinlich weil der Song nicht von AKB48 ist xD Wir werden zu einem Tisch gebeten und eine der Maids kommt zu uns her. Sie bringt uns eine elektrische Kerze und labert irgendwas von wegen Zauberei und Prinzessinnen. Wir sollen gemeinsam von drei runter zählen, und wow, als wir bei eins angekommen sind leuchtet die Kerze plötzlich auf, die Maid applaudiert, wir sind verwirrt. Ja, das war halt unsere Zauberkraft, wie uns gesagt wird. Nachdem wir nicht vor haben, unser gesamtes Geld hier drinnen zu verschleudern, bestellen wir nur ein Glas Umeshu, denn das ist auch schon teuer genug. Da kommt außerdem noch die Tischgebühr für eine Stunde hinzu und das läppert sich dann schon ordentlich. Wir sehen uns eigentlich nur im Café um, analysieren die Gäste, und sind erleichtert, als wir sehen, dass all die anderen Touristen genau so verwirrt zu sein scheinen wie wir. Ein älterer, betrunkener Japaner betritt das Café und die Maids rufen ihm zu. Nach längerer Beobachtung stellt sich heraus, dass der Herr hier Stammkunde ist, und die Maids schon genau wissen, was er bestellt. Sie kennen sogar seinen Namen O.o Jedem das seine, ohne Frage, aber es schockiert mich trotzdem, dass es Leute gibt, die hier häufiger rein kommen. Merken die nicht, dass es der Job der Maids ist, kawaii/hot/freundlich zu sein, oder stören die sich nicht dran? Malie und ich sind uns zum Glück einig, wir finden das alles so erzwungen und gehen zur Kasse, noch bevor die Stunde um ist.


Nachdem unsere Mägen mittlerweile auch schon ordentlich knurren machen wir uns auf den Weg zurück ins Hotel. Wir haben vor, unterwegs etwas zu essen, da ohnehin viele Restaurants auf dem Weg liegen. Als wir von draußen unentschlossen auf die Speisekarte blicken bittet uns ein Mann herein. Er öffnet die Schiebetür und wir trauen uns gar nicht mehr, nicht einzutreten. Best decision so far! Wie schon gestern müssen wir auch heute an einem Automaten das gewünschte Gericht bestellen. Immer diese Qual der Wahl, vor allem wenn man nichts versteht und einfach nach Gefühl wählen muss. Wir drücken einfach irgendwas und nehmen Platz, wird schon schmecken. Das Restaurant bietet Platz für maximal 10 Gäste, an der Theke entlang sind Sitzplätze und um die Ecke noch ein kleiner Tisch. Richtig Japanisch einfach, saucool! Nach nicht einmal zehn Minuten wird unser Essen serviert - die Portionen sind riesig und die Suppe sieht wahnsinnig lecker aus. Wie überall kann man noch nachwürzen, mit Knoblauch und Pfeffer peppe ich das ganze noch etwas auf und ahhhh, ich glaub ich hab noch nie etwas soooo tolles gegessen! Malie schubst ihre Scheibe Rindfleisch in meine Schüssel und holt sich dafür mein Ei - guter Deal. Meine Portion ist ziemlich scharf, Malies eher neutral. Wir essen so lange, bis wir fast platzen. Der Inhaber winkt uns noch einmal zu und wir brechen auf in Richtung Hotel.



Erkenntnis des Tages
Japanische Männer tragen Handtaschen. Das klingt vielleicht erstmal nicht so außergewöhnlich, auch in Europa gibt es Männer-Handtaschen zum Umhängen, nicht wahr? Aber die meisten Japaner, die wir sehen, tragen wirkliche Handtaschen. HANDTASCHEN. Erst dachten wir, dass die die Tasche ihrer Frau/Freundin halten, aber wir wurden eines Besseren belehrt. Klar, Handtaschen sind super praktisch und mir tun Männer wirklich in vielen Fällen leid, dass sie keine tragen können, weil's einfach hierzulande nicht "in" ist. Aber es sieht einfach doof gewöhnungsbedürftig aus, wenn unzählige Salarymen jeden Alters mit einer LV unterm Arm an dir vorbeilaufen XD

Frage des Tages
Warum zum Teufel sind wir nicht früher in dieses Ramen Restaurant gegangen, WARUM??????