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Montag, 20. Juli 2015

NIH♡N 2015 - Hungover in Tokyo

Mittwoch, 8. April 2015

Mit Müh und Not finden wir im strömenden Regen zur Station zurück. Wir hätten gestern einfach besser aufpassen sollen, als Micha uns abgeholt hat, aber gut. Klatschnass holen wir uns ein Ticket und steigen in die Bahn. Es ist Gott sei Dank wenig los und so können wir sitzen - so dreckig wie es uns mir geht auch wirklich gut so. Die Fahrt kommt mir ewig vor, und wenn ich daran denke, dass wir dann auch noch so weit bis zum Hotel laufen müssen, dann bereue ich den gestrigen Abend, zumindest das Hochprozentige, von dem ich meine Finger nicht lassen konnte. Nach einer Tortur sondergleichen (ich frage mich, ob es Malie auch so schlecht ging?) und einem Snack-Zwischenstopp im Lawson erreichen wir das Hotel und platzen mitten in eine buddhistische Zeremonie. Im Zimmer angekommen legen wir uns erst einmal hin - wir wollen 1-2 Stunden schlafen, da wir sonst wohl einfach zu schlapp für alles wären. Aus den 1-2 Stunden werden aber etwas mehr, und wir finden uns um 16:00 Uhr, völlig geplättet, erschöpft und halb kuschelnd im Bett wieder. Und als ob wir nicht schon angepisst genug wären, müssen wir nun auch noch nach Asakusa um einen Koffer zu besorgen, argh.

Voll fertig und müde machen wir uns auf den Weg. Yeah, es regnet immer noch, und kalt ist es auch! Bei Donki (Don Quijote) haben wir vorgestern schon halbwegs günstige Koffer erspähen können, daher beschließen wir, einfach dort einzukaufen. Nachdem wir über eine halbe Stunde lang die Preise vergleichen, einigen wir uns auf einen kleinen Trolly - hoffentlich reicht das aus! Für einen größeren Koffer hätten wir nicht mal mehr genügend Bargeld dabei. Aber was nicht passt, das wird passend gemacht! Uns fällt ein, dass wir eigentlich auch noch allerlei japanischen Krimskrams kaufen wollten, daher gehen wir zum Life Supermarkt um die Ecke und decken uns mit haufenweise Pocky,  Instant Food, Knabbereien und Alkohol ein. Bier, Sake und Umeshu bis zum Abwinken! Man muss die Leute Zuhause ja irgendwie davon überzeugen, beim nächsten Mal mitzukommen! In den Handtaschen haben wir nicht genügend Platz, also packen wir den ganzen Alkohol und das andere Zeug in den Trolly, den wir eben gekauft haben. Die Damen an der Kasse sehen uns verwundert an. Muss wohl so wirken, als hätten wir den Trolly extra zum Alkohol Kauf mitgenommen... Und wieder einmal haben wir das Bild von Gaijin in Japan ins rechte Licht gerückt, woohoo XD

Mittlerweile ist es schon 19:00 Uhr und wir wissen nicht so recht, was wir mit dem restlichen Abend nun anfangen sollen. Würden wir nochmal nach Shibuya fahren, dann müssten wir den Trolly erst ins Hotel bringen, bis dahin wär's auch schon mindestens 20:00 Uhr und gegessen haben wir auch noch nicht. Daher beschließen wir, einfach gleich zurück ins Hotel zu fahren, um zu packen, denn das muss auch irgendwann erledigt werden. Nach Shibuya können wir morgen noch, der Flug geht erst am Abend. Und vielleicht ist das Wetter noch einmal auf unserer Seite. Unterwegs zum Hotel können wir nicht anders, als erneut in unser Ramen Restaurant zu gehen :3 zum letzten Mal T__T Der Inhaber kennt nun schon beinahe unsere Namen und lacht wieder, als wir zur Tür rein spazieren. Die letzte Schüssel des besten Gerichts, das ich in meinem Leben jemals probiert habe! (Angie, falls du das liest, dann freu dich jetzt schon drauf, du wirst es LIEBEN!!!)

Irgendwie sind wir beide traurig, dass wir morgen schon zurück fliegen. Und eigentlich könnte ich sofort losheulen, weil ich nicht weiß, wann ich wieder kommen kann. Aber dazu dann mehr im nächsten Post. Wir gönnen uns ein allerletztes Pfirsich-Bier und legen uns ins Bett. Gute Nacht Tokyo Tower, bis ganz bald!



Dienstag, 7. Juli 2015

NIH♡N 2015 - Dicks in Kawasaki, what the...?

Sonntag, 5.Mai 2015

Heute sind wir wahnsinnig müde, und so schlafen wir ein wenig länger als sonst. Als wir aus dem Fenster sehen, sind wir gleich mal genervt, es regnet in Strömen - nicht schon wieder. Trotz des schlechten Wetters machen wir uns auf den Weg, denn heute wollen wir ins nahe gelegene Kawasaki fahren. Innerhalb von 20 Minuten Fahrt sind wir dort und die Station haut uns erstmal um, denn es ist wahnsinnig viel los und furchtbar unübersichtlich. Ohne Witz, da ist unser Westbahnhof in Wien ein Pups im Vergleich! An einer Tafel sehen wir haufenweise Touristen stehen, und wir gesellen uns hinzu. Ich frage einen jungen Mann, ob er auch zum Kanamara Matsuri will - er und auch alle anderen Touristen um uns herum nicken. Ahh, okay, dann sind wir wohl nicht die einzigen :P Leider weiß aber niemand so wirklich, wo das fragwürdige Fest nun genau stattfindet, und so lassen wir uns von Google Maps lotsen. Diese umfassende Vorbereitung im Vorfeld... "Kawasaki Station glaub i, mehr was i ah ned" XD




Wir laufen im strömenden Regen weiter bis zu einem anderen Bahnhof, immer den Touristenmassen hinterher - bis wir schließlich in den Zug steigen können. Nach 2-3 Stopps erreichen wir die Kawasaki-Daishi Station. Es ist wirklich nicht schwer, den Mittelpunkt des Geschehens ausfindig zu machen, denn überall am Straßenrand stehen fleißige, uniformierte Japanerlein, die mit Trillerpfeifen und Lichtschwertern die Besucher einweisen und den Verkehr umleiten. Wir laufen einfach mit den Massen und stellen uns irgendwann hinter eine Absperrung - direkt vor uns scheint das ganze später abzulaufen, denn die Straße ist bereits gesperrt. Mit unserem Regenschirm in der Hand und zig weiteren fremden Regenschirmen im Auge sowie in den Haaren stehen wir da und warten. Und warten. Und warten. Und es passiert einfach nichts - wir hören lediglich alle paar Minuten das schrille Geräusch der Trillerpfeifen. Irgendwann scheint sich aber doch etwas zu rühren, und wir sehen, wie der Umzug beginnt. Und zwar in die entgegengesetzte Richtung!!! Das darf doch nicht wahr sein, wir sind jetzt bestimmt eine Stunde lang hier im Regen gestanden und durften auch gar nicht nach links oder rechts, und dann geht die Parade in die andere Richtung, und wir können nur mit viel Zoom den überdimensionalen rosa Penis fotografieren. Ach Mensch. Sobald alle Mikoshi am Horizont verschwunden sind, machen wir uns auf den Weg zu den Food Stalls.





Kalt. Nass. Wind. 

Ja, ein Pimmel Kostüm XDDDD





Wir wollen unbedingt Penis Lollies kaufen, daher stellen wir uns an. Und das dauert wirklich lange. Zwei deutsche Frauen drängen sich ganz ungeniert und ziemlich dreist nach vorne und lachen über die "Idioten" die sich im Regen ganz hinten anstellen - die lieben Nachbarn, hach. Sogar Malies Laune ist mittlerweile am Boden, und das sieht man wirklich selten! Eigentlich wollen wir nach dem Lolly Kauf schon wieder zurück fahren, aber dann sehen wir den Dickhead und müssen sofort ein Bild mit ihm machen XD Wir entdecken noch weitere Stände, an denen es wohl irgendetwas zu kaufen gibt, und wir stellen uns an. Man kann sich nicht vorstellen, wie viele Menschen da auf einem Haufen gestanden sind, so etwas habe ich noch nie zuvor gesehen. Links und Rechts befinden sich die Stände und die Leute stehen einfach mittig da und warten und quetschen und drängeln. Alle paar Sekunden spüren wir einen fremden Ellenbogen in unseren Rippen, und es wird von allen Seiten kräftig angeschoben. Irgendwann spricht uns der Typ neben uns an. "Do you guys know what they sell over there?" Er vermutet, genau wie wir, dass es dort Kerzen gibt, und so stehen wir halt gemeinsam an. Als wir erzählen, dass wir aus Österreich kommen, reißen er und seine Begleiter erstmal die stumpfesten Hitler Witze ever - aber immerhin kennen die Amis unser Heimatland, ist doch schon mal was ._.

Ich konnte nicht mal ein gerades Bild machen, weil so sehr geschubst wurde 0.o



Die oben erwähnte "Schlange", in der wir uns angestellt haben





Der ältere Herr, den ihr weiter oben auf einem Bild sehen könnt rückt uns übrigens gar nicht mehr von der Pelle. Er fotografiert uns ununterbrochen, und unzählige andere Besucher tun es ihm gleich. Wir scheinen wirklich eine Attraktion zu sein, dabei sind wir längst nicht die einzigen Gaijin, die hier so rumrennen. Eigentlich sehen wir an diesem Tag nur sehr wenige Japaner, wenn ich so darüber nachdenke. Irgendwann zerrt uns der Herr zu dem (wie ihr ebenfalls weiter oben sehen könnt) überdimensionalen Holz Pimmel. Weil's im Moment einfach lustig ist, setzen wir uns drauf und werden von allen Seiten fotografiert. Mann, dabei waren wir nicht mal betrunken xD

Irgendwann sind wir einfach zu erschöpft vom Gedränge, der Nieselregen macht die Stimmung nicht besser, und wir beschließen, zurück nach Tokyo zu fahren. Da wir gestern schon eine Speise zu unserem Leibgericht auserkoren haben, finden wir keinen Grund, der gegen einen erneuten Besuch im Ramen Restaurant sprechen würde. Also ab nach Minato-ku und rein in die gute Stube! Der Inhaber lacht als er uns sieht und bittet uns herein. Nach einer riesigen Portion für stolze 900 Yen machen wir uns dann auf den Weg zurück ins Hotel, wir haben heute schließlich noch was vor!

Besagtes Nutella, das ich seit München mit mir rumschleppe. Ich musste wirklich aufpassen, dass Malie, getrieben vom Heißhunger auf Schokolade, das Glas nicht heimlich hat verschwinden lassen!

Dummerweise nicken wir aber ein und geraten nach dem Aufwachen ordentlich in Zeitdruck. Ich informiere Micha (ihr solltet ihn vom letzten Jahr noch kennen - wenn nicht, klickt HIER) zwar darüber, dass wir uns verspäten werden, jedoch rechne ich nicht damit, dass wir wirklich so viel zu spät kommen. Wir hetzen zur Station und als wir endlich in der richtigen Bahn sitzen, teilt uns Micha mit, dass er bereits am vereinbarten Treffpunkt in Asakusa wartet. Upsi... Als ich ihm mitteile, wo wir gerade sind, reagiert er auch nicht allzu happy, verständlich. Als wir in Asakusa aussteigen muss ich mich erstmal orientieren, denn normalerweise steige ich an der Tawaramachi Station aus und laufe dann in Richtung Senso-ji. Eieiei, das hält uns nochmal auf, aber nachdem wir eh schon 35 Minuten zu spät sind... XD Malie meint, sie hätte Micha schon gesehen und wir gehen los. Ohne Brille seh ich nix also vertraue ich ihr. Ich hätte nie geglaubt, dass ich auch diesmal wieder so aufgeregt sein könnte. Aber doch. Vor allem, weil ich diesmal nicht wieder Hochdeutsch sprechen will, Malie auch nicht, und wir haben Bedenken, ob Micha uns versteht. Er meint zwar, dass das kein Problem sein sollte, aber wenn neben uns jemand so schönes Deutsch spricht, dann fühlen wir uns wie die ärgsten Bauern ^^ Zuerst schlendern wir nur etwas herum, irgendwann machen wir uns dann aber auf die Suche nach einem netten Ort zum Abendessen.

Unsere Antwort auf "wann könnt ihr da sein?" xD
Immer noch irgendwie faszinierend, wie sich zwei (bzw. drei ^^) nun nicht mehr ganz so Fremde mit dem selben Traum am anderen Ende der Welt verabreden, um gemeinsam zu Abend zu essen. Micha hat sich hier in Tokyo wirklich etwas aufgebaut, da sind wir schon fast ein wenig neidisch auf ihn ^^ An dieser Stelle nochmal ein riesiges Danke an dich, denn du hast mir wirklich Mut gemacht, dass ich das irgendwann vielleicht auch schaffen kann! :) Der Abend dauert dieses Mal nicht allzu lange, durch das viele Gequatsche vergeht die Zeit wie im Flug und wir verabreden uns gleich noch für Dienstag, da haben wir dann mehr Zeit. Mit einer Flasche Umeshu aus dem Konbini machen Malie und ich es uns im Hotel gemütlich, bevor wir schlafen gehen. Nur noch 3,5 Tage, verdammt...


Erkenntnis des Tages
Ein Fest wie das Kanamara Matsuri ist definitiv ein Touristenmagnet. Wenn man gerade in der Gegend ist, muss man sich das Spektakel schon anschauen, aber bei Schlechtwetter ist es wirklich kein must see.

Frage des Tages
Warum wird das Kanamara Matsuri gefeiert? Das haben wir uns auch gefragt und natürlich gleich alles Wissenswerte ergoogelt. Ihr bekommt alle Infos über das Fest in einem separaten Post :)



Mittwoch, 24. Juni 2015

NIH♡N 2015 - von Möpsen, Maids und Mangas

Samstag, 4.April 2015

Achtung, einige der Inhalte sind für Leser unter 18 Jahren nicht geeignet.
Das juckt euch wahrscheinlich kaum und ihr werdet trotzdem weiterlesen, falls ihr noch nicht so alt seid, aber ich hab euch zumindest darauf hingewiesen ^^ Manga-Boobies incoming!

Nachdem mir der Weg bis zur Hamamatsucho Station viel zu lange vorkommt, wollen wir will ich heute herausfinden, ob es auch einen kürzeren gibt. So machen wir uns gemütlich auf den Weg, erkunden unsere Hood, und laufen in die Richtung, die uns richtig vorkommt. Irgendwann stehen wir am Wasser, die Yamanote Station ist nirgendwo zu sehen und wir sind offensichtlich falsch. Wir haben uns verlaufen, und zwar so arg, dass wir ohne Google Maps garantiert nicht mehr zurück gefunden hätten xD Nachdem wir die letzten 1,5 Stunden also sehr sinnvoll genutzt haben, machen wir uns nun auf den Weg mach Akihabara, und kommen nach nur wenigen Stationen dort an.


lost in Minato-ku...
Nach einer Zigarette in der mir bereits bekannten Smoking Area gehen wir los - durch die Unterführung und rein in die "Akihabara Electrical Town". Malies Augen hättet ihr sehen sollen, sie gleichen denen eines kleinen Kindes an Heiligabend. Egal wie oft ich schon hier war, dieser Teil von Tokyo flasht mich immer wieder aufs Neue. Es ist wahnsinnig laut und schrill hier, das alles ist so unwirklich. Freizügige Manga Figuren an den Häusern, ein Sex Shop mitten am Weg, hier und dort eine Maid... Verrückt, einfach nur verrückt! Vielleicht kann sich der ein oder andere noch an meinen unabsichtlichen Besuch im Sex Shop von 2013 erinnern, wenn nicht, dann könnt ihr das alles HIER nachlesen. Damals hatte ich gedacht, dass hier Perücken und Maid Kleider verkauft werden - in der fünften Etage bin ich dann, nachdem ich nichts von beidem gefunden hatte, umgekehrt. Diesmal sind Malie und ich bis hoch in den sechsten Stock gegangen und siehe da, Wigs und Maid Kleider so weit das Auge reicht! Etwas aufreizender und knapper als in anderen Stores zwar, aber für uns völlig okay. Wir dürfen die Sachen sogar probieren! Der Herr an der Kasse packt unsere Einkäufe in eine Tüte, diese stellt er dann in eine braune Papiertasche, damit niemand draußen sieht, wo wir eingekauft haben - genial! Wir erkunden natürlich auch die anderen Stockwerke und wissen meistens gar nicht, was das alles für Sachen sind, aber vielleicht wollen wir das auch gar nicht xD Wir sind jedenfalls nicht die einzigen Touristen, die sich hierhin verirrt haben.










Danach steuern wir einen mehrstöckigen Club Sega an, denn solange die Haare noch gut aussehen, müssen Puris gemacht werden! Bei vielen Puri Anbietern kann man Cosplays ausleihen und sich vor Ort umziehen, so wie wir das bereits gestern in Yokohama gemacht haben. Wir entscheiden uns aber dafür, unsere neuen Errungenschaften aus dem Sex Shop anzuziehen und gehen in die Umkleiden. In diesem Club Sega gibt es sogar eine "Girls only area", die, welch Überraschung, nicht von Männern betreten werden darf. Als wir nach all dem Styling an einem geeigneten Puri Automaten ankommen, sehe ich vorsichtig unter dem Vorhang durch. Da keine Füße zu erkennen sind, öffne ich den Vorhang ein Stück und BÄM XD da hat wohl jemand die girls only area missachtet und jo xD natürlich ziehe ich den Vorhang schnell wieder zu und drehe mich zu Malie um. Oh Mann, die Maschine hat sogar Fotos gemacht - wer will den solche, äh, intimen Puris haben? Und ich will nicht wissen, wie die dann aussehen xD Mensch Kinder, das war ganz schön awkward! Aber wahrscheinlich war die Situation für das Pärchen noch viel peinlicher als für uns. Wie auch immer xD





Nach diesem interessanten Puri-Vorfall, und nachdem wir endlich auch selbst welche gemacht haben, gehen wir in Richtung Manga Store. Ich entlasse Malie in ein siebenstöckiges Gebäude aus ihren wildesten Fantasien und vertreibe mir die Zeit, wer hätt's gedacht, bei Starbucks und in der Smoking Area. Irgendwann schreibt mir Malie auf WhatsApp, dass ich doch bitte kommen solle, weil sie gerne in den Hentai Stock möchte, aber sich alleine nicht traut xD Ich eile ihr zu Hilfe und wir gehen hoch. Da sind wir 22 & 23 Jahre alt, aber bei gezeichneten Brüsten werden wir beide rot und fangen an zu kichern. Bin ich froh, dass Malie in gewissen Situationen genauso unreif ist wie ich ^^









Malie möchte unbedingt mal ein Maid Café von innen sehen, und so machen wir uns auf den Weg zu Maidreamin. Da war ich bereits im vorigen Jahr und ich weiß also, was auf uns zukommen wird. Als wir rein kommen, läuft gerade die Show, die dieses Mal nicht so cool ist, wie damals. Wahrscheinlich weil der Song nicht von AKB48 ist xD Wir werden zu einem Tisch gebeten und eine der Maids kommt zu uns her. Sie bringt uns eine elektrische Kerze und labert irgendwas von wegen Zauberei und Prinzessinnen. Wir sollen gemeinsam von drei runter zählen, und wow, als wir bei eins angekommen sind leuchtet die Kerze plötzlich auf, die Maid applaudiert, wir sind verwirrt. Ja, das war halt unsere Zauberkraft, wie uns gesagt wird. Nachdem wir nicht vor haben, unser gesamtes Geld hier drinnen zu verschleudern, bestellen wir nur ein Glas Umeshu, denn das ist auch schon teuer genug. Da kommt außerdem noch die Tischgebühr für eine Stunde hinzu und das läppert sich dann schon ordentlich. Wir sehen uns eigentlich nur im Café um, analysieren die Gäste, und sind erleichtert, als wir sehen, dass all die anderen Touristen genau so verwirrt zu sein scheinen wie wir. Ein älterer, betrunkener Japaner betritt das Café und die Maids rufen ihm zu. Nach längerer Beobachtung stellt sich heraus, dass der Herr hier Stammkunde ist, und die Maids schon genau wissen, was er bestellt. Sie kennen sogar seinen Namen O.o Jedem das seine, ohne Frage, aber es schockiert mich trotzdem, dass es Leute gibt, die hier häufiger rein kommen. Merken die nicht, dass es der Job der Maids ist, kawaii/hot/freundlich zu sein, oder stören die sich nicht dran? Malie und ich sind uns zum Glück einig, wir finden das alles so erzwungen und gehen zur Kasse, noch bevor die Stunde um ist.


Nachdem unsere Mägen mittlerweile auch schon ordentlich knurren machen wir uns auf den Weg zurück ins Hotel. Wir haben vor, unterwegs etwas zu essen, da ohnehin viele Restaurants auf dem Weg liegen. Als wir von draußen unentschlossen auf die Speisekarte blicken bittet uns ein Mann herein. Er öffnet die Schiebetür und wir trauen uns gar nicht mehr, nicht einzutreten. Best decision so far! Wie schon gestern müssen wir auch heute an einem Automaten das gewünschte Gericht bestellen. Immer diese Qual der Wahl, vor allem wenn man nichts versteht und einfach nach Gefühl wählen muss. Wir drücken einfach irgendwas und nehmen Platz, wird schon schmecken. Das Restaurant bietet Platz für maximal 10 Gäste, an der Theke entlang sind Sitzplätze und um die Ecke noch ein kleiner Tisch. Richtig Japanisch einfach, saucool! Nach nicht einmal zehn Minuten wird unser Essen serviert - die Portionen sind riesig und die Suppe sieht wahnsinnig lecker aus. Wie überall kann man noch nachwürzen, mit Knoblauch und Pfeffer peppe ich das ganze noch etwas auf und ahhhh, ich glaub ich hab noch nie etwas soooo tolles gegessen! Malie schubst ihre Scheibe Rindfleisch in meine Schüssel und holt sich dafür mein Ei - guter Deal. Meine Portion ist ziemlich scharf, Malies eher neutral. Wir essen so lange, bis wir fast platzen. Der Inhaber winkt uns noch einmal zu und wir brechen auf in Richtung Hotel.



Erkenntnis des Tages
Japanische Männer tragen Handtaschen. Das klingt vielleicht erstmal nicht so außergewöhnlich, auch in Europa gibt es Männer-Handtaschen zum Umhängen, nicht wahr? Aber die meisten Japaner, die wir sehen, tragen wirkliche Handtaschen. HANDTASCHEN. Erst dachten wir, dass die die Tasche ihrer Frau/Freundin halten, aber wir wurden eines Besseren belehrt. Klar, Handtaschen sind super praktisch und mir tun Männer wirklich in vielen Fällen leid, dass sie keine tragen können, weil's einfach hierzulande nicht "in" ist. Aber es sieht einfach doof gewöhnungsbedürftig aus, wenn unzählige Salarymen jeden Alters mit einer LV unterm Arm an dir vorbeilaufen XD

Frage des Tages
Warum zum Teufel sind wir nicht früher in dieses Ramen Restaurant gegangen, WARUM??????





Mittwoch, 6. Mai 2015

NIH♡N 2015 - Zauberhaftes Kyoto

Montag, 30.März 2015

Der Wecker klingelt auch heute um acht Uhr morgens und wir stehen auf. Die Sonne scheint schon durch den Vorhang in unser Zimmer und wir sind unglaublich motiviert, gleich das gesamte Gelände des Fushimi Inari Taisha bei Sonnenschein zu erkunden. Als wir in die Lobby runter fahren, stehen vier alte japanische Damen mit uns im Lift, und wir hören sie "kawaii, kawaii" sagen. Als sie bemerken, dass wir sie verstehen, drehen sie sich zu uns um und sagen abwechselnd "kawaii, beautiful, pretty girls, so charming, kawaii" :3 Wir bedanken uns auf Japanisch und eine der Omis kneift mir beim Aussteigen noch in die Wange und sagt erneut "kawaii" - awkward, aber süß :)
Es ist schon am Vormittag so warm, dass wir unsere Jacken ausziehen können, und wir haben die beste Laune, die man haben kann - wie könnte das auch anders sein, wenn man von so niedlichen japanischen Omis gesagt bekommt, wie hübsch man ist ^^ Im Konbini decken wir uns noch mit Proviant ein und dann machen wir uns auf den Weg.




Da wir den Touristenmassen erstmal entgehen wollen, lassen wir den eigentlichen Schrein vorerst aus und gehen einen Waldweg entlang. Nach einiger Zeit verlassen wir diesen und gehen einfach quer durch den Wald, wo wir komplett alleine sind. Die Umgebung ist so schön, die Vögel zwitschern, die Sonne scheint durch die Bäume auf unsere Gesichter und es ist frühlingshaft warm. Die Atmosphäre ist kaum in Worte zu fassen, Kyoto fühlt sich einfach magisch an. Alles um uns herum erinnert an Prinzessin Mononoke, wir sind wahrhaft verzaubert. Nach einiger Zeit drehen wir wieder um und sehen die ersten Torii. Wie zuvor schon so oft im Internet gelesen, jedoch immer verdrängt, ist es schier unmöglich, einen Torii Tunnel ohne durchlaufende Menschen zu fotografieren. Ein oder zwei Mal gelingt es uns aber doch. Da jeder Tourist das selbe Foto schießen möchte sind die meisten Leute so lieb und warten, bis man fertig ist, damit sie einem nicht ins Bild laufen - so auch wir. Der Umgang miteinander, sogar unter Gaijin, ist in Japan einfach ein anderer wie mir scheint. Wann immer wir ein Selfie machen wird uns von vorbeilaufenden Touristen, asiatischer und auch westlicher Abstammung, angeboten, ein Foto von uns zu machen. Im Gegenzug machen wir auch ein Foto von ihnen und meistens wollen sie sogar, dass wir mit aufs Bild kommen. Wie auch eine Gruppe philippinischer Touristen, mit denen wir uns eine Weile unterhalten. Sie sind ganz begeistert von Malies blondem Haar, sie sieht wohl einer philippinischen Schauspielerin sehr ähnlich, wir sind jetzt jedenfalls auf ziemlich vielen philippinischen Familienfotos zu sehen XD Dieselbe Gruppe treffen wir zufällig mehrmals am Gelände, und beim Vorbeigehen begrüßen sie uns immer mit "Hey Austria, busy making Selfies?"

700 meiner insgesamt 2500 Fotos von unserer Reise sind am Fushimi Inari entstanden, es war wirklich unglaublich schön dort. Dem wunderschönen Schrein werde ich nach den Reiseberichten einen separaten Post mit vielen von mir geschossenen Fotos und Informationen zum Gelände widmen. Sobald er online ist, könnt ihr einfach HIER klicken, um zum Beitrag zu gelangen.







Mal wieder sind wir recht spät dran, und wir hetzen ins Hotel um uns umzuziehen. Unterwegs machen wir natürlich noch einige Fotostopps, es sieht hier so Anime-like aus xD Wir lassen Momo über LINE wissen, dass wir uns auch heute etwa eine halbe Stunde verspäten werden und haben nun nicht mehr ganz so viel Stress. Wir treffen Momo um 15:00 Uhr im Starbucks an der Kyoto Station und machen uns mit dem Bus gleich auf den Weg zum Heian Schrein. Warum Momo alle Sehenswürdigkeiten für gestern eingeplant hat, und heute nur noch eine übrig ist, ist uns schleierhaft. Mittlerweile ist es wirklich heiß, fast wie im Sommer! Für 300 Yen können wir einen japanischen Garten betreten, und sind erst einmal nicht wirklich interessiert, weil die Anlage ziemlich kahl aussieht. Je weiter wir aber gehen umso schöner wird die Umgebung, und wir halten alle paar Meter an und machen wieder Fotos.












Nachdem wir uns am Heian Schrein und dessen Parkanlage satt gesehen haben, fahren wir mit dem Bus weiter nach Gion. Und der Bus ist mehr als voll - wir wollen erstmal gar nicht einsteigen. Momo versichert uns aber, dass wir noch genügend Platz hätten, und so kuscheln wir uns an all die anderen Leute im Bus. Wir sind wirklich der Meinung, dass da niemand mehr rein passt, aber immer wieder steigen Leute ein und überzeugen uns vom Gegenteil. Menschliches Tetris hier in Japan! Nach 20 Minuten werden wir erlöst und können aussteigen, endlich. Aber das ist gar nicht so einfach, denn wir kommen nicht bis vorne durch, und so bezahlt Momo für uns mit, und wir sollen hinten aussteigen - Mann ist das ein Gequetsche! XD

In Gion angekommen sind wir erst einmal erstaunt, dass sich so viele Touristen hier tummeln, aber so ist das nun mal. Die Kirschblüten sind dafür aber wunderschön, und die Gassen sind so schmal und alt - hach, Kyoto, wie ich dich liebe! Wir schlendern durch die Straßen und sind fasziniert von den Bäumen, es sieht beinahe so aus als würde es schneien, unfassbar. Da die Sonne bald untergeht ist die Stimmung auch grandios, eine wirklich atemberaubende Atmosphäre! Wir überqueren die Brücke des Kamogawa Flusses und lassen uns am Ufer nieder, um unsere Beine etwas auszuruhen. Schade, dass wir nicht mehr Zeit in Kyoto haben, ein weiterer Tag um nur hier in der Gegend zu sein wäre toll gewesen. Aber dazu haben wir ja im Herbst noch Zeit :D




fotografierende Japaner

fotografierende Japaner again ^^



Was für ein wunderschöner Ort für Verliebte *^*

Ernsthaft - einmal im Leben will ich da mit dem Auserwählten sitzen und an einer Überdosis Romantik leiden *^*





Nach einiger Zeit machen wir uns auf den Weg zu einem Ramen Restaurant. Momo hilft uns bei der Auswahl und wir finden sogar etwas ohne Fleisch für Malie! Mann, ist das lecker! Wir essen bis wir fast platzen, das schmeckt sowas von gut!!! Momo will uns danach noch Souvenir Läden zeigen aber wir lehnen ab. Unsere Füße sind mittlerweile schon sehr mitgenommen und wir können kaum noch laufen, außerdem müssen wir morgen um halb 6 Uhr morgens aufstehen. Wir fahren noch gemeinsam zur Kyoto Station, wo Momo für uns die Sitzplätze für die morgige Shinkansen Fahrt nach Hiroshima reserviert. Danach trennen wir uns und fahren ins Hotel.

Food Porn *///*

Es waren zwei wunderbare Tage, die wir mit Momo verbringen durften, und wir sind wirklich dankbar dafür. Er hat uns so viel gezeigt, sich so viel um uns bemüht, und sich vor allem sehr darüber gefreut, dass wir sein Heimatland so sehr lieben. Leider geht er bald für ein Jahr ins Ausland, und so können wir ihn beim nächsten Aufenthalt leider nicht treffen. Vielleicht beim übernächsten Mal wieder :)




Erkenntnis des Tages
Zwei Tage sind für Kyoto wirklich zu wenig. Auch wenn Momo einen tollen Zeitplan erstellt hat, und wir wahnsinnig viel gesehen haben, konnten wir die einzelnen Orte nicht ausgiebig genießen, da uns einfach die Zeit fehlte. Beim nächsten Mal dann mindestens 4 Tage!

Frage des Tages
Wie schaffen es die Japaner, sich im Bus so aneinander zu quetschen? Bei uns Zuhause würde der Bus bei so vielen Leuten nicht einmal losfahren. Wirklich faszinierend!