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Mittwoch, 13. Mai 2015

NIH♡N 2015 - Kirschblüten in Ueno

Donnerstag, 02.April 2015

Nachdem wir noch weitere 7 Nächte in Tokyo verbringen dürfen, machen wir uns beim Aufstehen keinen allzu großen Stress mehr. Als Malie wie jeden morgen den Vorhang öffnet*, strahlt die Sonne bereits herein, und auch ich krieche aus dem Bett. Nach zwei kühlen und verregneten Tagen ist es endlich wieder angenehm warm und sonnig - perfektes Wetter, um nach Ueno zu fahren!
Vorher machen wir noch einen Zwischenstopp beim Zojo-ji Tempel. Mit den Kirschblüten im Vordergrund, und dem Tokyo Tower im Hintergrund macht sich der Zojo-ji wirklich gut auf den Fotos. Außerdem gibt es wieder unzählige Food Stalls, die Gerüche kommen aus allen Richtungen und wir fühlen uns wie in einem Anime *^* Wir genießen die ausgelassene Stimmung, überall wird gegessen und getrunken und die Leute sehen so glücklich und zufrieden aus. Schön, dass wir das alles miterleben dürfen!

*Unsere morgendliche Konversation will ich euch nicht vorenthalten.
Malie: "Kau i a bissl a Licht mochn?"
Ich: "Jo, owa nur a bissl"
Malie zieht den kompletten Vorhang auf, sodass das gesamte Zimmer hell wird.
Ich: "Echt jetzt? A bissl homma gsogt!"
Malie: "Upsi, donn moch i wieder zu"
JEDEN MORGEN, AUSNAHMSLOS JEDEN! XD


Ausblick aus dem Hotelzimmer :D










Nach einem Frühstück bei Starbucks machen wir uns auf den Weg zur Ueno Station. Unglaublich, wie viele Leute hier unterwegs sind!!! Wir spazieren durch den Park und genießen die Atmosphäre. Die Menschen sitzen auf ihren (hässlichen, sorry xD) blauen Planen unter den Kirschbäumen und essen und trinken zusammen. Wir finden es schön, wie die Japaner den Frühling willkommen heißen. Während unseres Spazierganges spricht uns ein Salary Man an. Wir verstehen leider kaum, was er sagt, also entschuldigen wir uns und gehen weiter. Malie meint, dass er uns zum Hanami eingeladen hat, aber wir sind uns nicht sicher. Ich kann die Umgebung gar nicht wirklich in Worte fassen, der Tag bot so viele schöne Momente, ich lasse am besten Bilder sprechen :)











Weil wir bereits bei der Reiseplanung Zuhause die kitschigen Schwanenboote entdeckt haben, versuchen wir nun, diese ausfindig zu machen. Und tatsächlich, man kann sie hier am See ausleihen! Nach einem Spaziergang ans andere Ufer sind wir da und für 700 Yen können wir für eine halbe Stunde mit einem Schwanenboot fahren - yay! :D Die Fahrt hat es ganz schön in sich, vor allem für Malie, denn die tritt wie eine Wilde, während ich den Selfie Stick zusammenbaue, wir brauchen schließlich ein Schwan-Selfie! Ein Salary Man kreuzt mit seiner Tochter unseren Weg, die beiden winken uns zu und wir winken zurück - es sind die kleinen Dinge im Leben :) Als die halbe Stunde um ist, fahren wir wieder zurück ans Ufer und spazieren noch ein wenig durch den Park.






Bei einer Smoking Area spricht uns ein betrunkener, älterer Japaner an, ganz auf Japanisch, wir verstehen ihn kaum. Es ist übrigens etwa 15:00 Uhr. Er legt seinen Arm um meine Schulter und greift uns beiden auf die Haare, dann zeigt er auf unsere Septum Piercings und sagt "nande?". Uns ist die Situation ziemlich unangenehm, wir können ihm mangels Sprachkenntnissen auch nicht ausreichend antworten, also verbeugen wir uns und gehen weg. In Österreich hätte ich komplett anders reagiert, aber in Japan will ich nicht unhöflich sein - der Mann war außerdem sehr freundlich, auch wenn das mit dem Körperkontakt schon etwas spooky war.



Nachdem wir unsere Beine bei McDonald's (zum ersten Mal seit wir hier sind!!!) ausgeruht haben, machen wir uns auf den Weg nach Harajuku. Ab in die Yamanote Line und... Moment Mal, da wird doch nicht ernsthaft an jeder Station eine andere Melodie abgespielt, oder doch? Wie cool ist das denn? Warum ist mir das bisher nicht aufgefallen? Mehr dazu in einem extra Post :)
Wir verlassen die Station durch den Omotesando Exit und eilen gleich zur Takeshita Dori, DEM Geburtsort des Wortes kawaii. Für mich ist die Einkaufsstraße nicht mehr ganz so besonders, für Malie aber umso mehr. Je weiter wir gehen umso mehr beginne ich, die Seitengassen zu erkunden, während Malie auf der Hauptstraße bleibt. Vor allem bei Body Line decken wir uns mit Wigs und allem möglichen Kram ein - ich liebe den Shop! Nach einigen anderen Klamotten Läden sind wir ziemlich erschöpft und wollen langsam zurück ins Hotel. Nachdem das Abendessen gestern so teuer war, will Malie heute lieber was im Konbini kaufen. Ein guter Freund nennt mich oft kulinarische Wildsau, und das bin ich wohl, denn anstatt mich durch die japanischen Köstlichkeiten zu probieren, kaufe ich einen Döner in Harajuku. Der war aber auch gut im vorigen Jahr XD



So schön und warm es am Nachmittag auch war, mittlerweile ist es ziemlich kalt und der Wind beginnt zu nerven. Da wir keine weiteren Pläne für den Tag haben, machen wir uns auf den Weg ins Hotel, das nimmt ja auch noch einige Zeit in Anspruch. In der Yamanote Station Harajuku dreht sich ein Salary Man mehrmals zu uns um, geht weiter, dreht sich wieder um, und bleibt schließlich stehen. "You are very kawaii girls!" - ohhhh, wie lieb, der hat uns direkt mal den Abend versüßt *^* Übers komplette Gesicht strahlend fahren wir zurück zur Hamamatsucho Station und laufen ins Hotel.


Erkenntnis des Tages
Wenn man ein Selfie machen möchte, kommen unzählige Japaner an und bieten an, ein Foto von dir zu machen. Sehr aufmerksam und lieb von ihnen, aber doch irgendwie doof, wenn man eigentlich nur ein kurzes Gif drehen will ^^

Frage des Tages
Warum sind die Planen beim Hanami alle blau? Das schlägt sich doch total mit den Kirschblüten. Weiß ist eine undankbare Farbe, okay, aber ein hübsches Grün oder Rosa wären auf jeden Fall schicker als dieses Blau.



Montag, 11. Mai 2015

NIH♡N 2015 - Endlich wieder Tokyo

Mittwoch, 01.April 2015

Nachdem das Wetter heute wie vorhergesagt wirklich schlecht ist, wollen wir gleich auf schnellstem Weg nach Tokyo fahren. Zuerst einmal wollen wir nach den Strapazen der letzten Tage aber eines, und zwar ausschlafen! Um 11:00 Uhr mittags checken wir aus dem Hotel aus und bestellen uns ein Taxi. Als wir draußen warten kommt eine der hoteleigenen Putzfrauen auf uns zu und sagt "charming, kawaii girls". Was ist bloß los mit den japanischen Omis, mit so vielen Komplimenten können wir gar nicht umgehen *////*
Es regnet in Strömen und wir haben keine Lust bis zur Inari Station zu laufen. Da wir auch keine Lust auf das langwierige Umsteigen haben, beschließen wir, gleich bis zur Kyoto Station mit dem Taxi zu fahren. Zusammen bezahlen wir 1200 Yen, relativ günstig eigentlich. Der Taxifahrer bringt uns direkt zum JR Eingang, damit wir unsere Plätze für den Shinkansen reservieren können, was ein Service! Taxis sind in Japan übrigens wahnsinnig toll, die Türen öffnen und schließen sich von selbst, der Taxifahrer hilft beim Verladen der Koffer, die Preise sind übersichtlich und auch für Gaijin verständlich an der Hinterseite des Fahrersitzes angebracht, und es gibt sogar eine Art Steckbrief des Fahrers. Wahrscheinlich deshalb, um im Fall einer Beschwerde den Namen des Fahrers angeben zu können, coole Sache!



Als wir an der Kyoto Station ankommen machen wir erstmal die Sitzplatzreservierung für den Zug nach Tokyo. Bis zur Abfahrt haben wir noch eine volle Stunde Zeit und so beschließen wir, uns bei Starbucks die Zeit zu vertreiben. Der befindet sich aber am anderen Ende des Bahnhofes, und wir versuchen, um das Gebäude herumzugehen - im strömenden Regen übrigens. Irgendwann geben wir aber auf, Malies Koffer tut was er immer tut (na, wer errät es?), und wir sind nun schon leicht gereizt, da wir endlich fahren wollen. Es regnet nicht nur, es ist auch ziemlich kalt, und wir sind erleichtert, als wir im Shinkansen sitzen. Mit Onigiri und Donuts bewaffnet genießen wir die 2,5 Stunden im komfortabelsten Zug der Welt bis... ja, bis der Schaffner kommt. Ich zücke meinen Japan Rail Pass und auch die Reservierungskarte, Malie hingegen findet das Kärtchen nicht und kann nur mit dem Rail Pass dienen. Der Schaffner meint, dass er einfach später noch einmal vorbei kommt, und Malie und ich suchen gemeinsam nach der Reservierung, aber wir können sie einfach nicht finden. Wir befürchten, dass wir im schlimmsten Fall aussteigen und eine neue Reservierung für den nächsten Zug machen müssen, und das wäre uns gar nicht recht. Jedes Mal wenn der Schaffner vorbeikommt tun wir so, als würden wir schlafen, damit er uns nicht anspricht xD Wir finden die Karte irgendwann am Boden liegend und bemerken, dass das gar nicht Malies Reservierung, sondern meine war - also hab ich sie verloren und Malie hat sich umsonst Vorwürfe gemacht. Der Schaffner hat aber nicht mehr weiter nachgefragt, da haben wir uns umsonst Sorgen gemacht ^^



In Shinagawa angekommen müssen wir uns erst einmal orientieren und zur Yamanote Line gehen. Schon jetzt freue ich mich tierisch - Kyoto ist zwar wunderschön, aber mein Herz gehört einfach nach Tokyo, ohne Zweifel! Wir fahren etwa zehn Minuten bis wir die Hamamatsucho Station erreichen und plötzlich sind wir in einem Gebäude, das nicht wirklich nach einem Bahnhof aussieht. Unendlich viele Salary Men mit Aktenköfferchen und Anzügen laufen an uns vorbei, und wir kennen uns gar nicht mehr aus. Als wir nach häufigem Nachfragen endlich den Ausgang finden, sehen wir "World Trade Center" am Schild stehen - aha, wie sind wir denn da rein geraten?!

Hachiko

Jedenfalls sind wir nun endlich in Tokyo, endlich an der richtigen Station und müssen jetzt nur noch ca. 15 Minuten bis zum Hotel gehen. Google Maps lotst uns und wir marschieren los. Bis Malies Koffer wieder einmal umfällt. Und noch einmal. Und wieder. Und nach etwa einer dreiviertel Stunde (oder gar mehr) kommen wir am Tokyo Grand Hotel an. Als wir die Lobby betreten bin ich mir sicher, dass wir hier falsch sind, denn alles sieht so edel aus, die Einrichtung erinnert uns irgendwie an die Titanic. Rund herum sehen wir nur Leute in Anzügen. Wir hingegen tragen zerrissene Jeans, Chucks, und sind von oben bis unten durchgeschwitzt - hätten wir gewusst, wo wir da hingeraten, dann wären wir in edlerer Robe erschienen! XD Unsere Koffer werden auf unser Zimmer gebracht, welches sich im 14.Stock befindet und einen grandiosen Ausblick auf den Tokyo Tower bietet - fuck yeah!


Nachdem wir uns kultiviert haben machen wir uns auf den Weg nach Shibuya, da wir uns dort mit einer Internet Bekanntschaft von Malie und deren Freundin treffen wollen. Nach den ersten Fotos an der Hachiko Statue spazieren wir auch schon los und treffen uns mit Sandy und Susanne bei Bershka. Die beiden nehmen uns mit zu Village Vanguard und danach gehen wir zum Club Sega um Puris zu machen. Es ist schon irgendwie komisch, dass man mitten in Tokyo zwei Mädels aus Berlin trifft. Zwar haben wir uns bereits einen Tag zuvor abgesprochen und verabredet, aber trotzdem finde ich solche Treffen toll :) Gemeinsam wollen wir japanisch essen gehen, wir landen aber versehentlich in einer Art Pizzeria. Auch egal, Hauptsache Essen! Susanne bestellt für uns Umeshu und wir sind sofort angetan von dem Pflaumenlikör. Nach dem Essen verabschieden wir uns, denn Malie und ich müssen noch zum Konbini. Bevor wir zurück zum Hotel fahren, machen wir noch einmal Puris, da kann man nie genug von haben :P Bei der Smoking Area am Hachiko Denkmal spricht uns ein junger Japaner auf Englisch an. Er erzählt uns, dass sein Freund ein Auge auf uns geworfen hat, sich aber nicht traut, uns anzusprechen. Interessanterweise ist dieser Freund leider auch gar nicht aufzufinden xD Aber sehr lieb von ihm, wie er all seinen Mut zusammengenommen hat, um mit uns zu sprechen :)





Am Weg zum Hotel begegnen wir noch einem Mann, der seinen Hund Gassi führt. Er ist mit dem Fahrrad unterwegs und hält bei uns an. Er fragt, was wir in Japan machen, und wie lange wir noch bleiben. Nach einer kurzen Unterhaltung auf Englisch und einigen Streicheleinheiten für den Hund machen wir uns wieder auf den Weg und fallen ins Bett. Endlich wieder in Tokyo, ich bin so glücklich!




Erkenntnis des Tages
Das ist uns zwar in Kyoto bereits aufgefallen, aber in Tokyo, gerade in Shibuya, wird man öfter darauf aufmerksam. Wahnsinnig viele japanische Frauen tragen High Heels, die mindestens ein bis zwei Nummern zu groß sind. Ich frage mich, warum man sich sowas antut, das muss doch arg anstrengend sein, und doof aussehen tut's auch ein wenig :s

Fettnäpfchen des Tages
Susanne hat als Snack Edamame mit Salz bestellt. Man isst sie, indem man die Sojabohnen aus dem Inneren raussaugt, die Schoten lässt man übrig. Malie hat erstmal kräftig von der Schote abgebissen, bis sie gemerkt hat, dass man nur die kleinen Sojabohnen essen soll. Auf ihr "upsi, ich bin so tollpatschig" ist dann gleich die komplette Bohne runtergefallen :P





Mittwoch, 6. Mai 2015

NIH♡N 2015 - Zauberhaftes Kyoto

Montag, 30.März 2015

Der Wecker klingelt auch heute um acht Uhr morgens und wir stehen auf. Die Sonne scheint schon durch den Vorhang in unser Zimmer und wir sind unglaublich motiviert, gleich das gesamte Gelände des Fushimi Inari Taisha bei Sonnenschein zu erkunden. Als wir in die Lobby runter fahren, stehen vier alte japanische Damen mit uns im Lift, und wir hören sie "kawaii, kawaii" sagen. Als sie bemerken, dass wir sie verstehen, drehen sie sich zu uns um und sagen abwechselnd "kawaii, beautiful, pretty girls, so charming, kawaii" :3 Wir bedanken uns auf Japanisch und eine der Omis kneift mir beim Aussteigen noch in die Wange und sagt erneut "kawaii" - awkward, aber süß :)
Es ist schon am Vormittag so warm, dass wir unsere Jacken ausziehen können, und wir haben die beste Laune, die man haben kann - wie könnte das auch anders sein, wenn man von so niedlichen japanischen Omis gesagt bekommt, wie hübsch man ist ^^ Im Konbini decken wir uns noch mit Proviant ein und dann machen wir uns auf den Weg.




Da wir den Touristenmassen erstmal entgehen wollen, lassen wir den eigentlichen Schrein vorerst aus und gehen einen Waldweg entlang. Nach einiger Zeit verlassen wir diesen und gehen einfach quer durch den Wald, wo wir komplett alleine sind. Die Umgebung ist so schön, die Vögel zwitschern, die Sonne scheint durch die Bäume auf unsere Gesichter und es ist frühlingshaft warm. Die Atmosphäre ist kaum in Worte zu fassen, Kyoto fühlt sich einfach magisch an. Alles um uns herum erinnert an Prinzessin Mononoke, wir sind wahrhaft verzaubert. Nach einiger Zeit drehen wir wieder um und sehen die ersten Torii. Wie zuvor schon so oft im Internet gelesen, jedoch immer verdrängt, ist es schier unmöglich, einen Torii Tunnel ohne durchlaufende Menschen zu fotografieren. Ein oder zwei Mal gelingt es uns aber doch. Da jeder Tourist das selbe Foto schießen möchte sind die meisten Leute so lieb und warten, bis man fertig ist, damit sie einem nicht ins Bild laufen - so auch wir. Der Umgang miteinander, sogar unter Gaijin, ist in Japan einfach ein anderer wie mir scheint. Wann immer wir ein Selfie machen wird uns von vorbeilaufenden Touristen, asiatischer und auch westlicher Abstammung, angeboten, ein Foto von uns zu machen. Im Gegenzug machen wir auch ein Foto von ihnen und meistens wollen sie sogar, dass wir mit aufs Bild kommen. Wie auch eine Gruppe philippinischer Touristen, mit denen wir uns eine Weile unterhalten. Sie sind ganz begeistert von Malies blondem Haar, sie sieht wohl einer philippinischen Schauspielerin sehr ähnlich, wir sind jetzt jedenfalls auf ziemlich vielen philippinischen Familienfotos zu sehen XD Dieselbe Gruppe treffen wir zufällig mehrmals am Gelände, und beim Vorbeigehen begrüßen sie uns immer mit "Hey Austria, busy making Selfies?"

700 meiner insgesamt 2500 Fotos von unserer Reise sind am Fushimi Inari entstanden, es war wirklich unglaublich schön dort. Dem wunderschönen Schrein werde ich nach den Reiseberichten einen separaten Post mit vielen von mir geschossenen Fotos und Informationen zum Gelände widmen. Sobald er online ist, könnt ihr einfach HIER klicken, um zum Beitrag zu gelangen.







Mal wieder sind wir recht spät dran, und wir hetzen ins Hotel um uns umzuziehen. Unterwegs machen wir natürlich noch einige Fotostopps, es sieht hier so Anime-like aus xD Wir lassen Momo über LINE wissen, dass wir uns auch heute etwa eine halbe Stunde verspäten werden und haben nun nicht mehr ganz so viel Stress. Wir treffen Momo um 15:00 Uhr im Starbucks an der Kyoto Station und machen uns mit dem Bus gleich auf den Weg zum Heian Schrein. Warum Momo alle Sehenswürdigkeiten für gestern eingeplant hat, und heute nur noch eine übrig ist, ist uns schleierhaft. Mittlerweile ist es wirklich heiß, fast wie im Sommer! Für 300 Yen können wir einen japanischen Garten betreten, und sind erst einmal nicht wirklich interessiert, weil die Anlage ziemlich kahl aussieht. Je weiter wir aber gehen umso schöner wird die Umgebung, und wir halten alle paar Meter an und machen wieder Fotos.












Nachdem wir uns am Heian Schrein und dessen Parkanlage satt gesehen haben, fahren wir mit dem Bus weiter nach Gion. Und der Bus ist mehr als voll - wir wollen erstmal gar nicht einsteigen. Momo versichert uns aber, dass wir noch genügend Platz hätten, und so kuscheln wir uns an all die anderen Leute im Bus. Wir sind wirklich der Meinung, dass da niemand mehr rein passt, aber immer wieder steigen Leute ein und überzeugen uns vom Gegenteil. Menschliches Tetris hier in Japan! Nach 20 Minuten werden wir erlöst und können aussteigen, endlich. Aber das ist gar nicht so einfach, denn wir kommen nicht bis vorne durch, und so bezahlt Momo für uns mit, und wir sollen hinten aussteigen - Mann ist das ein Gequetsche! XD

In Gion angekommen sind wir erst einmal erstaunt, dass sich so viele Touristen hier tummeln, aber so ist das nun mal. Die Kirschblüten sind dafür aber wunderschön, und die Gassen sind so schmal und alt - hach, Kyoto, wie ich dich liebe! Wir schlendern durch die Straßen und sind fasziniert von den Bäumen, es sieht beinahe so aus als würde es schneien, unfassbar. Da die Sonne bald untergeht ist die Stimmung auch grandios, eine wirklich atemberaubende Atmosphäre! Wir überqueren die Brücke des Kamogawa Flusses und lassen uns am Ufer nieder, um unsere Beine etwas auszuruhen. Schade, dass wir nicht mehr Zeit in Kyoto haben, ein weiterer Tag um nur hier in der Gegend zu sein wäre toll gewesen. Aber dazu haben wir ja im Herbst noch Zeit :D




fotografierende Japaner

fotografierende Japaner again ^^



Was für ein wunderschöner Ort für Verliebte *^*

Ernsthaft - einmal im Leben will ich da mit dem Auserwählten sitzen und an einer Überdosis Romantik leiden *^*





Nach einiger Zeit machen wir uns auf den Weg zu einem Ramen Restaurant. Momo hilft uns bei der Auswahl und wir finden sogar etwas ohne Fleisch für Malie! Mann, ist das lecker! Wir essen bis wir fast platzen, das schmeckt sowas von gut!!! Momo will uns danach noch Souvenir Läden zeigen aber wir lehnen ab. Unsere Füße sind mittlerweile schon sehr mitgenommen und wir können kaum noch laufen, außerdem müssen wir morgen um halb 6 Uhr morgens aufstehen. Wir fahren noch gemeinsam zur Kyoto Station, wo Momo für uns die Sitzplätze für die morgige Shinkansen Fahrt nach Hiroshima reserviert. Danach trennen wir uns und fahren ins Hotel.

Food Porn *///*

Es waren zwei wunderbare Tage, die wir mit Momo verbringen durften, und wir sind wirklich dankbar dafür. Er hat uns so viel gezeigt, sich so viel um uns bemüht, und sich vor allem sehr darüber gefreut, dass wir sein Heimatland so sehr lieben. Leider geht er bald für ein Jahr ins Ausland, und so können wir ihn beim nächsten Aufenthalt leider nicht treffen. Vielleicht beim übernächsten Mal wieder :)




Erkenntnis des Tages
Zwei Tage sind für Kyoto wirklich zu wenig. Auch wenn Momo einen tollen Zeitplan erstellt hat, und wir wahnsinnig viel gesehen haben, konnten wir die einzelnen Orte nicht ausgiebig genießen, da uns einfach die Zeit fehlte. Beim nächsten Mal dann mindestens 4 Tage!

Frage des Tages
Wie schaffen es die Japaner, sich im Bus so aneinander zu quetschen? Bei uns Zuhause würde der Bus bei so vielen Leuten nicht einmal losfahren. Wirklich faszinierend!