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Freitag, 8. Mai 2015

NIH♡N 2015 - Miyajima und die Rehe

Dienstag, 31.März 2015

Heute schälen wir uns schon um kurz vor sechs Uhr aus dem Bett, denn wir fahren nach Hiroshima. Überpünktlich haben wir an der Kyoto Station sogar noch Zeit, um uns ein Frühstück bei Starbucks zu holen, bevor unsere Reise mit dem Shinkansen um 08:00 Uhr beginnt.

Mango Frappuccino *^*

Was ich bei der Fahrt von Shinagawa nach Kyoto noch nicht ganz gerafft habe: im Shinkansen gibt's ne Smoking Area :D Yiss, gleich rein da, das ist Luxus pur - liebe ÖBB, wie wär's? Als ich die vernebelte Kammer betrete, verlässt eine blonde Frau ebendiese mit den Worten "du, i geh nu schnö aufs Klo, gö". Heimatliche Klänge am anderen Ende der Welt! Als sie weg ist frage ich die noch rauchende Frau, ob sie aus Österreich kommt, und tatsächlich, die beiden sind aus Oberösterreich, genau wie Malie. Was ist das denn für ein Zufall? Wir plaudern noch eine Weile über unsere Reiserouten und gehen dann wieder zurück auf unsere Plätze. Die Österreicher sitzen zufällig direkt vor und hinter uns - in einem Zug mit 16 Waggons, mehr als 9000km von Zuhause entfernt, einfach irre. Nach zwei Stunden sind wir dann in Hiroshima und müssen nun mit einem Regionalzug weiter nach Miyajimaguchi - kein Problem, mit dem Rail Pass kommen wir voll VIP überall schneller durch und erwischen gleich den nächsten Zug. Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt sind wir dann da, und man kann schon das Meer riechen. Unglaublich, wie viele Kilometer wir in den letzten paar Tagen schon zurückgelegt haben! Auf der Suche nach einer Smoking Area begegnen wir einem japanischen Wachmann, der uns, anstatt uns den (wirklich unkomplizierten) Weg zu erklären direkt zur Smoking Area begleitet, und uns einen schönen Aufenthalt auf Miyajima wünscht - so lieb. Dank unseres Rail Passes können wir die JR Fähre kostenlos nutzen. Die Überfahrt dauert nur etwa zehn Minuten, dann können wir von Bord und endlich zu den Rehen und dem roten Torii image



Austernfarmen in der Bucht

Gleich als erstes kontrollieren wir noch einmal, ob auch alles, was wir an Papier (Rail Pass, Reisepass) dabei haben gut und sicher verstaut ist, denn nach nur fünf Minuten beobachten wir einen deutschen Touristen, der erbittert mit einem Reh um seine Papiertasche kämpft. Das Reh hat übrigens gewonnen. Wir wissen gar nicht, wo oder was wir zuerst fotografieren sollen, sooo viele niedliche Rehe und die wunderschönen Gassen - ahhh, ich hoffe, dass unsere Speicherkarte ausreicht! Mit unserem Selfie Stick bewaffnet setzen wir uns zu einem Reh und machen Fotos - anscheinend sieht das für Außenstehende furchtbar komisch aus, denn wir werden fotografierenderweise fotografiert und hören von allen Seiten "kawaii". Wir hätten eigentlich eine Liste führen sollen um all die "kawaii" Ausrufe zu dokumentieren - beim nächsten Mal dann! Nachdem wir vorerst genügend Rehe fotografiert haben machen wir uns auf den Weg zum Strand. Leider ist es sehr trüb und und auch etwas kühl, aber trotz allem wunderschön. Ich war schon so lange nicht mehr am Meer und freue mich, den Wellen zuzuhören, während ich am Strand sitze und Rehe beobachte. Irgendwie unwirklich das alles - am Strand Rehe beobachten, unweit der vor 70 Jahren zerstörten Stadt, auf einer heiligen Insel, und das als Atheist, Gefühlschaos.

Der Kampf um die Papiertasche



Unsere nächste Station ist das berühmte rote Torii, das mitten im Wasser steht. Als wir dort sind ist gerade Ebbe, und so können wir bis fast ganz nach vorne laufen, genau wie all die anderen Touristen. Wenn man es auf den Fotos sieht, glaubt man gar nicht, wie groß das Torii tatsächlich ist, aber steht man davor, dann kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus. Ich war zwar 2006 schon mal hier ,aber so groß hatte ich es nicht in Erinnerung. Schönes symbolisches Eingangstor für einen schönen Schrein.







Ich weiß nicht wie es Malie geht, aber die Stimmung ist heute irgendwie anders, nicht schlecht, aber angespannt. Wir wollen später nochmal zum Wahrzeichen Miyajimas zurück und bezahlen erstmal den Eintritt zum Itsukushima Schrein. Wir spazieren durch und machen einige Fotos, aber irgendwie versaut uns das Wetter die Stimmung. Wir beschließen, uns auf den Weg zum Mt. Misen zu machen, bzw. zum Miyajima Ropeway, denn für eine Wanderung auf den 535m hohen Berg sind wir nicht adäquat gekleidet, und Zeit haben wir auch nicht, und faul sowie unsportlich sind wir obendrauf XD Also spazieren wir durch die wunderschönen Gassen von Miyajima, gehen in diesen und jenen Souvenirshop, und folgen den Schildern. Unterwegs treffen wir wieder und wieder auf freilaufende Rehe, die wir erneut gnadenlos fotografieren.







Mit dem Ropeway geht's um 1800 Yen (Roundtrip Ticket) einmal mit der (meiner Meinung nach) wackeligsten Seilbahn der Welt für zehn Minuten hoch. Zu meinem Entsetzen sind wir dann aber noch nicht ganz angekommen! Mit einer anderen, stabiler wirkenden Seilbahn geht es noch einmal weiter. Ganz oben angekommen können wir dann auf die umliegenden Inseln und das Meer blicken. Es muss bei klarem Wetter ein traumhafter Ausblick sein, leider ist es immer noch sehr trüb, und so kommt die tolle Aussicht auf den Fotos nicht so gut rüber. Wir schießen einige Fotos und machen uns nach einer halben Stunde wieder auf den Weg ins Tal. Unten angekommen spüren wir zum ersten Mal die Strapazen der letzten Tage. Wir sind wirklich ausgelaugt und schwach, daher setzten wir uns hin, essen erstmal etwas und fotografieren die umherstreunenden Rehe. Jo, die haben's uns wirklich angetan.


Die Reh-Gang




Ausblick von ganz oben




Die rüttelnde Seilbahn D:

Sakura-Spielereien mit der Handycam


DAS BEWEISFOTO!!!

Mein neuer Freund und ich

Um 16:00 Uhr machen wir uns auf den Weg, wir wollen auf keinen Fall den Shinkansen verpassen, und müde sind wir auch. Mit der Fähre zurück nach Miyajimaguchi, mit dem Regionalzug zurück zur Hiroshima Station und hier erstmal eine Stunde lang auf den reservierten Zug warten. Wir holen uns Onigiri und suchen geschlagene 20 Minuten nach einer Smoking Area, sowohl in als auch um den Bahnhof herum, aber wir finden keine. Wenn's irgendwo eine Smoking Area gibt, dann doch am Bahnhof, oder hab ich das die letzten drei Mal in Japan falsch verstanden??? Da wir keine finden rauche ich einfach so, ich bin angepisst und das merkt man mir auch an. Irgendwann können wir endlich zu den Gleisen und wir warten, ausgefroren und erschöpft, auf den Shinkansen, der uns bis nach Shin-Osaka bringt. Wir sitzen diesmal getrennt von einander, was aber nicht weiter schlimm ist, denn wir schlafen gleich nach Abfahrt ein. In Shin-Osaka steigen wir um und fahren noch 1-2 Stationen bis zur Kyoto Station. Ab diesem Zeitpunkt kann ich mich gar nicht wirklich an den Ablauf erinnern, wir waren wohl wirklich kaputt! Im Hotel beschließen wir dann, doch schon gegen Mittag und nicht erst abends nach Tokyo zu fahren, da es morgen arschkalt werden, und obendrein noch regnen soll. Auch wenn unsere Füße nach so einem Tag zu nichts mehr zu gebrauchen sind, hat sich der Ausflug nach Miyajima auf jeden Fall gelohnt!


Erkenntnis des Tages
Rehe sind blutrünstige Monster! Naja, nicht ganz, aggressiv können die aber schon werden, wenn man etwas zu essen (in deren Fall kann das auch gerne Papier oder eine Plastiktüte sein XD) in Händen hält. Von Malies süßer Studio Ghibli Tasche haben die Viecher gleich mal einen Riemen abgebissen - es gibt sogar ein Beweisfoto!

Frage des Tages
Warum isst man freiwillig Natto? D: Wir haben uns aus Neugierde eine Packung geholt und bähhh, das stinkt! Sooo schrecklich wie befürchtet schmeckt es zwar nicht, aber es sieht sowas von eklig aus. Aus Jugendschutzgründen mag ich nicht aussprechen, woran die glitschige Konsistenz erinnert, aber das sollte euch aufgrund meiner Umschreibung jetzt auch klar sein XD




Freitag, 20. März 2015

Countdown!!!

YATTA! Die Zeit seit der Buchung im Dezember ist wie im Flug vergangen, die letzten Tage sind gezählt, und in exakt einer Woche fliegen Malie und ich nach Japan *0*
Unsere Vorfreude ist kaum noch auszuhalten und wir können an fast nichts anderes mehr denken (ich zumindest xD). Schön langsam wird's wirklich ernst, die Yen sind schon da, die Packlisten geschrieben, der Selfie-Stick gekauft und von mir aus könnten wir morgen schon fliegen, ach was, SOFORT!!! :3

Aber was steht denn nun eigentlich alles auf unserem Japan-Plan?
Wir werden am Samstag, den 28.03.2015 gegen Nachmittag in Tokyo Narita landen, und uns anschließend auf den langen Weg nach Kyoto machen. Dieser Tag ist komplett vergeigt, also geht's erst am Sonntag und nach genügend Schlaf so richtig los, hoffentlich ohne Jetlag!!!
Den Sonntag und Montag werden wir nutzen, um alles Sehenswerte in Kyoto abzuklappern - ganz besonders freuen wir uns auf den Inari Fushimi, Arashiyama und Gion.
Wir haben überlegt, uns einen Kimono auszuleihen, außerdem wollen wir uns mit meiner Internetbekanntschaft Momo verabreden - mal abwarten, ob sich das zeitlich auch wirklich vereinbaren lässt.
Am Dienstag (31.03.) geht's dann für einen Tagesausflug nach Miyajima, auf die "Reh-Insel", wenn man sie so nennen mag. HIER geht's zum Eintrag, in dem ich über meinen Besuch auf Miyajima im Jahr 2006 geschrieben habe. Laut Google kann man die Insel in der Bucht von Hiroshima innerhalb von knappen drei Stunden mit dem Shinkansen von Kyoto aus erreichen - und da wir ohnehin über den Japan Rail Pass verfügen, können wir ganz ohne Geldsorgen in den japanischen Hightech Zug hüpfen, und uns gen Süden fahren lassen :) Falls uns noch etwas Zeit bleibt, wollen wir gerne noch durch Hiroshima spazieren, denn auf dem Heimweg von Miyajima müssen wir ohnehin dort umsteigen. Wir werden sehen :)


Da legen wir ja doch einiges an Kilometern zurück D:


Am Mittwoch (01.04.) werden wir uns, nach ausgiebigem Sightseeing, gegen Abend von Kyoto verabschieden, und mit dem Shinkansen in Richtung Megacity Tokyo düsen. Und spätestens da wird Malie die Luft weg bleiben - denn das bunte und skurrile Tokyo ist doch ein starker Kontrast zum spirituellen Kyoto, für Japan-Neulinge ganz besonders. Und ich bin mir sicher sie wird es lieben.
Da wir die meisten Dinge ohnehin beide sehen wollen, haben wir uns für Tokyo auf folgende Fixpunkte geeinigt: Akihabara, Harajuku, Asakusa, Shibuya und Shinjuku.
Ein Treffen mit Michael sowie mit meiner japanischen Freundin Reina ist auch geplant - oh Mann, wir hätten besser vier als nur zwei Wochen bleiben sollen xD
Alles was sonst noch passiert, entscheiden wir spontan, oder wenn es die Gegebenheiten zulassen - zum Beispiel das Ghibli Museum und der One Piece Vergnügungspark.
Am Sonntag (05.04.) werden wir übrigens für einen Tag ins nahe gelegene Kawasaki fahren um am Kanamara Matsuri, auch bekannt als "Steel Phallus Festival" oder "Penis Festival" teilzunehmen, und um uns kaputt zu lachen XD



Wir werden uns also von 28.03. - 01.04. in Kyoto (mit eintägigem Aufenthalt in Miyajima/Hiroshima) befinden, und dann von 01.04. - 09.04. in Tokyo.
Am Donnerstagabend (09.04.) fliegen wir (erneut via Shanghai) nach München zurück, wo wir am Freitag (10.04.) früh morgens landen, und von meinem Freund abgeholt werden :D Die ersten Reiseberichte, oder zumindest ein kleines Lebenszeichen, werden also entweder schon am Freitag Abend, ansonsten am Samstag oder spätestens am Sonntag folgen. Fotos und kurze Berichte gibt's in den zwei Wochen leider nur auf My Japan Diaries bei Facebook sowie auf meinem Instagram Account.

Cherry Blossom Forecast von Japan-Guide.com

Ah ja, übrigens:
Wenn man dem Cherry Blossom Forecast Glauben schenken mag, dann sieht's ziemlich gut für uns aus, gerade was Tokyo betrifft, denn das wichtigste an der Reise sind uns eigentlich die Kirschblüten!
Ich hoffe inständig, dass das Wetter in Japan uns keinen Strich durch die Rechnung macht, sondern wirklich frühlingshaft und trocken ist, sodass wir unsere (insgesamt) 64GB Kameraspeicher auch schön mit Kirschblüten Bildern voll bekommen *///*



Samstag, 28. Juni 2014

Money money money... #1

...must be funny, in the rich man's world.
Ihr habt jetzt auch 'nen Ohrwurm? Bitte, gern geschehen!

Einige von euch haben mich gefragt, wie ich in Tokyo eigentlich mit dem Geld ausgekommen bin, wie viel der Flug gekostet hat, und was ich sonst noch für Ausgaben hatte, und deshalb hab ich mir gedacht, dass ich euch die Fragen nun auf diesem Weg beantworten werde.
Da ich gerne etwas abschweife, werde ich euch auch gleich erzählen, wie das Hostel/das Hotel war, wenn ich schon dabei bin ^.^

Nummer 1 - das Hostel/das Hotel
Wie fang' ich denn jetzt an?
Am besten chronologisch.
Wie ihr bestimmt wisst, habe ich im Dezember im Sakura Hostel Asakusa genächtigt.
Ich hätte mir niemals vorstellen können, ein Zimmer mit fünf fremden Personen zu teilen, aber da ich auf Michaels Blog nur gutes über Hostels in Japan Tokyo gelesen habe, und mein Portemonnaie auch gerade auf Diät war, habe ich mich nach langem Hin und Her für das Sakura Hostel entschieden.
Für 5 Nächte sind EUR 150,-- ein ganz "okayer" Preis, wenn man bedenkt, dass man nur zwei Minuten vom Senso-ji entfernt ist.
Sowohl vom Narita als auch vom Haneda Airport ist das Hostel sehr einfach zu erreichen, und für Dummies wie mich gibt es eine ausführliche Beschreibung des Weges auf der Sakura Hostel Homepage (sogar mit Bildchen und Pfeilen!!!)
Panisch wie ich bin, habe ich mit dem Hostel Staff bereits im Vorfeld einige Mails ausgetauscht, um alles genau zu hinterfragen, und die Herrschaften haben mir binnen weniger Stunden und in super Englisch geantwortet.
Das Hostel kann ich vor allem Alleinreisenden empfehlen, weil man super schnell Leute aus aller Welt kennenlernt - ich denke, dass es auch für Gruppen gut geeignet ist.
Paaren empfehle ich dann doch lieber ein Hotel, dafür hab ich mich bei der Reise mit meinem Freund dann ja auch entschieden, falls ihr versteht...

Und da kommen wir auch schon zum Villa Fontaine Ueno.
Eigentlich wollte ich mindestens fünf andere Hotels buchen, aber da ich das Buchen dann immer wieder hinausgeschoben habe, war das Villa Fontaine das einzig gute, das noch zu haben war.
Und ich bereue gar nichts!
Pro Person haben wir EUR 300,-- für 6 Nächte bezahlt, sogar inkl. Frühstück.
Das Hotel liegt etwa 5-10 Minuten von verschiedensten U-Bahn Stationen entfernt und man kann auch Akihabara zu Fuß in nur 15 Minuten erreichen.
Wir hatten die Wahl zwischen einem Raucher- oder Nichtraucher Zimmer und haben uns für ersteres entschieden, aber auch nur deshalb, weil das mit dem Rauchen in Tokyo ja bekanntlich nicht so einfach ist, und wir so im Fall der Fälle morgens schon mal "vorausrauchen" hätten können.
In der Lobby konnten wir das kostenlose Wlan nutzen (ich hatte sogar zu Stoßzeiten 3G) und unser Zimmer wurde täglich geputzt - das Bett wurde neu überzogen, wir bekamen frische Handtücher und alles war blitzblank und beinahe steril!

Nummer 2 - Herumkommen
Ein weiterer wichtiger Punkt, dem ihr beim Planen eurer Reise nicht zu wenig Beachtung schenken solltet!
Die meisten von euch werden wahrscheinlich am Flughafen Tokyo Narita landen (behaupte ich jetzt mal ganz frei nach dem Motto - so wie es bei mir ist ist es bei jedem anderen auch! Nee, Quatsch, die meisten Flüge aus Europa kommen dort an) und bereits im Vorfeld verwirrt durch die vielen Möglichkeiten sein, um in die Stadt zu kommen.
Ich alter Sparfuchs habe mich natürlich für die günstigste Variante, den Access Express für 1290,-- Yen pro Strecke entschieden.
Finde ich preislich ganz okay, man kommt auch wirklich "schnell" (~eine Stunde) und ohne Umstände bis nach Asakusa (und außerdem fährt man durch wunderschöne Landschaften und Reisfelder *o*).
Das Ticket kann man übrigens am Flughafen kaufen, einfach am Informationsschalter nachfragen, dann schicken die euch zu den Bahnen, wo man auch ganz einfach das Ticket kaufen kann.
Variante 1:
Ihr habt vor, genau wie ich, eine Woche in Tokyo zu verbringen?
Dann empfehle ich euch, euch eine Suica oder Pasmo Card zuzulegen.
Darüber und generell über das Transportwesen wird ein separater Post folgen.
Diese Karte könnt ihr in jeder U-Bahn Station mit Geld aufladen und müsst sie beim Durchlaufen der Gates einfach nur an einen Sensor halten (so wie in London, falls jemand schon mal da war).
Am besten haben mir die japanischen Damen gefallen, die ihre Suica/Pasmo Card wohl irgendwo in ihrer Tasche hatten, und beim Durchgehen einfach mal die komplette Handtasche auf den Sensor geknallt haben, bis es gepiepst hat, und sie durchgehen konnten xD
Ihr könnt natürlich auch einzelne Tickets kaufen - das Foto unterhalb zeigt die Preise an.
Ihr steht also an einer Station (die gelb hinterlegte links unten) und wollt beispielsweise nach Asakusa (Endstation Ginza Line, die orange, rechts oben) - macht also 230 Yen für die Strecke (steht da 230? Ich kanns nicht lesen, aber ihr dürftet verstehen, was ich meine xD).
Plant eure Tage in diesem Fall einfach so, dass ihr Stadtteile, die in der Nähe liegen, an einem Tag abklappert (wie zum Beispiel Shibuya und Harajuku oder Asakusa und Ueno) - oder ihr macht es einfach wie ich, und fahrt nach Lust und Laune quer durch die Stadt ^.^
Ich denke, dass ich insgesamt für die Fahrten nicht mehr als EUR 70,-- ausgegeben habe, grob geschätzt.

Tokyo Metro Map

Variante 2:
Ihr wollt ein bisschen mehr als nur Tokyo sehen, und auch mit dem Shinkansen fahren?
Dann besorgt euch bereits VOR DER REISE einen Japan Rail Pass.
HIER findet ihr alle Infos rund um den Rail Pass, auch eine Preisliste - kaufen könnt ihr ihn in jedem Reisebüro oder auch online :)
Auf den ersten Blick kommen euch die Preise vielleicht überteuert vor, aber wenn ihr wirklich quer durch Japan reisen wollt, lohnt es sich!
Eine Fahrt von Tokyo nach Hiroshima kann laut Google Maps mit dem Shinkansen schon mal EUR 100,-- pro Strecke kosten, da seid ihr mit dem Rail Pass wirklich besser unterwegs.
Außerdem könnt ihr hiermit jedes öffentliche Verkehrsmittel im gesamten Land nutzen, sogar die Fähre von Hiroshima nach Miyajima ist inkludiert!

Weiter geht's in Teil 2 :)

Montag, 21. April 2014

Across Japan 2006 Teil 2

Tag 4 - 17.07.2006
Erneut müssen wir früh aufstehen - denn heute geht es mit dem Shinkansen nach Hiroshima!
Unsere japanische Reiseleiterin Kyoko hat uns allen unsere Japan Rail Pässe ausgeteilt, mit denen können wir nun jeden Zug, jeden Shinkansen und jedes andere öffentliche Verkehrsmittel in ganz Japan nutzen.
Wir sind begeistert von diesen fortschrittlichen Hochgeschwindigkeitszügen - die Japaner verstehen einfach was von Technik.
Die Fahrt ist angenehm und ruhig, die Disziplin der Japaner in öffentlichen Verkehrsmitteln liegt in der Luft, undenkbar in Österreich.
Gleich nach unserer Ankunft begeben wir uns auf eine Fähre, die uns auf die wunderschöne Insel Miyajima bringen soll - das Highlight meiner Reise.
Nach einer Stunde kommen wir endlich an und ich bin den Tränen nahe, das rote Torii im Wasser zeigt sich in vollem Glanze, und alles ist noch viel schöner, als ich es mir jemals hätte erträumen können.





Miyajima gilt bereits seit frühhistorischer Zeit als heiliger Ort.
Die wohl größte Besonderheit sind die freilaufenden Rehe, die es vor allem auf Papier abgesehen haben! (laut unserer Reiseleiterin soll man seinen Pass sehr gut verstauen, denn es ist bereits vorgekommen, dass die Rehe die Reisepässe von Touristen geschnappt und gegessen haben)
Noch nie zuvor habe ich ein Reh gestreichelt, und hier laufen die auf einen zu als wäre man Futter!
Früher durfte es auf der Insel übrigens weder Geburten noch Todesfälle geben, da dies als unrein angesehen wurde.
Frauen dürfen Miyajima erst seit dem 20. Jahrhundert betreten - na Gott sei dank haben wir 2006!

Itsukushima Schrein



Itsukushima Schrein - auf Pfeilern im Wasser gebaut

Wir haben etwas Zeit, die Insel zu erkunden und Souvenirs zu kaufen.
Ich lasse wieder mal ein paar Bilder sprechen :)

die alten Gassen Miyajimas


Pilgerweg auf den Gipfel des heiligen Berges Misen

die Rehe und ich - mein Look war ja unschlagbar!





alte No-Bühne

Nachdem wir uns alle wieder versammelt haben, fahren wir zurück ans Festland.
Ohne eine Pause geht es weiter zum Friedenspark in Hiroshima, wo wir den bekannten Dom und einige Denkmäler besichtigen.
Die Geschichten sind so ergreifend, vor allem die, der Sadako Sasaki.
Bereits vor unserer Reise hatte ich das Buch "meine Schwester Sadako" gelesen - ich war eine der wenigen, die die Geschichte bereits kannten.
Das Buch möchte ich euch ganz nebenbei sehr ans Herz legen, es lohnt sich wirklich, es zu lesen.
Sadako lebte in Hiroshima und musste die Auswirkungen in Form von Krebs miterleben.
Im Krankenhaus faltete sie monatelang 1000 Kraniche aus jedem Schnipsel Papier, den sie ergattern konnte, denn laut einer alten japanischen Sage hat man dann einen Wunsch frei.
Das Ende lasse ich erstmal offen...
Jährlich kommen zum Gedenken viele Schulklassen nach Hiroshima und bringen ihre selbst gefalteten Kraniche zum Denkmal.

zerbombter Dom

Denkmal für Sadako

Origami Kraniche von japanischen Schulklassen

Nachdem wir auch noch das Museum besuchen, ist die Stimmung sehr gedrückt.
Die Geschichten der Opfer sind einfach zu traurig.
Es sind verkohlte Brotboxen von Schulkindern ausgestellt, auch einige von Sadako gefaltene Kraniche kann man bestaunen.
Nach der ein oder anderen Träne machen uns alle schweigend auf den Weg zum Abendessen - heute gibt es Okonomiyaki!
Es besteht aus Kohl, Wasser, Mehl und Dashi, dazu kommen noch diverse Fleisch- oder Fischsorten, Eier - die Zutaten variieren von Region zu Region.

Shopping-Meile in Hiroshima

die Zubereitung von Okonomiyaki


das Endergebnis, jedoch noch ohne den Sirup, der darüber kommt


Tag 5 - 18.07.2006
Heute geht es weiter nach Himeji, wo wir die Burg des weißen Reihers, Shirasagi-jo, besichtigen werden.
Leider habe ich nur noch wenige Erinnerungen, was diesen Tag betrifft, und laut meinen Aufzeichnungen ist auch nichts wirklich Aufregendes passiert, außer der Besichtigung der Burg.
Die Himeji-Burg galt früher als uneinnehmbar und wurde im zweiten Weltkrieg zwar bombardiert, jedoch nur wenig beschädigt.

verregneter Blick auf die wunderschöne Burg



ich liebe diese Dächer!



Koi Karpfen im Park vor der Burg