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Mittwoch, 24. Juni 2015

NIH♡N 2015 - von Möpsen, Maids und Mangas

Samstag, 4.April 2015

Achtung, einige der Inhalte sind für Leser unter 18 Jahren nicht geeignet.
Das juckt euch wahrscheinlich kaum und ihr werdet trotzdem weiterlesen, falls ihr noch nicht so alt seid, aber ich hab euch zumindest darauf hingewiesen ^^ Manga-Boobies incoming!

Nachdem mir der Weg bis zur Hamamatsucho Station viel zu lange vorkommt, wollen wir will ich heute herausfinden, ob es auch einen kürzeren gibt. So machen wir uns gemütlich auf den Weg, erkunden unsere Hood, und laufen in die Richtung, die uns richtig vorkommt. Irgendwann stehen wir am Wasser, die Yamanote Station ist nirgendwo zu sehen und wir sind offensichtlich falsch. Wir haben uns verlaufen, und zwar so arg, dass wir ohne Google Maps garantiert nicht mehr zurück gefunden hätten xD Nachdem wir die letzten 1,5 Stunden also sehr sinnvoll genutzt haben, machen wir uns nun auf den Weg mach Akihabara, und kommen nach nur wenigen Stationen dort an.


lost in Minato-ku...
Nach einer Zigarette in der mir bereits bekannten Smoking Area gehen wir los - durch die Unterführung und rein in die "Akihabara Electrical Town". Malies Augen hättet ihr sehen sollen, sie gleichen denen eines kleinen Kindes an Heiligabend. Egal wie oft ich schon hier war, dieser Teil von Tokyo flasht mich immer wieder aufs Neue. Es ist wahnsinnig laut und schrill hier, das alles ist so unwirklich. Freizügige Manga Figuren an den Häusern, ein Sex Shop mitten am Weg, hier und dort eine Maid... Verrückt, einfach nur verrückt! Vielleicht kann sich der ein oder andere noch an meinen unabsichtlichen Besuch im Sex Shop von 2013 erinnern, wenn nicht, dann könnt ihr das alles HIER nachlesen. Damals hatte ich gedacht, dass hier Perücken und Maid Kleider verkauft werden - in der fünften Etage bin ich dann, nachdem ich nichts von beidem gefunden hatte, umgekehrt. Diesmal sind Malie und ich bis hoch in den sechsten Stock gegangen und siehe da, Wigs und Maid Kleider so weit das Auge reicht! Etwas aufreizender und knapper als in anderen Stores zwar, aber für uns völlig okay. Wir dürfen die Sachen sogar probieren! Der Herr an der Kasse packt unsere Einkäufe in eine Tüte, diese stellt er dann in eine braune Papiertasche, damit niemand draußen sieht, wo wir eingekauft haben - genial! Wir erkunden natürlich auch die anderen Stockwerke und wissen meistens gar nicht, was das alles für Sachen sind, aber vielleicht wollen wir das auch gar nicht xD Wir sind jedenfalls nicht die einzigen Touristen, die sich hierhin verirrt haben.










Danach steuern wir einen mehrstöckigen Club Sega an, denn solange die Haare noch gut aussehen, müssen Puris gemacht werden! Bei vielen Puri Anbietern kann man Cosplays ausleihen und sich vor Ort umziehen, so wie wir das bereits gestern in Yokohama gemacht haben. Wir entscheiden uns aber dafür, unsere neuen Errungenschaften aus dem Sex Shop anzuziehen und gehen in die Umkleiden. In diesem Club Sega gibt es sogar eine "Girls only area", die, welch Überraschung, nicht von Männern betreten werden darf. Als wir nach all dem Styling an einem geeigneten Puri Automaten ankommen, sehe ich vorsichtig unter dem Vorhang durch. Da keine Füße zu erkennen sind, öffne ich den Vorhang ein Stück und BÄM XD da hat wohl jemand die girls only area missachtet und jo xD natürlich ziehe ich den Vorhang schnell wieder zu und drehe mich zu Malie um. Oh Mann, die Maschine hat sogar Fotos gemacht - wer will den solche, äh, intimen Puris haben? Und ich will nicht wissen, wie die dann aussehen xD Mensch Kinder, das war ganz schön awkward! Aber wahrscheinlich war die Situation für das Pärchen noch viel peinlicher als für uns. Wie auch immer xD





Nach diesem interessanten Puri-Vorfall, und nachdem wir endlich auch selbst welche gemacht haben, gehen wir in Richtung Manga Store. Ich entlasse Malie in ein siebenstöckiges Gebäude aus ihren wildesten Fantasien und vertreibe mir die Zeit, wer hätt's gedacht, bei Starbucks und in der Smoking Area. Irgendwann schreibt mir Malie auf WhatsApp, dass ich doch bitte kommen solle, weil sie gerne in den Hentai Stock möchte, aber sich alleine nicht traut xD Ich eile ihr zu Hilfe und wir gehen hoch. Da sind wir 22 & 23 Jahre alt, aber bei gezeichneten Brüsten werden wir beide rot und fangen an zu kichern. Bin ich froh, dass Malie in gewissen Situationen genauso unreif ist wie ich ^^









Malie möchte unbedingt mal ein Maid Café von innen sehen, und so machen wir uns auf den Weg zu Maidreamin. Da war ich bereits im vorigen Jahr und ich weiß also, was auf uns zukommen wird. Als wir rein kommen, läuft gerade die Show, die dieses Mal nicht so cool ist, wie damals. Wahrscheinlich weil der Song nicht von AKB48 ist xD Wir werden zu einem Tisch gebeten und eine der Maids kommt zu uns her. Sie bringt uns eine elektrische Kerze und labert irgendwas von wegen Zauberei und Prinzessinnen. Wir sollen gemeinsam von drei runter zählen, und wow, als wir bei eins angekommen sind leuchtet die Kerze plötzlich auf, die Maid applaudiert, wir sind verwirrt. Ja, das war halt unsere Zauberkraft, wie uns gesagt wird. Nachdem wir nicht vor haben, unser gesamtes Geld hier drinnen zu verschleudern, bestellen wir nur ein Glas Umeshu, denn das ist auch schon teuer genug. Da kommt außerdem noch die Tischgebühr für eine Stunde hinzu und das läppert sich dann schon ordentlich. Wir sehen uns eigentlich nur im Café um, analysieren die Gäste, und sind erleichtert, als wir sehen, dass all die anderen Touristen genau so verwirrt zu sein scheinen wie wir. Ein älterer, betrunkener Japaner betritt das Café und die Maids rufen ihm zu. Nach längerer Beobachtung stellt sich heraus, dass der Herr hier Stammkunde ist, und die Maids schon genau wissen, was er bestellt. Sie kennen sogar seinen Namen O.o Jedem das seine, ohne Frage, aber es schockiert mich trotzdem, dass es Leute gibt, die hier häufiger rein kommen. Merken die nicht, dass es der Job der Maids ist, kawaii/hot/freundlich zu sein, oder stören die sich nicht dran? Malie und ich sind uns zum Glück einig, wir finden das alles so erzwungen und gehen zur Kasse, noch bevor die Stunde um ist.


Nachdem unsere Mägen mittlerweile auch schon ordentlich knurren machen wir uns auf den Weg zurück ins Hotel. Wir haben vor, unterwegs etwas zu essen, da ohnehin viele Restaurants auf dem Weg liegen. Als wir von draußen unentschlossen auf die Speisekarte blicken bittet uns ein Mann herein. Er öffnet die Schiebetür und wir trauen uns gar nicht mehr, nicht einzutreten. Best decision so far! Wie schon gestern müssen wir auch heute an einem Automaten das gewünschte Gericht bestellen. Immer diese Qual der Wahl, vor allem wenn man nichts versteht und einfach nach Gefühl wählen muss. Wir drücken einfach irgendwas und nehmen Platz, wird schon schmecken. Das Restaurant bietet Platz für maximal 10 Gäste, an der Theke entlang sind Sitzplätze und um die Ecke noch ein kleiner Tisch. Richtig Japanisch einfach, saucool! Nach nicht einmal zehn Minuten wird unser Essen serviert - die Portionen sind riesig und die Suppe sieht wahnsinnig lecker aus. Wie überall kann man noch nachwürzen, mit Knoblauch und Pfeffer peppe ich das ganze noch etwas auf und ahhhh, ich glaub ich hab noch nie etwas soooo tolles gegessen! Malie schubst ihre Scheibe Rindfleisch in meine Schüssel und holt sich dafür mein Ei - guter Deal. Meine Portion ist ziemlich scharf, Malies eher neutral. Wir essen so lange, bis wir fast platzen. Der Inhaber winkt uns noch einmal zu und wir brechen auf in Richtung Hotel.



Erkenntnis des Tages
Japanische Männer tragen Handtaschen. Das klingt vielleicht erstmal nicht so außergewöhnlich, auch in Europa gibt es Männer-Handtaschen zum Umhängen, nicht wahr? Aber die meisten Japaner, die wir sehen, tragen wirkliche Handtaschen. HANDTASCHEN. Erst dachten wir, dass die die Tasche ihrer Frau/Freundin halten, aber wir wurden eines Besseren belehrt. Klar, Handtaschen sind super praktisch und mir tun Männer wirklich in vielen Fällen leid, dass sie keine tragen können, weil's einfach hierzulande nicht "in" ist. Aber es sieht einfach doof gewöhnungsbedürftig aus, wenn unzählige Salarymen jeden Alters mit einer LV unterm Arm an dir vorbeilaufen XD

Frage des Tages
Warum zum Teufel sind wir nicht früher in dieses Ramen Restaurant gegangen, WARUM??????





Montag, 8. September 2014

Begegnungen

In diesem Post möchte ich über die ein oder andere Begegnung schreiben, die ich in Tokyo hatte. Einige davon habe ich bereits in meinem Reisebericht erwähnt, aber ich wollte das ganze noch einmal zusammenfassen.

Begegnung #1
Wir stehen in der Ginza Line und ich will mich setzen, aber es ist ziemlich eng. Eine alte Frau (mindestens schon 100 Jahre alt) rutscht zur Seite und sagt "prrrease, sit!" Also setze ich mich neben sie und bedanke mich auf Japanisch. Sie ist total begeistert und fängt an, mich auf Englisch auszufragen, was ich in Japan mache, ob es mir gefällt, und wo ich herkomme. Auf meine Antwort "Ostoria" ist sie völlig aus dem Häuschen und erzählt mir, dass sie nächstes Jahr in Salzburg Urlaub machen wird - daraufhin sage ich, dass ich zufälligerweise sogar aus Salzburg komme, und sie hört nun gar nicht mehr auf, sich mit mir zu unterhalten (auf Englisch wohlgemerkt). Als wir aussteigen müssen, wünsche ich ihr vorweg schon eine schöne Reise nach Österreich und sie bittet mich, bald wieder nach Japan zu kommen, because "so beautiful country". Danach formt sie ihre Finger zu einem Peace Zeichen und ruft mir "have a nice day baby!!!" hinterher.
Tag gerettet, thank you, old lady.

Begegnung #2
Während des Sanja Matsuri laufen mein Freund, Reina und ich durch Asakusa, bis mir plötzlich ein älterer japanischer Herr vorsichtig auf die Schulter klopft, und mich bis über beide Ohren angrinst. Mit seiner Kamera in der Hand verbeugt er sich und versucht mich auf Japanisch zu fragen, ob er wohl mein Geisha Tattoo am Oberarm fotografieren könne - zu 100% verstehe ich ihn aber erst, als er sich an Reina wendet und diese als Dolmetscherin fungiert. Nachdem ich ihn ein paar Fotos machen lasse verbeugt er sich mehrmals und wir ziehen von dannen, bis er etwa zehn Minuten später wieder hinter uns steht, offensichtlich total aus der Puste und froh, uns gefunden zu haben. Er hat uns im unübersichtlichen Menschenauflauf nahe des Senso-ji wie durch ein Wunder gefunden - und das alles nur um zu fragen, wo wir denn eigentlich herkommen. Etwas genervt antwortet ihm Reina und der alte Herr ist zufrieden.
Ob er sich lustig gemacht oder ihm mein Tattoo gefallen hat ist mir eigentlich egal, er war freundlich und ich fand die Begegnung schön.

Begegnung #3
Nachts spricht uns in Akihabara ein westlich aussehender Typ an, und will uns ein Yoga-Abo andrehen. In Wien beschimpfe ignoriere ich solche Typen immer, aber hier hat man irgendwie das Bedürfnis, mit anderen Gaijin ins Gespräch zu kommen, weil man neugierig auf deren Geschichte ist, und das machen wir auch. Er empfiehlt uns einige Bands und wir unterhalten uns über Musik und Japan - er erzählt von seiner Herkunft, seinem früheren Leben in den USA und dass er nun hier in Japan lebt und mit seiner Band in Europa tourt. Nach fast einer halben Stunde verabschieden wir uns und gehen weiter, während der Tscheche weiter versucht, Leuten einen Flyer mitzugeben.
Irgendwie schön, wie einfach es ist, mit Ausländern in Japan ein Gespräch zu beginnen.

Begegnung #4
Wir laufen durch die Tempelanlage des Senso-ji und mein Freund jagt japanische Damen im Kimono, um sie zu fotografieren. Als er eine junge Frau auf Japanisch um ein Foto bittet, erwidert sie auf Englisch "excuse me, do you speak english? I am japanese but I grew up in Chicago, so I basically don't speak my own language." Da mussten wir dann alle drei mal lachen. Natürlich haben wir dann gleich noch Fotos von uns zusammen mit der Dame gemacht.



Begegnung #5
Gleich am ersten Tag besuchen wir mehr oder weniger freiwillig ein Maid Café und werden sofort von unseren Tischnachbarn (beide Japaner) angesprochen. Etwas merkwürdig, da beide locker über 40 sind und ich bisher noch keine so kontaktfreudigen Japaner getroffen habe. Wie dem auch sei - die Dame fragt woher wir kommen, und als mein Freund ihr "Bulgaria" als Antwort gibt, fängt sie an, wie wild mit den Händen zu fuchteln und dem Herrn zu erklären, dass der beste Joghurt aus Bulgarien kommt. Mit Österreich kann sie dann eher weniger anfangen - als wäre das was Neues ;) Der Herr erklärt meinem Freund, dass er mit mir einen tollen Fang gemacht habe, weil mein Tattoo so cool sei, oh, stop it you. Die Dame erzählt, dass sie einen Club in Ueno hat, und wir unbedingt mal vorbeikommen sollen. Sie gibt uns ihre Karte und der Herr schlägt meinem Freund im Vollsuff noch einmal ordentlich auf die Schulter - dann verlassen sie das Café. Kuriose Begegnung, aber schön.

Begegnung #6
Mitten auf der Takeshita Dori stehen wir vor einer Döner Bude (ohne Witz!) und wundern uns, dass es sowas sogar in Japan gibt. In der Schlange steht ein westlich wirkender Typ, der uns sofort auf Englisch anquatscht. Nach etwas Smalltalk finden wir heraus, dass er Deutscher ist, und wir unterhalten uns weiter auf Deutsch. Er erzählt von seinen Erlebnissen in Japan und wir tauschen uns ein wenig aus. Nachdem er seinen Döner verputzt hat, macht er sich wieder auf den Weg und wir ebenso. Wie die gute alte Döner Bude alles was Deutsch spricht überall auf der Welt zusammenbringt ;)

Begegnung #7
Kurzer Schwenk in die Vergangenheit. Seit ich Instagram benutze, folge ich einem Mädchen mit dem IG-Namen kaia_willowleaf
Vor ein paar Monaten hat sie damit begonnen, Bilder aus Tokyo hochzuladen, und ich habe ihr geschrieben, dass ich auch bald dort sein werde. Ihr Kommentar darauf war wie folgt: "maybe we'll run into each other there, would be fun". Und nun wieder zurück in die Zukunft. Wir stehen also vor dem Bahnhof in Shinjuku, einem der verkehrsreichsten Bahnhöfe der Welt, zur Rush Hour, und ich erblicke ein Mädchen mit blau-grünen Haaren. Nach einigem Zögern gehe ich auf sie zu und unser Gespräch verläuft wie folgt:
ICH: Hey, do you have an Instagram account?
SIE: Yeah, I do?
ICH: You're not living in Tokyo, right?
SIE: Umm, riiiight?
ICH: I guess you're the girl which I'm following since a very long time, I told you that I'll come to Tokyo too and you answered that it would be fun running into each other.
SIE: OH MY GOD, are you hyruleprincess???







Sonntag, 25. Mai 2014

Tokyo Diary - three shades of Japan

Samstag, 17.05.2014

Note: dieser Post beinhaltet ziemlich viele Fotos, ich hoffe, dass ihr trotzdem Lust habt, ihn bis zum Ende zu lesen, es lohnt sich :)
Da wir uns um 10:00 mit Reina in Shibuya an der Hachiko (verurteilt mich nicht, auch wenn der Treffpunkt unübersichtlich ist und ich nie mehr da hin wollte, ist es der einzige, der was taugt) treffen wollen - sollten wir um spätestens 09:00 das Hotel verlassen - sollten wir...
Natürlich verschlafen wir und hetzen uns erstmal im Badezimmer ab, damit wir nicht allzu spät kommen.
In der Lobby schreibe ich Reina, dass wir uns wahrscheinlich etwas verspäten, aber sie ist ohnehin erst auf halber Strecke und kommt auch zu spät, preiset den Herrn.
Zu allererst gehen wir zu Starbucks und kommen zum ersten Mal in den Genuss des Mango Frappuccino - ich hab lange nix so geiles getrunken!
Dann laufen wir zur Pachinko Hall, in der Reina und ich bereits im Dezember Purikura gemacht haben.
Diesmal muss mein Freund auch mit - seine Begeisterung kennt keine Grenzen!










Bin ich froh, dass es sowas nicht in Österreich gibt - ich würde mein gesamtes Geld in diesen Automaten verballern - man sieht einfach so kawaii aus :3
Nachdem dieser Punkt auf unserem Touristenprogramm abgehakt ist, gehen wir zurück zur Shibuya Kreuzung, und mein Freund will unbedingt auf das Tokyu Gebäude aus The Fast and Furious: Tokyo Drift.
Mit Reinas Hilfe kommen wir bis ganz nach oben - den Fußballplatz dürfen wir leider nicht fotografieren.
Wieder einmal bin ich begeistert von diesem Stadtteil, die Leuchtreklamen faszinieren mich sogar am Tag.






Da es nun bereits Mittag ist, fahren wir endlich nach Asakusa, um uns das Sanja Matsuri anzusehen.
Bereits in der U-Bahn wird uns klar, dass hier heute ganz schön was los ist.
So ein Menschenauflauf bei dieser Hitze - das kann ja was werden!
Nachdem wir noch ein wenig an der Sumida Promenade spazieren und Fotos vom Asahi Beer Building machen, gehen wir zur Nakamise Dori und stürzen uns ins Getümmel.
Die Leute haben so gute Laune, überall duftet es nach japanischem Essen, aus jeder Richtung ertönt japanische Musik - es ist so ein toller Zufall, dass wir genau an diesem Festwochenende in Tokyo sind.
Es werden unzählige Mikoshi (tragbare Schreine) durch die Straßen getragen und die Menschen sind in Feierstimmung.
Das Ganze habe ich auch auf Video festgehalten, ich werde es hier verlinken, sobald ich es hochlade.
Ein älterer japanischer Herr kommt von hinten auf mich zu, klopft mir vorsichtig auf die Schulter, und bittet mich um ein Foto von meinem Geisha Tattoo - so niedlich :)














Nachdem wir uns etwas zu Essen holen, machen wir uns langsam auf den Weg Richtung Sky Tree - es ist einfach viel zu viel los, und die Hitze macht uns fertig.
Reina führt uns zu dem Punkt, an dem man den Sky Tree am schönsten betrachten kann.
Als ich im Dezember in Tokyo war, war ich nicht allzu beeindruckt von diesem Bauwerk, aus der Ferne sieht der Turm auch nicht so spektakulär aus.
Aber wenn man aufgrund der feiernden Japaner schon so gute Laune hat, und der Himmel in wunderschönem Blau erstrahlt, sieht das Ganze schon anders aus.







Promenade am Sumida River

Für 3000 Yen könnten wir bis ganz nach oben fahren, aber das ist uns dann doch zu teuer - Tokyo von oben sehen wir uns lieber gratis in Shinjuku an :)
Am späten Nachmittag muss Reina los, und mein Freund und ich beschließen, noch nach Akihabara zu fahren.
Die Fotos hierzu gibt es dann in einem anderen Post, da werde ich mich dann nochmal ausführlicher mit diesem Anime/Elektronik Viertel beschäftigen.

Als wir eigentlich schon fast alles gesehen haben, werden wir von einer supersüßen Maid angesprochen.
Wir überlegen kurz, fahren dann aber doch hoch in den zweiten Stock - ein Maid Café muss man einfach mal gesehen haben.
Als wir oben ankommen, werden wir von mehreren Maids begrüßt und der gesamte Raum sieht uns an.
Irgendwie ein unangenehmes Gefühl, vor allem weil fast nur Japaner in dem Laden sind.
Wir werden zu einem kleinen Tisch geführt und bekommen zuerst mal das System erklärt.
Für eine Stunde bezahlt man pro Person 700 Yen, um da sein zu dürfen.
Man kann hier essen und trinken, kostet natürlich alles etwas mehr als sonst, aber gut, ein Bier für 600 Yen muss da dann einfach drin sein.
Am Nebentisch sitzt ein japanisches Paar mittleren Alters, das uns sofort auf Englisch anspricht.
Als mein Freund ihnen erzählt, dass er aus Bulgarien kommt, brüllt die Dame gleich lauthals "Yoghurt!!!" - mit Österreich können sie nicht sehr viel anfangen.
Der Herr ist schon etwas angetrunken und fragt meinen Freund zig mal, ob ich seine wife oder doch nur girlfriend bin - und sagt ihm, dass er mit mir einen tollen Fang gemacht hat, vor allem weil mein Tattoo so cool ist - oh, stop it you.
Wir quatschen noch eine Weile mit ihnen, bis sie dann bezahlen und gehen.
Der Mann schlägt meinem Freund zum Abschied noch einmal kräftig auf die Schulter - betrunkene Japaner, ich habe schon viel darüber gelesen, aber noch nie einen getroffen - lustiges Volk.
Einmal pro Stunde gibt es dann eine Show - das heißt, dass eine Maid auf der Bühne steht, kawaii und ziemlich heiß zugleich aussieht, und auf kindliche Art und Weise irgendwas mit "I want you, I need you" singt - wie ich Zuhause herausgefunden habe, ist der Song von der Band (darf man so etwas überhaupt Band nennen?) AKB48, HIER geht's zum Video.
Hört euch mal die Leute im Hintergrund an, die gehn ja ab wie bei Rammstein! O.o

Da man als Tourist jeden Spaß mit macht, machen wir für 500 Yen pro Person ein Foto mit der Maid unserer Wahl.
Nach einer dreiviertel Stunde haben wir genug gesehen und verlassen das Café, und sind um 3600 Yen ärmer.
Ich finde, dass man sich so etwas sicherlich mal ansehen sollte, jedoch bin ich sehr erschrocken darüber, dass so viele Japaner zwischen 20 und 30 da drinnen saßen.
Es ist wohl nicht zu übersehen, dass es der Job der Mädels ist, so freundlich und süß zu sein, und trotzdem bezahlen die Typen Unmengen an Geld dafür - aber jedem das Seine.

Fotos waren da drinnen übrigens verboten - für euch hab ich aber das Badgirl in mir herausgelassen, und heimlich ein Foto gemacht, darum auch die schlechte Qualität.
HIER findet ihr noch ein Video über Maidreamin :3