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Mittwoch, 24. Juni 2015

NIH♡N 2015 - von Möpsen, Maids und Mangas

Samstag, 4.April 2015

Achtung, einige der Inhalte sind für Leser unter 18 Jahren nicht geeignet.
Das juckt euch wahrscheinlich kaum und ihr werdet trotzdem weiterlesen, falls ihr noch nicht so alt seid, aber ich hab euch zumindest darauf hingewiesen ^^ Manga-Boobies incoming!

Nachdem mir der Weg bis zur Hamamatsucho Station viel zu lange vorkommt, wollen wir will ich heute herausfinden, ob es auch einen kürzeren gibt. So machen wir uns gemütlich auf den Weg, erkunden unsere Hood, und laufen in die Richtung, die uns richtig vorkommt. Irgendwann stehen wir am Wasser, die Yamanote Station ist nirgendwo zu sehen und wir sind offensichtlich falsch. Wir haben uns verlaufen, und zwar so arg, dass wir ohne Google Maps garantiert nicht mehr zurück gefunden hätten xD Nachdem wir die letzten 1,5 Stunden also sehr sinnvoll genutzt haben, machen wir uns nun auf den Weg mach Akihabara, und kommen nach nur wenigen Stationen dort an.


lost in Minato-ku...
Nach einer Zigarette in der mir bereits bekannten Smoking Area gehen wir los - durch die Unterführung und rein in die "Akihabara Electrical Town". Malies Augen hättet ihr sehen sollen, sie gleichen denen eines kleinen Kindes an Heiligabend. Egal wie oft ich schon hier war, dieser Teil von Tokyo flasht mich immer wieder aufs Neue. Es ist wahnsinnig laut und schrill hier, das alles ist so unwirklich. Freizügige Manga Figuren an den Häusern, ein Sex Shop mitten am Weg, hier und dort eine Maid... Verrückt, einfach nur verrückt! Vielleicht kann sich der ein oder andere noch an meinen unabsichtlichen Besuch im Sex Shop von 2013 erinnern, wenn nicht, dann könnt ihr das alles HIER nachlesen. Damals hatte ich gedacht, dass hier Perücken und Maid Kleider verkauft werden - in der fünften Etage bin ich dann, nachdem ich nichts von beidem gefunden hatte, umgekehrt. Diesmal sind Malie und ich bis hoch in den sechsten Stock gegangen und siehe da, Wigs und Maid Kleider so weit das Auge reicht! Etwas aufreizender und knapper als in anderen Stores zwar, aber für uns völlig okay. Wir dürfen die Sachen sogar probieren! Der Herr an der Kasse packt unsere Einkäufe in eine Tüte, diese stellt er dann in eine braune Papiertasche, damit niemand draußen sieht, wo wir eingekauft haben - genial! Wir erkunden natürlich auch die anderen Stockwerke und wissen meistens gar nicht, was das alles für Sachen sind, aber vielleicht wollen wir das auch gar nicht xD Wir sind jedenfalls nicht die einzigen Touristen, die sich hierhin verirrt haben.










Danach steuern wir einen mehrstöckigen Club Sega an, denn solange die Haare noch gut aussehen, müssen Puris gemacht werden! Bei vielen Puri Anbietern kann man Cosplays ausleihen und sich vor Ort umziehen, so wie wir das bereits gestern in Yokohama gemacht haben. Wir entscheiden uns aber dafür, unsere neuen Errungenschaften aus dem Sex Shop anzuziehen und gehen in die Umkleiden. In diesem Club Sega gibt es sogar eine "Girls only area", die, welch Überraschung, nicht von Männern betreten werden darf. Als wir nach all dem Styling an einem geeigneten Puri Automaten ankommen, sehe ich vorsichtig unter dem Vorhang durch. Da keine Füße zu erkennen sind, öffne ich den Vorhang ein Stück und BÄM XD da hat wohl jemand die girls only area missachtet und jo xD natürlich ziehe ich den Vorhang schnell wieder zu und drehe mich zu Malie um. Oh Mann, die Maschine hat sogar Fotos gemacht - wer will den solche, äh, intimen Puris haben? Und ich will nicht wissen, wie die dann aussehen xD Mensch Kinder, das war ganz schön awkward! Aber wahrscheinlich war die Situation für das Pärchen noch viel peinlicher als für uns. Wie auch immer xD





Nach diesem interessanten Puri-Vorfall, und nachdem wir endlich auch selbst welche gemacht haben, gehen wir in Richtung Manga Store. Ich entlasse Malie in ein siebenstöckiges Gebäude aus ihren wildesten Fantasien und vertreibe mir die Zeit, wer hätt's gedacht, bei Starbucks und in der Smoking Area. Irgendwann schreibt mir Malie auf WhatsApp, dass ich doch bitte kommen solle, weil sie gerne in den Hentai Stock möchte, aber sich alleine nicht traut xD Ich eile ihr zu Hilfe und wir gehen hoch. Da sind wir 22 & 23 Jahre alt, aber bei gezeichneten Brüsten werden wir beide rot und fangen an zu kichern. Bin ich froh, dass Malie in gewissen Situationen genauso unreif ist wie ich ^^









Malie möchte unbedingt mal ein Maid Café von innen sehen, und so machen wir uns auf den Weg zu Maidreamin. Da war ich bereits im vorigen Jahr und ich weiß also, was auf uns zukommen wird. Als wir rein kommen, läuft gerade die Show, die dieses Mal nicht so cool ist, wie damals. Wahrscheinlich weil der Song nicht von AKB48 ist xD Wir werden zu einem Tisch gebeten und eine der Maids kommt zu uns her. Sie bringt uns eine elektrische Kerze und labert irgendwas von wegen Zauberei und Prinzessinnen. Wir sollen gemeinsam von drei runter zählen, und wow, als wir bei eins angekommen sind leuchtet die Kerze plötzlich auf, die Maid applaudiert, wir sind verwirrt. Ja, das war halt unsere Zauberkraft, wie uns gesagt wird. Nachdem wir nicht vor haben, unser gesamtes Geld hier drinnen zu verschleudern, bestellen wir nur ein Glas Umeshu, denn das ist auch schon teuer genug. Da kommt außerdem noch die Tischgebühr für eine Stunde hinzu und das läppert sich dann schon ordentlich. Wir sehen uns eigentlich nur im Café um, analysieren die Gäste, und sind erleichtert, als wir sehen, dass all die anderen Touristen genau so verwirrt zu sein scheinen wie wir. Ein älterer, betrunkener Japaner betritt das Café und die Maids rufen ihm zu. Nach längerer Beobachtung stellt sich heraus, dass der Herr hier Stammkunde ist, und die Maids schon genau wissen, was er bestellt. Sie kennen sogar seinen Namen O.o Jedem das seine, ohne Frage, aber es schockiert mich trotzdem, dass es Leute gibt, die hier häufiger rein kommen. Merken die nicht, dass es der Job der Maids ist, kawaii/hot/freundlich zu sein, oder stören die sich nicht dran? Malie und ich sind uns zum Glück einig, wir finden das alles so erzwungen und gehen zur Kasse, noch bevor die Stunde um ist.


Nachdem unsere Mägen mittlerweile auch schon ordentlich knurren machen wir uns auf den Weg zurück ins Hotel. Wir haben vor, unterwegs etwas zu essen, da ohnehin viele Restaurants auf dem Weg liegen. Als wir von draußen unentschlossen auf die Speisekarte blicken bittet uns ein Mann herein. Er öffnet die Schiebetür und wir trauen uns gar nicht mehr, nicht einzutreten. Best decision so far! Wie schon gestern müssen wir auch heute an einem Automaten das gewünschte Gericht bestellen. Immer diese Qual der Wahl, vor allem wenn man nichts versteht und einfach nach Gefühl wählen muss. Wir drücken einfach irgendwas und nehmen Platz, wird schon schmecken. Das Restaurant bietet Platz für maximal 10 Gäste, an der Theke entlang sind Sitzplätze und um die Ecke noch ein kleiner Tisch. Richtig Japanisch einfach, saucool! Nach nicht einmal zehn Minuten wird unser Essen serviert - die Portionen sind riesig und die Suppe sieht wahnsinnig lecker aus. Wie überall kann man noch nachwürzen, mit Knoblauch und Pfeffer peppe ich das ganze noch etwas auf und ahhhh, ich glaub ich hab noch nie etwas soooo tolles gegessen! Malie schubst ihre Scheibe Rindfleisch in meine Schüssel und holt sich dafür mein Ei - guter Deal. Meine Portion ist ziemlich scharf, Malies eher neutral. Wir essen so lange, bis wir fast platzen. Der Inhaber winkt uns noch einmal zu und wir brechen auf in Richtung Hotel.



Erkenntnis des Tages
Japanische Männer tragen Handtaschen. Das klingt vielleicht erstmal nicht so außergewöhnlich, auch in Europa gibt es Männer-Handtaschen zum Umhängen, nicht wahr? Aber die meisten Japaner, die wir sehen, tragen wirkliche Handtaschen. HANDTASCHEN. Erst dachten wir, dass die die Tasche ihrer Frau/Freundin halten, aber wir wurden eines Besseren belehrt. Klar, Handtaschen sind super praktisch und mir tun Männer wirklich in vielen Fällen leid, dass sie keine tragen können, weil's einfach hierzulande nicht "in" ist. Aber es sieht einfach doof gewöhnungsbedürftig aus, wenn unzählige Salarymen jeden Alters mit einer LV unterm Arm an dir vorbeilaufen XD

Frage des Tages
Warum zum Teufel sind wir nicht früher in dieses Ramen Restaurant gegangen, WARUM??????





Mittwoch, 22. Oktober 2014

AKB48

Bunt, schrill & ultra kawaii
AKB48

eine weitere Kuriosität made in Japan




Jeder, der sich in seiner Freizeit mit Japan beschäftigt, oder sich viel auf YouTube aufhält, ist bestimmt schon einmal auf diese japanische Popgruppe gestoßen.
Bereits 2005 wurden die ersten Mädchen für diese Formation gecastet, und 20 davon durften sich sehr bald als ein Teil von AKB48 fühlen.
Nachdem die Band im Dezember 2005 zum ersten Mal an die Öffentlichkeit trat, wurden im Jahr darauf in Kooperation mit der Telefongesellschaft DoCoMo weitere Mädchen gecastet, um neben Gruppe A (mit 20 Mitgliedern) auch eine Gruppe K (18 Mitglieder) zu bilden.
Ein weiteres Jahr danach wurde AKB48 mit weiteren 16 Mädchen, die Gruppe B bildeten, komplettiert.
Das Konzept schlug in Asien ein wie eine Bombe, denn in den darauffolgenden Jahren wurden weitere ähnliche Gruppen wie zum Beispiel JKT48 (Jakarta 48) oder SNH48 (Shanghai 48) gebildet.
AKB48 bleibt jedoch bis heute die bekannteste und erhielt im Jahr 2010 sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde.
AKB ist übrigens die Abkürzung für Akihabara, wo die Mädchen fast jeden Abend in ihrem eigenen Theater eine Show geben.

Aber was macht die Mädels eigentlich so besonders?
In Asien, gerade in Japan, wird alles vergöttert, das kawaii ist.
So auch AKB48, die vor allem in ihren Videos beweisen, wie verdammt kawaii (und heiß!) sie sein können.
Mit süßen Kostümen, kindlicher Tollpatschigkeit, perfekt trainierten Choreographien und kurzen Röcken kann man eigentlich über alles singen, und die Japaner werden in Massen mitsingen und reihenweise kollabieren.
Ich will die Japaner keinesfalls in einen Topf werfen, denn die Japaner, die ich kenne, finden die Band schrecklich.

Ich bin den Mädels immer recht skeptisch gegenüber gestanden, aber mittlerweile gefällt mir die Musik eigentlich ziemlich gut, und die Musikvideos sind so heiiiiiiß süüüüß ヾ(;☆ω☆)ノ

Montag, 8. September 2014

Begegnungen

In diesem Post möchte ich über die ein oder andere Begegnung schreiben, die ich in Tokyo hatte. Einige davon habe ich bereits in meinem Reisebericht erwähnt, aber ich wollte das ganze noch einmal zusammenfassen.

Begegnung #1
Wir stehen in der Ginza Line und ich will mich setzen, aber es ist ziemlich eng. Eine alte Frau (mindestens schon 100 Jahre alt) rutscht zur Seite und sagt "prrrease, sit!" Also setze ich mich neben sie und bedanke mich auf Japanisch. Sie ist total begeistert und fängt an, mich auf Englisch auszufragen, was ich in Japan mache, ob es mir gefällt, und wo ich herkomme. Auf meine Antwort "Ostoria" ist sie völlig aus dem Häuschen und erzählt mir, dass sie nächstes Jahr in Salzburg Urlaub machen wird - daraufhin sage ich, dass ich zufälligerweise sogar aus Salzburg komme, und sie hört nun gar nicht mehr auf, sich mit mir zu unterhalten (auf Englisch wohlgemerkt). Als wir aussteigen müssen, wünsche ich ihr vorweg schon eine schöne Reise nach Österreich und sie bittet mich, bald wieder nach Japan zu kommen, because "so beautiful country". Danach formt sie ihre Finger zu einem Peace Zeichen und ruft mir "have a nice day baby!!!" hinterher.
Tag gerettet, thank you, old lady.

Begegnung #2
Während des Sanja Matsuri laufen mein Freund, Reina und ich durch Asakusa, bis mir plötzlich ein älterer japanischer Herr vorsichtig auf die Schulter klopft, und mich bis über beide Ohren angrinst. Mit seiner Kamera in der Hand verbeugt er sich und versucht mich auf Japanisch zu fragen, ob er wohl mein Geisha Tattoo am Oberarm fotografieren könne - zu 100% verstehe ich ihn aber erst, als er sich an Reina wendet und diese als Dolmetscherin fungiert. Nachdem ich ihn ein paar Fotos machen lasse verbeugt er sich mehrmals und wir ziehen von dannen, bis er etwa zehn Minuten später wieder hinter uns steht, offensichtlich total aus der Puste und froh, uns gefunden zu haben. Er hat uns im unübersichtlichen Menschenauflauf nahe des Senso-ji wie durch ein Wunder gefunden - und das alles nur um zu fragen, wo wir denn eigentlich herkommen. Etwas genervt antwortet ihm Reina und der alte Herr ist zufrieden.
Ob er sich lustig gemacht oder ihm mein Tattoo gefallen hat ist mir eigentlich egal, er war freundlich und ich fand die Begegnung schön.

Begegnung #3
Nachts spricht uns in Akihabara ein westlich aussehender Typ an, und will uns ein Yoga-Abo andrehen. In Wien beschimpfe ignoriere ich solche Typen immer, aber hier hat man irgendwie das Bedürfnis, mit anderen Gaijin ins Gespräch zu kommen, weil man neugierig auf deren Geschichte ist, und das machen wir auch. Er empfiehlt uns einige Bands und wir unterhalten uns über Musik und Japan - er erzählt von seiner Herkunft, seinem früheren Leben in den USA und dass er nun hier in Japan lebt und mit seiner Band in Europa tourt. Nach fast einer halben Stunde verabschieden wir uns und gehen weiter, während der Tscheche weiter versucht, Leuten einen Flyer mitzugeben.
Irgendwie schön, wie einfach es ist, mit Ausländern in Japan ein Gespräch zu beginnen.

Begegnung #4
Wir laufen durch die Tempelanlage des Senso-ji und mein Freund jagt japanische Damen im Kimono, um sie zu fotografieren. Als er eine junge Frau auf Japanisch um ein Foto bittet, erwidert sie auf Englisch "excuse me, do you speak english? I am japanese but I grew up in Chicago, so I basically don't speak my own language." Da mussten wir dann alle drei mal lachen. Natürlich haben wir dann gleich noch Fotos von uns zusammen mit der Dame gemacht.



Begegnung #5
Gleich am ersten Tag besuchen wir mehr oder weniger freiwillig ein Maid Café und werden sofort von unseren Tischnachbarn (beide Japaner) angesprochen. Etwas merkwürdig, da beide locker über 40 sind und ich bisher noch keine so kontaktfreudigen Japaner getroffen habe. Wie dem auch sei - die Dame fragt woher wir kommen, und als mein Freund ihr "Bulgaria" als Antwort gibt, fängt sie an, wie wild mit den Händen zu fuchteln und dem Herrn zu erklären, dass der beste Joghurt aus Bulgarien kommt. Mit Österreich kann sie dann eher weniger anfangen - als wäre das was Neues ;) Der Herr erklärt meinem Freund, dass er mit mir einen tollen Fang gemacht habe, weil mein Tattoo so cool sei, oh, stop it you. Die Dame erzählt, dass sie einen Club in Ueno hat, und wir unbedingt mal vorbeikommen sollen. Sie gibt uns ihre Karte und der Herr schlägt meinem Freund im Vollsuff noch einmal ordentlich auf die Schulter - dann verlassen sie das Café. Kuriose Begegnung, aber schön.

Begegnung #6
Mitten auf der Takeshita Dori stehen wir vor einer Döner Bude (ohne Witz!) und wundern uns, dass es sowas sogar in Japan gibt. In der Schlange steht ein westlich wirkender Typ, der uns sofort auf Englisch anquatscht. Nach etwas Smalltalk finden wir heraus, dass er Deutscher ist, und wir unterhalten uns weiter auf Deutsch. Er erzählt von seinen Erlebnissen in Japan und wir tauschen uns ein wenig aus. Nachdem er seinen Döner verputzt hat, macht er sich wieder auf den Weg und wir ebenso. Wie die gute alte Döner Bude alles was Deutsch spricht überall auf der Welt zusammenbringt ;)

Begegnung #7
Kurzer Schwenk in die Vergangenheit. Seit ich Instagram benutze, folge ich einem Mädchen mit dem IG-Namen kaia_willowleaf
Vor ein paar Monaten hat sie damit begonnen, Bilder aus Tokyo hochzuladen, und ich habe ihr geschrieben, dass ich auch bald dort sein werde. Ihr Kommentar darauf war wie folgt: "maybe we'll run into each other there, would be fun". Und nun wieder zurück in die Zukunft. Wir stehen also vor dem Bahnhof in Shinjuku, einem der verkehrsreichsten Bahnhöfe der Welt, zur Rush Hour, und ich erblicke ein Mädchen mit blau-grünen Haaren. Nach einigem Zögern gehe ich auf sie zu und unser Gespräch verläuft wie folgt:
ICH: Hey, do you have an Instagram account?
SIE: Yeah, I do?
ICH: You're not living in Tokyo, right?
SIE: Umm, riiiight?
ICH: I guess you're the girl which I'm following since a very long time, I told you that I'll come to Tokyo too and you answered that it would be fun running into each other.
SIE: OH MY GOD, are you hyruleprincess???







Dienstag, 10. Juni 2014

Tokyo Diary - Magical Japan

Dienstag, 20.05.2014

Nachdem wir (ich) es am Vorabend doch etwas übertrieben haben, krieche ich erst gegen Mittag aus dem Bett.
Irgendwie geht's mir total schlecht, aber nicht so wie Zuhause.
Mir ist weder übel noch habe ich Kopfschmerzen, ich fühle mich einfach nur schwach - fuck yeah, daran könnte ich mich gewöhnen!
Das einzig Böse ist die erdrückende Luftfeuchtigkeit, die mir als Rache für das ganze Bier vom Vortag ordentlich ins Gesicht schlägt...
Gut, dass wir das mit dem Karaoke dann doch gelassen haben.

Ziemlich erschöpft schleppen wir uns erneut nach Akihabara, da wir nicht wissen, was wir mit den paar Stunden bis zum Treffen mit Reina sonst anfangen sollen, ohne uns zu weit vom Hotel zu entfernen.
Irgendwie nervt es mich, dass wir es wieder nicht nach Kamakura schaffen, aber ich bin selbst daran schuld - beim nächsten Mal dann aber wirklich!
Da ich immer noch mehr als 30.000 Yen im Portemonnaie habe, kaufe ich ein paar Dinge für die Otakus, die Zuhause auf tolle Mitbringsel warten.








Nach einiger Zeit gehen wir auch schon wieder zurück zum Hotel, denn um 18:00 wollen wir uns mit Reina in Shibuya treffen.
Wir fahren zusammen nach Shinjuku und laufen erstmal gefühlte 30 Minuten bis zum Metropolitan Government Building.
Der Ausblick ist wie beim letzten Mal grandios - leider kommt das auf den Fotos nicht so gut rüber.









das Bild hab ich von Reina geklaut - grandios!!!


Kurzer Schwenk in die Vergangenheit.
Seit ich Instagram benutze, folge ich einem Mädchen mit dem IG-Namen kaia_willowleaf
Vor ein paar Monaten hat sie damit begonnen, Bilder aus Tokyo hochzuladen, und ich habe ihr geschrieben, dass ich auch bald dort sein werde.
Ihr Kommentar darauf war wie folgt: "maybe we'll run into each other there, would be fun".
Und nun wieder zurück in die Zukunft.
Wir stehen also vor dem Bahnhof in Shinjuku, einem der verkehrsreichsten Bahnhöfe der Welt, zur Rush Hour, und ich erblicke ein Mädchen mit blau-grünen Haaren.
Nach einigem Zögern gehe ich auf sie zu und unser Gespräch verläuft wie folgt:
ICH: Hey, do you have an Instagram account?
SIE: Yeah, I do?
ICH: You're not living in Tokyo, right?
SIE: Umm, riiiight?
ICH: I guess you're the girl which I'm following since a very long time, I told you that I'll come to Tokyo too and you answered that it would be fun running into each other.
SIE: OH MY GOD, are you hyruleprincess???
Wie krass ist das denn?
Ich hatte nie Kontakt mit ihr, like lediglich ihre Fotos und die kurze Konversation über Tokyo war die einzige, die wir je hatten, und dann treffe ich sie wirklich zufällig??? In Shinjuku???
Wie ist so etwas möglich?
Diese Begegnung hat mich vollkommen aus der Bahn geworfen, auch zwei Stunden danach frage ich mich noch, was da passiert ist.
Und da sag noch mal jemand, dass Japan nicht magisch ist, ich hab den Beweis, sogar mit Foto!!!




Wir laufen noch einige Zeit mit Reina durch die Straßen Shinjukus und laden sie ein, nach Österreich zu kommen - hoffentlich kommt sie wirklich.
Es ist so schön mit ihr zu sprechen, sie kann mir so viele offene Fragen bezüglich der japanischen Sprache beantworten und ist im Gegenzug dazu sehr interessiert an Europa und unserer Kultur.
Der Abschied von ihr fällt mir ziemlich schwer, am liebsten würde ich sie gleich mit nach Österreich nehmen und nie wieder her geben ^.^
Auch sie will uns nur sehr ungern verlassen und umarmt uns zum Schluss noch einmal.
Im Hotel angekommen freuen wir uns über folgenden Facebook Post von ihr:




Zufrieden und irgendwie erfüllt lege ich mich zum vorletzten Mal ins Bett - uns bleibt nur noch morgen, und ich könnte heulen...



Montag, 9. Juni 2014

Tokyo Diary - Akiba & Izakaya

Montag, 19.05.2014

Was ist nur mit meinem Schlafrhythmus hier los?
Ich gehe zwar nicht später ins Bett als Zuhause, aber ich bin richtig fertig morgens und schlafe bis 11 Uhr.
Liegt wahrscheinlich an der Luft und meiner Glückseeligkeit, die mich so schön träumen und daher lange schlafen lässt - ich liebe diese Stadt und all die Geräusche, die ich gleich nach dem Aufwachen wahrnehme.
Weil wir mit den Souvenirs keinen Stress hatten, machen wir uns nun mit etwas Zeitdruck auf den Weg nach Asakusa, da kann man einfach die besten Mitbringsel ergattern, und ich sollte wirklich noch so einiges kaufen...
Zuvor spazieren wir noch gemütlich durch die Tempelanlage des Senso-ji und machen einige Fotos, so viel Zeit muss sein.
Mein Freund spricht eine Dame im Kimono auf Japanisch an, und bittet sie um ein Foto.
Zu unserer Überraschung antwortet sie mit "I'm sorry, do you speak English? I am Japanese but I grew up in Chicago, I don't speak my own language" xD
Wie geil ist das denn?
Wir unterhalten uns ein paar Minuten und machen noch einige Fotos von ihr, dann müssen wir los.
Eine weitere tolle Begegnung hier in Japan, schön.





die Bilder sind leider nicht so toll, aber ich wollte euch die schöne Umgebung hier zeigen :3




ja, das Tor ist vollkommen schlecht drauf, aber wir hatten das Weitwinkel Objektiv leider nicht dabei

ich muss mich auch immer auf's Bild drängen...

wie wär's mit einer neuen Foto-Reihe? Iris von hinten beim Fotografieren

Nachdem wir die Nakamise Dori fast leergekauft haben, bringen wir erstmal die Sachen ins Hotel.
Ich konnte einfach nicht anders, als mir die wunderschöne Geisha Puppe zu kaufen, die ich beim letzten Mal dann doch stehen gelassen hatte.
Der Nicht-Kauf hat mich seit meiner Rückkehr im Dezember geärgert, und jetzt ziert sie mein Zimmer, endlich.
Spät aber doch machen wir uns erneut auf den Weg nach Akihabara - diesmal zu Fuß.
Laut Rezeptionistin dauert der Fußweg 45 Minuten, schlussendlich sind wir aber nach einer viertel Stunde da - die Japaner gehen einfach viel langsamer als der Durchschnittseuropäer ^.^
Das Yodobashi Akiba macht uns neugierig, und wir gehen hinein.
Es gibt neun (?) Etagen, und man kann hier alles kaufen, ja, einfach alles, was mit Elektronik, Games oder Fotografie zu tun hat.
Was man da drinnen nicht findet, findet man nirgendwo - das Kaufhaus ist gigantisch!
Bin ich froh, dass ich nicht mehr Geld mitgenommen habe - ein paar Objektive für meine Nikon wären schon drin gewesen :P
Das Badgirl in mir kommt erneut zum Vorschein und ich mache ein paar heimliche (und schlechte) Fotos in der Fotografie Etage.





Nachdem wir noch einige Mitbringsel kaufen, müssen wir auch schon los in Richtung Shinjuku, denn heute treffen wir uns mit dem Autor von Oh Shit, I'm in Japan! - Michael.
Wir wollen uns am Central East Exit 中央東口 in der Shinjuku Station treffen.
Nichts leichter als das, ist ja auch nicht gerade Rush Hour, und Exit gibt es auch nur einen...
Wir stellen uns einfach an eine Säule und warten - die Menschen laufen um uns herum, unglaublich wie viel hier los ist.
Zum Glück erkennt man sich als Gaijin hier relativ einfach und Michael findet uns sofort, also geht's los zur Izakaya namens "Alps" - wie passend ^.^

Ich krieg mich erstmal gar nicht mehr ein, es ist so seltsam jemanden zu treffen, dessen Blog man monatelang verfolgt hat und der eine Art Vorbild (zumindest was das "Auswandern" nach Japan betrifft) darstellt.
Wir bestellen all you can drink (ich bin ja so trinkfest, höhö) und dazu werden uns nach und nach japanische Gerichte zum Tisch gebracht.
Gleich zu Beginn überwinde ich mich in unbeschreiblichem Ausmaß, denn ich probiere rohen Oktopus - Takowasa.
Das Video dazu kommt zu einem späteren Zeitpunkt, ich bin einfach zu doof zum schneiden ._.
Außerdem gibt's noch Gurken mit Seetang, Salat mit Miso Paste (omnomnom), frittierten Oktopus, frittierte Fischflossen, Maki und vieles mehr, das ich normalerweise wohl nicht probiert hätte.

hier seht ihr links neben den Gurken den Oktopus, den ich probiert habe ^^

Salat (?) mit Miso-Paste

lecker war's! zumindest der Großteil :P


Nach drei Bier und bereits angeheiterter Stimmung machen wir das, was wohl jeder an unserer Stelle machen würde - Sake bestellen!
Ich hab zwar 2006 schon mal welchen probiert, aber mit 14 schmeckt Alkohol sowieso eklig (damals noch, heute säuft man ja mit dem Alter schon wie die ganz Großen).
Ich kann mich gar nicht entscheiden, ob mir warmer oder kalter Sake besser geschmeckt hat - das Zeug ist so lecker (oder ich war betrunken und hab's nicht mehr gemerkt - werde ich wohl erst beim nächsten Mal herausfinden).
Der Abend ist einfach super, Michael erzählt so viel über sein Leben in Tokyo und welche Möglichkeiten es gibt, für längere Zeit nach Japan zu kommen.
Ich freue mich darüber, dass sich zwei fremde Menschen mit der selben Muttersprache am anderen Ende der Welt treffen können, um bei japanischem Sake über die gemeinsame Leidenschaft, Japan, zu sprechen.
Das Leben ist schön.





Aus meiner Sicht haben wir wirklich viel Spaß und ich freue mich, so einen tollen Abend in Tokyo erleben zu dürfen.
Nachdem Michael uns noch dabei hilft, eine Suica Karte für die U-Bahn zu kaufen, machen wir uns nach einigen Stunden wieder auf den Weg zurück ins Hotel.
Ich finde es so toll, wie ein Land so viele Menschen verbindet.