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Dienstag, 10. Juni 2014

Tokyo Diary - Magical Japan

Dienstag, 20.05.2014

Nachdem wir (ich) es am Vorabend doch etwas übertrieben haben, krieche ich erst gegen Mittag aus dem Bett.
Irgendwie geht's mir total schlecht, aber nicht so wie Zuhause.
Mir ist weder übel noch habe ich Kopfschmerzen, ich fühle mich einfach nur schwach - fuck yeah, daran könnte ich mich gewöhnen!
Das einzig Böse ist die erdrückende Luftfeuchtigkeit, die mir als Rache für das ganze Bier vom Vortag ordentlich ins Gesicht schlägt...
Gut, dass wir das mit dem Karaoke dann doch gelassen haben.

Ziemlich erschöpft schleppen wir uns erneut nach Akihabara, da wir nicht wissen, was wir mit den paar Stunden bis zum Treffen mit Reina sonst anfangen sollen, ohne uns zu weit vom Hotel zu entfernen.
Irgendwie nervt es mich, dass wir es wieder nicht nach Kamakura schaffen, aber ich bin selbst daran schuld - beim nächsten Mal dann aber wirklich!
Da ich immer noch mehr als 30.000 Yen im Portemonnaie habe, kaufe ich ein paar Dinge für die Otakus, die Zuhause auf tolle Mitbringsel warten.








Nach einiger Zeit gehen wir auch schon wieder zurück zum Hotel, denn um 18:00 wollen wir uns mit Reina in Shibuya treffen.
Wir fahren zusammen nach Shinjuku und laufen erstmal gefühlte 30 Minuten bis zum Metropolitan Government Building.
Der Ausblick ist wie beim letzten Mal grandios - leider kommt das auf den Fotos nicht so gut rüber.









das Bild hab ich von Reina geklaut - grandios!!!


Kurzer Schwenk in die Vergangenheit.
Seit ich Instagram benutze, folge ich einem Mädchen mit dem IG-Namen kaia_willowleaf
Vor ein paar Monaten hat sie damit begonnen, Bilder aus Tokyo hochzuladen, und ich habe ihr geschrieben, dass ich auch bald dort sein werde.
Ihr Kommentar darauf war wie folgt: "maybe we'll run into each other there, would be fun".
Und nun wieder zurück in die Zukunft.
Wir stehen also vor dem Bahnhof in Shinjuku, einem der verkehrsreichsten Bahnhöfe der Welt, zur Rush Hour, und ich erblicke ein Mädchen mit blau-grünen Haaren.
Nach einigem Zögern gehe ich auf sie zu und unser Gespräch verläuft wie folgt:
ICH: Hey, do you have an Instagram account?
SIE: Yeah, I do?
ICH: You're not living in Tokyo, right?
SIE: Umm, riiiight?
ICH: I guess you're the girl which I'm following since a very long time, I told you that I'll come to Tokyo too and you answered that it would be fun running into each other.
SIE: OH MY GOD, are you hyruleprincess???
Wie krass ist das denn?
Ich hatte nie Kontakt mit ihr, like lediglich ihre Fotos und die kurze Konversation über Tokyo war die einzige, die wir je hatten, und dann treffe ich sie wirklich zufällig??? In Shinjuku???
Wie ist so etwas möglich?
Diese Begegnung hat mich vollkommen aus der Bahn geworfen, auch zwei Stunden danach frage ich mich noch, was da passiert ist.
Und da sag noch mal jemand, dass Japan nicht magisch ist, ich hab den Beweis, sogar mit Foto!!!




Wir laufen noch einige Zeit mit Reina durch die Straßen Shinjukus und laden sie ein, nach Österreich zu kommen - hoffentlich kommt sie wirklich.
Es ist so schön mit ihr zu sprechen, sie kann mir so viele offene Fragen bezüglich der japanischen Sprache beantworten und ist im Gegenzug dazu sehr interessiert an Europa und unserer Kultur.
Der Abschied von ihr fällt mir ziemlich schwer, am liebsten würde ich sie gleich mit nach Österreich nehmen und nie wieder her geben ^.^
Auch sie will uns nur sehr ungern verlassen und umarmt uns zum Schluss noch einmal.
Im Hotel angekommen freuen wir uns über folgenden Facebook Post von ihr:




Zufrieden und irgendwie erfüllt lege ich mich zum vorletzten Mal ins Bett - uns bleibt nur noch morgen, und ich könnte heulen...



Montag, 9. Juni 2014

Tokyo Diary - Akiba & Izakaya

Montag, 19.05.2014

Was ist nur mit meinem Schlafrhythmus hier los?
Ich gehe zwar nicht später ins Bett als Zuhause, aber ich bin richtig fertig morgens und schlafe bis 11 Uhr.
Liegt wahrscheinlich an der Luft und meiner Glückseeligkeit, die mich so schön träumen und daher lange schlafen lässt - ich liebe diese Stadt und all die Geräusche, die ich gleich nach dem Aufwachen wahrnehme.
Weil wir mit den Souvenirs keinen Stress hatten, machen wir uns nun mit etwas Zeitdruck auf den Weg nach Asakusa, da kann man einfach die besten Mitbringsel ergattern, und ich sollte wirklich noch so einiges kaufen...
Zuvor spazieren wir noch gemütlich durch die Tempelanlage des Senso-ji und machen einige Fotos, so viel Zeit muss sein.
Mein Freund spricht eine Dame im Kimono auf Japanisch an, und bittet sie um ein Foto.
Zu unserer Überraschung antwortet sie mit "I'm sorry, do you speak English? I am Japanese but I grew up in Chicago, I don't speak my own language" xD
Wie geil ist das denn?
Wir unterhalten uns ein paar Minuten und machen noch einige Fotos von ihr, dann müssen wir los.
Eine weitere tolle Begegnung hier in Japan, schön.





die Bilder sind leider nicht so toll, aber ich wollte euch die schöne Umgebung hier zeigen :3




ja, das Tor ist vollkommen schlecht drauf, aber wir hatten das Weitwinkel Objektiv leider nicht dabei

ich muss mich auch immer auf's Bild drängen...

wie wär's mit einer neuen Foto-Reihe? Iris von hinten beim Fotografieren

Nachdem wir die Nakamise Dori fast leergekauft haben, bringen wir erstmal die Sachen ins Hotel.
Ich konnte einfach nicht anders, als mir die wunderschöne Geisha Puppe zu kaufen, die ich beim letzten Mal dann doch stehen gelassen hatte.
Der Nicht-Kauf hat mich seit meiner Rückkehr im Dezember geärgert, und jetzt ziert sie mein Zimmer, endlich.
Spät aber doch machen wir uns erneut auf den Weg nach Akihabara - diesmal zu Fuß.
Laut Rezeptionistin dauert der Fußweg 45 Minuten, schlussendlich sind wir aber nach einer viertel Stunde da - die Japaner gehen einfach viel langsamer als der Durchschnittseuropäer ^.^
Das Yodobashi Akiba macht uns neugierig, und wir gehen hinein.
Es gibt neun (?) Etagen, und man kann hier alles kaufen, ja, einfach alles, was mit Elektronik, Games oder Fotografie zu tun hat.
Was man da drinnen nicht findet, findet man nirgendwo - das Kaufhaus ist gigantisch!
Bin ich froh, dass ich nicht mehr Geld mitgenommen habe - ein paar Objektive für meine Nikon wären schon drin gewesen :P
Das Badgirl in mir kommt erneut zum Vorschein und ich mache ein paar heimliche (und schlechte) Fotos in der Fotografie Etage.





Nachdem wir noch einige Mitbringsel kaufen, müssen wir auch schon los in Richtung Shinjuku, denn heute treffen wir uns mit dem Autor von Oh Shit, I'm in Japan! - Michael.
Wir wollen uns am Central East Exit 中央東口 in der Shinjuku Station treffen.
Nichts leichter als das, ist ja auch nicht gerade Rush Hour, und Exit gibt es auch nur einen...
Wir stellen uns einfach an eine Säule und warten - die Menschen laufen um uns herum, unglaublich wie viel hier los ist.
Zum Glück erkennt man sich als Gaijin hier relativ einfach und Michael findet uns sofort, also geht's los zur Izakaya namens "Alps" - wie passend ^.^

Ich krieg mich erstmal gar nicht mehr ein, es ist so seltsam jemanden zu treffen, dessen Blog man monatelang verfolgt hat und der eine Art Vorbild (zumindest was das "Auswandern" nach Japan betrifft) darstellt.
Wir bestellen all you can drink (ich bin ja so trinkfest, höhö) und dazu werden uns nach und nach japanische Gerichte zum Tisch gebracht.
Gleich zu Beginn überwinde ich mich in unbeschreiblichem Ausmaß, denn ich probiere rohen Oktopus - Takowasa.
Das Video dazu kommt zu einem späteren Zeitpunkt, ich bin einfach zu doof zum schneiden ._.
Außerdem gibt's noch Gurken mit Seetang, Salat mit Miso Paste (omnomnom), frittierten Oktopus, frittierte Fischflossen, Maki und vieles mehr, das ich normalerweise wohl nicht probiert hätte.

hier seht ihr links neben den Gurken den Oktopus, den ich probiert habe ^^

Salat (?) mit Miso-Paste

lecker war's! zumindest der Großteil :P


Nach drei Bier und bereits angeheiterter Stimmung machen wir das, was wohl jeder an unserer Stelle machen würde - Sake bestellen!
Ich hab zwar 2006 schon mal welchen probiert, aber mit 14 schmeckt Alkohol sowieso eklig (damals noch, heute säuft man ja mit dem Alter schon wie die ganz Großen).
Ich kann mich gar nicht entscheiden, ob mir warmer oder kalter Sake besser geschmeckt hat - das Zeug ist so lecker (oder ich war betrunken und hab's nicht mehr gemerkt - werde ich wohl erst beim nächsten Mal herausfinden).
Der Abend ist einfach super, Michael erzählt so viel über sein Leben in Tokyo und welche Möglichkeiten es gibt, für längere Zeit nach Japan zu kommen.
Ich freue mich darüber, dass sich zwei fremde Menschen mit der selben Muttersprache am anderen Ende der Welt treffen können, um bei japanischem Sake über die gemeinsame Leidenschaft, Japan, zu sprechen.
Das Leben ist schön.





Aus meiner Sicht haben wir wirklich viel Spaß und ich freue mich, so einen tollen Abend in Tokyo erleben zu dürfen.
Nachdem Michael uns noch dabei hilft, eine Suica Karte für die U-Bahn zu kaufen, machen wir uns nach einigen Stunden wieder auf den Weg zurück ins Hotel.
Ich finde es so toll, wie ein Land so viele Menschen verbindet.




Montag, 21. April 2014

Rauchen in Japan

Das Rauchen in Japan - ein sehr spannendes Thema, zumindest für die Raucher unter euch.
In der Stadt, in der ich lebe, kann man seine Zigarette eigentlich ohne Bedenken einfach auf den Boden werfen, ohne dass irgendetwas passiert.
Man darf an öffentlichen Orten rauchen, es gibt auch in den meisten Restaurants oder Bars zumindest einen abgeteilten Raucherbereich.
Immer wenn ich in Wien bin, muss ich mich an der Nase nehmen und meine ausgerauchte Zigarette in einen dafür vorgesehenen Behälter werfen, da ich sonst €50,-- als Strafe bezahlen muss.
Aber das ist ja noch gar nichts...

Dass es am Flughafen Tokyo Narita einige Raucherboxen gibt, hat mich von Anfang an schon verwundert, denn im Internet hatte ich schon die schlimmsten Schauermärchen bezüglich dem Rauchen gefunden.
So weit so gut.
Im Vorfeld hatte ich mich bereits via E-Mail beim Sakura Hostel Asakusa erkundigt und war erleichtert - denn es gab dort eine Raucherterrasse.
Als ich endlich dort angekommen bin, habe ich mich beim Hostel Staff erkundigt, wie das mit dem Rauchen in Tokyo generell so abläuft, und das will ich euch natürlich nicht vorenthalten.
Wenn man während des Gehens eine Zigarette raucht, sollte man damit rechnen, eine Geldstrafe zu bekommen, auch wenn man seine Zigarette dann in einem Mülleimer entsorgt oder gar in seine Tasche packt.
Leider konnte mir aber niemand sagen, wie hoch die Summe ist, also habe ich das auch nicht herausgefordert, sondern mich brav an die Vorschriften gehalten.
Aber keine Angst, es gibt glücklicherweise genug Möglichkeiten, in Tokyo zu rauchen, man muss nur wissen wo und wie.

Ihr solltet eigentlich an jeder größeren U-Bahn Station (z.B. Harajuku, Shibuya, Shinjuku, Asakusa, Hamamatsucho, Ueno...) einen Raucherbereich oder zumindest eine Raucherbox finden.

öffentlicher Aschenbecher an der Harajuku Yamanote Station
Man findet auch eigentlich überall Karten, wo Restaurants, Bars und Raucherbereiche eingezeichnet sind, das ist also kein Problem.
Auch hinter der Hachiko Statue findet ihr einen größeren, überdachten Bereich, wo ihr rauchen könnt.
In Akihabara hatte ich einige Probleme, eine solche Zone zu finden, aber schlussendlich stolperte ich dann doch über eine Box, die so vernebelt war, dass einem beim ersten Atemzug bereits die Lust auf eine Zigarette vergeht.
Aber was sein muss, muss sein und so versuchte ich, die fünf Minuten da drinnen zu überstehen.
Rund um mich standen Japaner im Anzug, mit Blackberry und iPhone in der Hand, die wohl unterwegs zur Arbeit waren.

In einer Seitengasse der Takeshita Dori in Harajuku konnte ich wieder mal ein paar badass Japaner beobachten, die einfach so eine Zigarette rauchten.
Da ich frei nach dem Motto "was der Japaner darf, das darf der Gaijin erst recht" lebe, habe ich mir auch gleich eine angezündet, und es ist nichts passiert.
Aber das war für mich persönlich Nervenkitzel genug, denn ich will mich in Japan an die landestypischen Vorschriften halten.

Wie es mit dem Rauchen in manchen Bars und Clubs in Tokyo wirklich aussieht, kann ich persönlich leider nicht beurteilen, da ich nie ausgegangen bin.
Das werde ich im Mai aber nachholen, und euch dann natürlich auch darüber berichten.
Ich habe als Mitbringsel übrigens Zigaretten für meine Freunde gekauft, und muss sagen, dass die Preise unter den österreichischen Durchschnittspreisen liegen.
An Automaten kann man Zigaretten jedoch nur kaufen, wenn man dafür registriert ist, was ich sehr umständlich finde.
Zwar gibt es genügend Möglichkeiten, um in Tokyo zu rauchen, aber würde ich mich für längere Zeit dort aufhalten, dann würde ich ziemlich sicher mit dem Rauchen aufhören, da es mir einfach zu umständlich wäre, immer einen speziell gekennzeichneten Platz zu suchen, um meine Nerven zu beruhigen.



Sonntag, 20. April 2014

Postkarten in Tokyo

Vielleicht gibt es da draußen ja noch andere Leute, die gerne Postkarten verschicken.
Im Zeitalter von Whatsapp und Facebook kommt das leider immer seltener vor, was ich sehr schade finde.
Ich bin ein Mensch, der sich im Urlaub immer noch gerne die Zeit nimmt, um seinen Lieben eine Karte zu schicken, auch wenn ich zwischendurch natürlich (sofern ich an Internet komme) trotzdem Fotos auf Facebook stelle und so weiter.
Eine Karte ist einfach so schön persönlich, finde ich.

Ob Las Vegas, London oder Mailand - überall werden einem Postkarten förmlich aufgezwungen.
Nicht aber in Japan.
Schon 2006 hatten wir große Probleme damit, Postkarten zu finden.
Man muss bedenken, dass das nun schon 8 Jahre her ist und man anno dazumal noch fleißig Karten verschickt hat, da es noch kein Facebook oder Ähnliches gab.
Auch Ende 2013 bin ich mit viel zu viel Hoffnung bezüglich Postkarten durch Tokyo geschlendert - schlussendlich musste ich wirklich gezielt danach suchen, um welche zu finden.
Falls ihr also auch mal nach Tokyo kommt und Lust darauf habt, Karten zu verschicken, dann erleichtere ich euch mit diesem Post eure Suche ^.^

Die ersten Karten konnte ich in der Nakamise Dori finden - das ist die Einkaufsstraße in Asakusa, die zum Senso-ji Tempel führt.
Dort gab es zwar nur wenig Auswahl, aber immerhin ein paar, auf denen der Senso-ji und der Sky Tree zu sehen waren.
Im Sakura Hostel Asakusa wurde mir angeboten, meine eigenen Fotos gegen Gebühr in eine Postkarte zu verwandeln.
Das hätte so ca. 500 Yen (3,50 Euro) pro Karte gekostet - eine sehr schöne Idee wie ich finde.
Als ich mit Reina in einem der Tokyo Metropolitan Government Towers den Souvenirshop aufsuchte, wurde ich auch fündig.
Und hier gibt es Postkarten zur Genüge.
Die meisten habe ich auch dort gekauft, denn man findet Motive von Tokyo bei Nacht bis zum idyllischen Fuji-san zur Kirschblüten-Zeit.
Da ich immer noch nicht genügend Karten gefunden hatte, machte ich mich in einer Filiale der Kaufhaus-Kette "Tokyu Hands" in Shibuya auf die Suche.
Und auch hier wurde ich fündig.
Jedoch gab es hier größtenteils Karten mit Motiven von Katsushika Hokusai oder anderen berühmten japanischen Künstlern.
Ich würde mich an eurer Stelle nicht darauf verlassen, Karten in allen Tokyu Hands Filialen zu finden, denn ich konnte weder in Shinjuku noch im Tokyu Plaza Omotesando welche ergattern.

Da ihr nun wisst, wo ihr in Tokyo an Postkarten kommt, stellt sich die nächste Frage:
Wo kann ich die Karten nun aufgeben???
Ganz einfach - in jeder Filiale von Family Mart. (Supermarkt-Kette, an jeder Ecke zu finden)
Ich hatte mir zu Anfang Sorgen gemacht, weil ich nicht wusste, wie ich eine japanische Post finden sollte, aber das musste ich auch gar nicht.
Fragt im Family Mart einfach nach Briefmarken, und die erklären euch alles weitere.
Wenn ihr Karten nach Europa schicken wollt, kostet das nur "lächerliche" 70 Yen (~50 Cent), wohingegen die meisten Karten selbst so um die 400 Yen (~2,80 Euro) pro Stück kosten.
Die Karten, die ich nach Österreich geschickt habe, kamen etwa nach 1-2 Wochen an, in Bulgarien kamen sie erst nach einem Monat an, ebenso in England.



Mittwoch, 9. April 2014

Countdown

Der Countdown läuft!
In 36 Tagen werden mein Freund und ich uns auf den Weg nach München machen, um (hoffentlich lebendig) von Turkish Airlines via Istanbul nach Tokyo geflogen zu werden.
Wie ich wahrscheinlich schon einmal erwähnt habe, habe ich schreckliche Flugangst, und der Absturz (oder was auch immer mit dem Flugzeug passiert sein mag - im Fall eines Absturzes wünsche ich den Familien der Passagiere viel Kraft) der MH370 trägt nicht gerade dazu bei, mich ohne Bedenken für einen 11 Stunden Flug in eine Boeing-777 zu setzen.
Aber was soll's, Japan ist halt leider nicht um die Ecke, und der Flug war wieder mal ein Schnäppchen ^.^


Wir werden am Freitag vormittags landen und am Donnerstag um die gleiche Zeit wieder nach Hause fliegen - uns bleiben also nur 6 Tage - Tokyo im Schnelldurchlauf, again!
Mein Freund will natürlich alles abklappern, wofür Tokyo bekannt ist, und da ich ohnehin alles von Akihabara bis Shinjuku noch einmal sehen möchte, sind wir beide zufrieden.
Zudem will ich dieses mal gerne in den Ueno Park, da es dort im Mai bestimmt sehr schön ist, und unser Hotel sowieso in der Gegend liegt.
Den Kaiserpalast, den Skytree und Odaiba wollen wir (ich) auch noch irgendwo einschieben, aber das klappt schon irgendwie.
Ich möchte dieses Mal auch ein paar mehr Tempel und Schreine besuchen, da ich gerne mehr als nur den Senso-ji sehen will.
Geplant sind erstmal der Nezu Schrein mit seinen vielen roten Torii, der Tokudaiji Tempel und der Ueno Toshogu Schrein.
Falls ihr noch andere sehenswerte Vorschläge habt - immer her damit!
Außerdem wollen wir (oder eher ich, mein Freund vertraut mir in der Planung blind, ihm bleibt auch nichts anderes übrig) gerne einen Tag in Enoshima und Kamakura verbringen, da ich das im Dezember aus zeitlichen Gründen leider nicht geschafft habe.
Zu allem Überfluss findet während unseres Tokyo Trips auch noch das Sanja Matsuri in Asakusa statt, das sich über das gesamte Wochenende erstreckt, da müssen wir natürlich auch hin!
Ihr seht schon, wir brauchen dann Urlaub vom Urlaub - zum Glück haben wir danach noch ein paar Tage frei und ich kann dann gleich anfangen zu posten! (sofern mich der Jetlag nicht wieder umhaut...)


Ich bin wirklich schon sehr gespannt auf unsere Reise.
Mein Freund ist noch nie weiter als bis nach London geflogen und isst zudem weder Fleisch noch Fisch - es wird also zumindest essenstechnisch sehr spannend :P
Außerdem sind wir beide furchtbar faul und bewegen uns selten mehr als notwendig, da wird er mich mal ganz anders erleben, wenn ich ihn bei sommerlichen Temperaturen durch die Straßen Tokyos scheuche.
Da meine liebe Reina uns für mindestens einen Tag begleiten wird, ist der Kulturschock bei ihm auch schon vorprogrammiert.
Aber ich arbeite nicht umsonst schon seit fast 1,5 Jahren daran, ihn für Japan zu begeistern, und ich hoffe, dass er nach dieser Reise zumindest halb so begeistert davon sein wird, wie ich (ich versichere euch, dass halb so viel Begeisterung in diesem Fall mehr als ausreichend ist, denn wer mich kennt weiß, dass es für mich selten ein anderes Thema als Japan gibt).
Ich hoffe wirklich, dass wir das alles schaffen, und ich euch nach der Reise ganz viele spannende Dinge zu berichten habe.


Montag, 7. April 2014

Weihnachten in Japan

Ein Weihnachts-Post ist Anfang April zwar etwas fehl am Platz, aber Kuriositäten aus Japan sind doch zu jeder Jahreszeit angebracht, also müsst ihr da jetzt durch.

Ich hätte wirklich nie gedacht, dass Japaner Weihnachten feiern, zumal fast niemand dort Christ ist.
Naja, feiern ist so ein Wort, aber dazu später mehr.
Als ich mit herbstlichen 15°C und bunten Blättern Anfang Dezember in Tokyo empfangen wurde, hätte ich mit allem gerechnet, aber nicht mit Weihnachtsdekoration.
Bereits auf dem Weg zum Hostel sprangen mir bunte Lichterketten ins Auge, die wahrscheinlich sogar Bürger der USA als kitschig empfunden hätten. (Oh warte, da war doch so ein Typ aus Texas im Hostel, der sich bei der "Party" lautstark über die Weihnachtsdeko in Tokyo amüsiert hat...)
Am zweiten Abend war ich noch kurz im Konbini (jap. für "convenience store") um ein paar Chips zu kaufen, als ich an einer Kreuzung auf etwas Sonderbares stieß: singende Ampeln!
Der Klang von Last Christmas, so leise er auch sein mag, ist nun wirklich nicht zu überhören, aber ich konnte einfach nicht erkennen, woher er kam.
Irgendwann bemerkte ich Lautsprecher an den Ampeln, und als ich näher heranging, wurde mir klar, dass die Musik tatsächlich von dort kam.
Eine Ampel singt spät abends Last Christmas für mich, sowas gibt es auch nur in Japan.
Als ich mit Reina durch Shibuya lief, mussten wir schmunzeln.


Dieses wundersame Ding kreuzte unseren Weg.
Leider konnten wir auch nach mehreren Minuten nicht feststellen, was es für einen Zweck erfüllen soll.
Wieder ertönte Weihnachtsmusik und einige Japanerinnen haben davor für Fotos posiert, die beiden Herren im Bild schienen etwas daran zu reparieren.
Wahrscheinlich sollte es einfach nur Weihnachtsstimmung verbreiten, wer weiß.


Auch das Einkaufszentrum "Shibuya 109" war weihnachtlich dekoriert, so wie sich das halt gehört!
Als wir Purikura machen wollten, gab es neben japanischen Schuluniformen auch Weihnachtskostüme zum Ausleihen, um die sich die jungen Japanerinnen gerade so stritten.
Selbst Reina konnte das nicht verstehen, sie meinte jedoch, dass mittlerweile auch in Japan Weihnachtskarten, am besten mit eigens gemachten Purikura, an alle Verwandten verschickt werden.
Im Tokyu Hands wurden die verschiedensten Weihnachtsmann-Kostüme und Rentier-Haarreifen angeboten, auch dort herrschte Weihnachtsstimmung bis zum Umfallen.
Bei einem alten Mann konnte man die Namen seiner Lieben in Hashi (Essstäbchen) gravieren lassen, um diese dann weihnachtlich verpackt zu verschenken.
In Shinjuku wurde es uns dann zu bunt, wortwörtlich, denn da sah es bezüglich Dekoration eher aus wie vor dem Rockefeller Center in New York.
Ich entschuldige mich für die schlechte Qualität der Fotos, aber genau so wie wir, war auch mein Handy überwältigt von den vielen Lichtern, und ich zu faul um irgendetwas einzustellen.




Ich habe durch spätere Recherchen herausgefunden, dass Weihnachten in Japan eigentlich gar keinen Wert hat (wovon ich auch immer überzeugt war, bevor ich diese Unmengen an Dekorationen gesehen habe).
Man will es anscheinend nur den USA und dem restlichen christlichen Teil der Welt gleich tun.
In Japan "feiert" man den 24. Dezember am besten mit Freunden im Kentucky Fried Chicken, wo man bereits im Oktober einen Tisch reservieren sollte, und geht danach richtig schön feiern.
Mich soll der Blitz treffen, falls ich euch hier mit falschen Informationen füttere, aber laut meinen Recherchen soll das so ablaufen, wie beschrieben.
Wenn es euch also in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder sonst wo an Weihnachtsstimmung mangelt, dann fliegt im Dezember nach Tokyo, denn da könnt ihr den Lichterketten und Weihnachtsliedern nicht entkommen!





Donnerstag, 13. März 2014

Shibuya, Harajuku & Shinjuku Teil 2

 Sonntag, 08.12.2013

Wir gehen in nahezu jeden Laden hinein und sehen uns um, von Haarschleifen bis ganzkörper-Pikachu-Anzügen kann man hier alles kaufen.
Irgendwie hab ich aber gar nicht wirklich Lust, ernsthaft zu shoppen, weil einfach viel zu viele Leute hier unterwegs sind, also belasse ich es bei ein paar Souvenirs.
Leider darf man in den Shops nicht fotografieren, googelt doch einfach die Takeshita Dori und ihr wisst was ich meine :3
Als ich einen "Body Line" Store erblicke, muss ich sofort hinein.
Reina weist mich darauf hin, dass man die Sachen hier weder probieren noch umtauschen kann, man muss also einfach hoffen, dass das Gekaufte dann auch passt - aha.
Das ist gerade in Japan ja auch sehr einfach, denn was bei uns Medium ist, ist bei den Japanern schon fast X-Large, also bin ich mir einfach nicht sicher, welche Größe ich nehmen soll.
Ich entscheide mich dann für eine Schuluniform in der japanischen Größe Small und bezahle umgerechnet gerade mal €25,-- dafür, ist aber qualitativ sehr hochwertig!
Als wir dann nach etwa zwei Stunden die Nase voll von Drängeleien haben, verlassen wir die Takeshita Dori und ich gehe erstmal eine rauchen, endlich, denn hier einen Raucherplatz zu finden ist gar nicht so einfach.
(Zu diesem Thema wird es später noch einen separaten Post geben)
Plötzlich stehen wir vor einem architektonisch genialen Einkaufszentrum, dem Tokyu Plaza Omotesando.



Bis auf den verspiegelten Eingang und den Starbucks mit Dachterrasse gibt es aber nichts Aufregendes, also machen wir uns wieder auf den Weg.
Auf nach Shinjuku!
Auch wenn die Fahrt nur kurz ist, schläft Reina in der Bahn ein.
Noch bevor die Tokyo Metro Durchsage darauf hinweist, dass wir gleich die Station Shinjuku erreichen, hebt Reina ihren Kopf und steht auf.
Auf das Verhalten von Japanern in öffentlichen Verkehrsmitteln werde ich ebenfalls in einem weiteren Post genauer eingehen.
Zu allererst gehen wir zu McDonald's, wo Reina Coupons auf ihrem Handy (?!) gespeichert hat, und einlöst.
Für einen Burger, große Pommes und ein Getränk bezahle ich nur 444 Yen (3,11 Euro), im Gegensatz zu Österreich sehr preiswert wie ich finde.
Als ich Reina sage, dass ich gerne zum Metropolitan Government Building gehen möchte, blättert sie erst einmal in ihrem Reiseführer.
Ganz unerwartet sagt sie "ohhh beautiful, I have never heard of it! Let's go!".
Ja, sehr unerwartet.
Ich kann mich nur noch sehr wage an dieses Gebäude erinnern, umso mehr überrascht mich auch, dass der Eintritt frei ist und wir ohne Wartezeit nach oben dürfen.
Wer will denn noch auf den Tokyo Tower wenn das hier gratis ist?
Nachdem wir uns einer Leibesvisitation der japanischen Art (im Prinzip wird man einfach nur genau angesehen und gefragt, ob man keine Waffen bei sich trägt) unterziehen müssen, steigen wir mit einem sehr höflichen (wie sollte es auch anders sein) Liftboy in den Aufzug und fahren bis zum 45. Stock.
"I am so excited, this is so ..." (fill in the gap)
Es ist echt niedlich zu sehen, wie die liebe Reina aufgeregter zu sein scheint als ich, der Gaijin am anderen Ende der Welt.
Oben angekommen sind wir erst einmal verblüfft, alles ist verglast und man hat einen tollen Ausblick auf die Stadt, die noch größer ist, als man sich das vorstellen kann.
Ich war damals schon begeistert, als ich vom Stratosphere Tower auf Las Vegas bei Nacht runtersehen konnte, aber TOKYO, scheiße, TOKYO ist gigantisch! (Mir ist bewusst, dass Las Vegas nicht besonders groß ist, aber spektakulär ist die Stadt auf jeden Fall!)
Die Bilder sind qualitativ leider nicht besonders gut, aber was solls:


Tokyo Metropolitan Government Observatory Towers
Na, hat jemand "Lost in Translation" gesehen? ^.^
Nachdem wir noch ein wenig in den Souvenir-Shops stöbern, fahren wir wieder runter.
Es ist zwar erst 21:00 aber wir sind müde, und beschließen, nach Hause zu fahren.
Reina begleitet mich zur U-Bahn-Station und sagt mir noch, wie ich zurück nach Asakusa komme.
Sie meint, dass sie am Dienstag nach der Uni Zeit hätte, und wir verabreden uns.
Zum Abschied umarmt sie mich sogar, sehr süß, hätte ich nicht erwartet, Japaner machen sowas ja nicht.
Ich hab sie wirklich lieb gewonnen, sie ist ein so fröhlicher und offener Mensch.
Hoffentlich bleibe ich mit ihr auch weiterhin in Kontakt, solche Freundschaften sind etwas Besonderes!
Arigatou gozaimasu, Reina <3

Kuriosität #5
Japaner in öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie reden nicht, sie sitzen sehr platzsparend da, und achten außerdem noch darauf, keinen zu berühren und schon gar nicht zu stören.
Unfassbar, diese Disziplin im Alltag.


Shibuya, Harajuku & Shinjuku Teil 1

Sonntag, 08. Dezember 2014

Heute treffe ich mich um 10:00 mit meiner Internetbekanntschaft Reina in Shibuya.
Ich weiß gar nicht, ob ich den Weg zur Tawaramachi Station noch einmal finde, und fragen kann man hier ja auch niemanden, also mache ich mich rechtzeitig auf den Weg, da ich natürlich wie erwartet viel länger brauche als berechnet.
Vor der Hachiko Statue sehe ich mich erst einmal um und hoffe, dass Reina mich findet, denn zwischen den Unmengen von Japanern kann ich unmöglich ein Gesicht erkennen, das ich bisher nur auf einigen Fotos gesehen habe.
Dank meiner roten Haare erkennt sie mich sofort und kommt zu mir rüber.

Notiz an mich selbst: beim nächsten Mal scheiß ich auf "do it as the japanese" und verabrede mich an einem anderen Ort - ein Treffpunkt ist kein Zweck erfüllender Treffpunkt mehr, wenn mehrere hundert Menschen an einem Fleck kauern, weil es halt "In" ist, sich an der Hachiko zu treffen.

Reina kommt ursprünglich aus Miyazaki (Insel Kyushu) und ist erst vor Kurzem aufgrund ihres Studiums nach Tokyo gezogen - sie kennt sich also auch nicht aus und legt ihren Tokyo Reiseführer nicht zur Seite, was ich sehr amüsant finde ^.^



Sie ist unglaublich offen und freundlich, ich mag sie gern, nur leider lässt ihr Englisch etwas zu wünschen übrig und ich befürchte, dass sie die Hälfte von dem was ich sage gar nicht versteht.
Wir gehen erstmal zu Starbucks und laufen dann durch die Straßen von Shibuya.
Ein paar Purikura dürfen da natürlich nicht fehlen!
Wir leihen uns beide ein blaues Maid-Kostüm aus und schon geht es los!




Shibuya ist am Tag irgendwie langweilig, also beschließen wir, nach Harajuku zu fahren.
Beiläufig frage ich sie, ob es stimmt, dass sich in Tokyo viele Leute vor einen Zug werfen, und alles was sie dazu zu sagen hat ist "yeeeees, it is so annoying!".
Annoying? Ernsthaft?
Als wir an der Station der Yamanote Line aussteigen, werden wir von den Menschenmassen in Richtung Ausgang gedrängt.
Reina war noch nie beim Meiji Schrein, also führe ich (!!!) uns zum Eingang des Yoyogi Parks, der zum Schrein führt.
Sie zeigt mir, wie man sich vor dem Beten reinigt und ich freue mich, dass ich mitmachen darf, obwohl ich Atheist bin.
Nach dem Beten hören wir lautes Trommeln und Reina ist sofort aus dem Häuschen: "Oh my god! This is traditional japanese wedding, I have never seen it! So beautiful!"
Ich tue es den anderen Touristen gleich und mache ein paar Fotos, ernte finstere Blicke von älteren Japanern, habe aber kein schlechtes Gewissen, denn Reina hat an ihrer Kamera wohl die Einstellung "Serienbildaufnahme" ausgewählt - und was der Japaner darf, das darf der Gaijin erst recht!

Da hat sie recht - sooo beautiful!
Sake Fässer aus der Meiji Zeit

Da uns der Meiji Schrein nicht allzu sehr beeindruckt, machen wir uns auf den Weg Richtung Takeshita Dori.
Es ist Sonntag und ich will gerne die verrückten jungen Cosplay-Leute auf der Brücke sehen, aber leider ist keiner da.
Reina weiß darauf keine Antwort, sie ist ganz angetan als ich ihr von diesen Jugendlichen erzähle, aber sie hat davon noch nie zuvor gehört... "ohhh, beautiful, I have never heard of it."
Endlich stehen wir am Anfang der Takeshita Dori, und ich bin begeistert, ein wahres Paradies für alle, die auf japanische Mode und ultra-kawaii Sachen im Überfluss stehen.




Zu allererst steuern wir einen Udon-Laden an, da wir mittlerweile ziemlich großen Hunger haben.
Zuhause klappt das Essen mit Stäbchen wirklich gut, aber wenn man plötzlich sowas wie Currysuppe mit Udon-Nudeln drin essen soll, wird das schon schwieriger.
Nichtsdestotrotz bemühe ich mich und esse alles mit den Stäbchen - dass ich doppelt so lange brauche als die Japaner um mich herum scheint Reina nicht zu stören sondern eher zu belustigen.

Kuriosität #4
Japaner finden es nervig, wenn ihre Mitmenschen Selbstmord begehen! In Europa wird einem durch verschiedene Einrichtungen Hilfe angeboten, wenn man ein psychisches Leiden hat.
In Japan hingegen wird das Volk darum gebeten, sich aus Rücksicht vor ihren Mitmenschen nicht unbedingt vor Züge zu werfen, wenn möglich schon gar nicht zur Rush-Hour, denn dadurch kommt es zu massiven Verzögerungen im Berufsverkehr. Und es ist nun wirklich nicht notwendig, dass aufgrund eines Selbstmordes auch nur ein fleißiger Japaner zur spät zur Arbeit kommt...