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Donnerstag, 16. April 2015

Wie alles begann...

Bevor ich damit anfange, über unsere Reiseerlebnisse zu schreiben, möchte ich euch noch kurz erzählen, wie Malie und ich uns eigentlich kennengelernt haben, und wie das mit Japan alles zustande gekommen ist :)



Angefangen hat alles im Oktober 2014, als Malie mich auf Instagram entdeckt, und meine Bilder geliked hat. Nach unzähligen "omg you're so kawaii" Kommentaren von beiden Seiten haben wir festgestellt, dass wir beide Österreicherinnen sind. Zufällig waren (und sind ^^) wir auch beide an Japan interessiert, fast gleich alt, und haben auch sonst ähnliche Interessen. Nach einiger Zeit haben wir uns auf Facebook hinzugefügt und ab und an miteinander geschrieben. Zum Spaß hat sie unter fast jeden meiner Japan-Posts etwas wie "i kumm mit :D" kommentiert, und ich habe scherzhafterweise mit "passt, i sog das bevor i buch" geantwortet. Eigentlich hatte ich damals geplant, noch einmal mit meinem (mittlerweile) Ex-Freund nach Japan zu reisen - als ich die Beziehung aber beendet habe, stand ich plötzlich ganz alleine da - und irgendwie hatte ich nicht allzu große Lust, alleine für zwei Wochen durch Japan zu reisen.



Auch wenn ich nicht wirklich damit gerechnet habe, jemanden zu finden, habe ich dann den Beitrag Mitreisende(r) gesucht veröffentlicht - die Hoffnung stirbt zuletzt, auch wenn meinen Blog jetzt nicht allzu viele Personen verfolgen. Und tatsächlich, noch am selben Tag hat sich Malie bei mir gemeldet, denn sie hatte bereits genügend Geld gespart, und wollte unbedingt mit! Nur konnte sie mir noch nicht ganz zusagen, da sie erst im Dezember erfahren sollte, ob sie frei bekommt oder nicht. Also wieder nur so eine halbe Sache... Ich musste außerdem noch auf den Termin für meine Abschlussprüfung warten, denn es hätte auch sein können, dass die genau in die Kirschblüten Zeit fällt.

Wie so oft haben sich dann einige Leute aus meinem Umfeld eingemischt und versucht, mir Japan auszureden. Es gibt ja so viele andere tolle Länder auf diesem Planeten, und ich soll doch mal meinen Horizont erweitern. Als Reisebüroassistentin wäre es auch von Vorteil, mal den Rest der Welt zu erkunden. Außerdem ist Japan dann auch gar nicht so spannend, als dass man nach drei Reisen noch nicht genug gesehen hätte. Also hab ich beschlossen, doch nicht nach ins Land der aufgehenden Sonne zu fliegen, und habe andere Urlaubspläne geschmiedet.



(c) Malie


Ziemlich unverhofft hat Malie mir dann am 15. Dezember am Weg zur Arbeit geschrieben, dass sie im März/April frei hat, und ob wir gleich buchen können. Ich wollte ihr eigentlich am Abend sagen, dass das alles doch nichts wird, aber spätestens in der Mittagspause und nachdem ich die Flüge gecheckt hatte, war ich wieder überzeugt. Nur drei Tage später haben wir den Flug dann gebucht, ohne uns jemals zuvor getroffen zu haben. Ein einziges Mal hatten wir telefoniert, aber das war's. Ziemlich riskant eigentlich, aber im Nachhinein betrachtet eine der besten Entscheidungen, die ich jemals getroffen habe :) Den gesamten Reiseverlauf haben wir via WhatsApp und Facebook geplant, Malie telefoniert nicht gerne, und so haben wir eben alles schriftlich erledigt :) Pünktlich zum neuen Jahr haben wir uns dann zum ersten Mal in Salzburg getroffen, ein weiteres Mal Ende Februar, und dann, ja dann hieß es Augen zu und durch!

Wenn ich im Nachhinein über die Umstände unseres Kennenlernens nachdenke finde ich es noch viel toller, dass wir das alles wirklich gemacht haben! Hätte sie meine Fotos nicht geliked, dann hätten wir uns nie kennengelernt, und meine Reise nach Japan wäre damit von vorne herein ins Wasser gefallen. Genau dieses zufällige Kennenlernen hat mich dazu gebracht, der Sache eine Chance zu geben. Denn wenn etwas so verrückt ist, dann kann es doch nur gut werden, oder? Und genau so war es! Denn Malie ist mir spätestens in den zwei Wochen, die wir miteinander verbracht haben, sehr ans Herz gewachsen, und ich hätte wirklich niemanden lieber mitgenommen als sie.


Dienstag, 10. Juni 2014

Tokyo Diary - Magical Japan

Dienstag, 20.05.2014

Nachdem wir (ich) es am Vorabend doch etwas übertrieben haben, krieche ich erst gegen Mittag aus dem Bett.
Irgendwie geht's mir total schlecht, aber nicht so wie Zuhause.
Mir ist weder übel noch habe ich Kopfschmerzen, ich fühle mich einfach nur schwach - fuck yeah, daran könnte ich mich gewöhnen!
Das einzig Böse ist die erdrückende Luftfeuchtigkeit, die mir als Rache für das ganze Bier vom Vortag ordentlich ins Gesicht schlägt...
Gut, dass wir das mit dem Karaoke dann doch gelassen haben.

Ziemlich erschöpft schleppen wir uns erneut nach Akihabara, da wir nicht wissen, was wir mit den paar Stunden bis zum Treffen mit Reina sonst anfangen sollen, ohne uns zu weit vom Hotel zu entfernen.
Irgendwie nervt es mich, dass wir es wieder nicht nach Kamakura schaffen, aber ich bin selbst daran schuld - beim nächsten Mal dann aber wirklich!
Da ich immer noch mehr als 30.000 Yen im Portemonnaie habe, kaufe ich ein paar Dinge für die Otakus, die Zuhause auf tolle Mitbringsel warten.








Nach einiger Zeit gehen wir auch schon wieder zurück zum Hotel, denn um 18:00 wollen wir uns mit Reina in Shibuya treffen.
Wir fahren zusammen nach Shinjuku und laufen erstmal gefühlte 30 Minuten bis zum Metropolitan Government Building.
Der Ausblick ist wie beim letzten Mal grandios - leider kommt das auf den Fotos nicht so gut rüber.









das Bild hab ich von Reina geklaut - grandios!!!


Kurzer Schwenk in die Vergangenheit.
Seit ich Instagram benutze, folge ich einem Mädchen mit dem IG-Namen kaia_willowleaf
Vor ein paar Monaten hat sie damit begonnen, Bilder aus Tokyo hochzuladen, und ich habe ihr geschrieben, dass ich auch bald dort sein werde.
Ihr Kommentar darauf war wie folgt: "maybe we'll run into each other there, would be fun".
Und nun wieder zurück in die Zukunft.
Wir stehen also vor dem Bahnhof in Shinjuku, einem der verkehrsreichsten Bahnhöfe der Welt, zur Rush Hour, und ich erblicke ein Mädchen mit blau-grünen Haaren.
Nach einigem Zögern gehe ich auf sie zu und unser Gespräch verläuft wie folgt:
ICH: Hey, do you have an Instagram account?
SIE: Yeah, I do?
ICH: You're not living in Tokyo, right?
SIE: Umm, riiiight?
ICH: I guess you're the girl which I'm following since a very long time, I told you that I'll come to Tokyo too and you answered that it would be fun running into each other.
SIE: OH MY GOD, are you hyruleprincess???
Wie krass ist das denn?
Ich hatte nie Kontakt mit ihr, like lediglich ihre Fotos und die kurze Konversation über Tokyo war die einzige, die wir je hatten, und dann treffe ich sie wirklich zufällig??? In Shinjuku???
Wie ist so etwas möglich?
Diese Begegnung hat mich vollkommen aus der Bahn geworfen, auch zwei Stunden danach frage ich mich noch, was da passiert ist.
Und da sag noch mal jemand, dass Japan nicht magisch ist, ich hab den Beweis, sogar mit Foto!!!




Wir laufen noch einige Zeit mit Reina durch die Straßen Shinjukus und laden sie ein, nach Österreich zu kommen - hoffentlich kommt sie wirklich.
Es ist so schön mit ihr zu sprechen, sie kann mir so viele offene Fragen bezüglich der japanischen Sprache beantworten und ist im Gegenzug dazu sehr interessiert an Europa und unserer Kultur.
Der Abschied von ihr fällt mir ziemlich schwer, am liebsten würde ich sie gleich mit nach Österreich nehmen und nie wieder her geben ^.^
Auch sie will uns nur sehr ungern verlassen und umarmt uns zum Schluss noch einmal.
Im Hotel angekommen freuen wir uns über folgenden Facebook Post von ihr:




Zufrieden und irgendwie erfüllt lege ich mich zum vorletzten Mal ins Bett - uns bleibt nur noch morgen, und ich könnte heulen...