Sonntag, 3. August 2014

Konbini コンビニ

Konbini  コンビニ (eigentlich konbiniensu sutoa コンビニエンスストア) kommt von dem englischen Begriff "convenience store".
Alle, die schon mal in Japan waren, oder gar dort gelebt haben, wissen natürlich wovon ich spreche.



Kühlregal mit großem Sortiment
Ein Konbini ist eine Art Supermarkt, in dem man nicht nur Lebensmittel kaufen, sondern auch Briefe aufgeben, Geld beheben und Konzertkarten besorgen kann.
In Tokyo haben diese Läden bis mindestens 22:00 geöffnet, viele sogar 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche.
Man findet sie an jeder Ecke, und kann prinzipiell immer und überall alles Notwendige einkaufen.

Für die Raucher: einen öffentlichen Aschenbecher findet man meistens neben dem Eingang zu einem Konbini.

Im Konbini findet man meist keine frischen Lebensmittel wie Obst oder Gemüse (die hab ich nur im Life Supermarket gesehen) - dafür aber fertig zubereitete Speisen, die man Zuhause nur noch in die Mikrowelle stellen muss.
Das Sortiment reicht von Onigiri über Sushi, bis hin zu Nudeln, die auf einem Plastikteller in der Kühlabteilung liegen.
Wenn man also mal später Feierabend macht und nicht allzu viel Geld für Essen ausgeben möchte, holt man sich nach Möglichkeit einfach was im Konbini, denn das ist preiswert und durchaus essbar (mir haben die Sachen gut geschmeckt).
Außerdem kann man abgepacktes Brot und auch Instant-Nudel-Gerichte kaufen.

                       





Wie auch in fast* allen europäischen Supermärkten, kann man im Konbini Alkohol kaufen.
Ob Sake oder Bier ist egal - je größer der Konbini, desto größer die Auswahl.
Dazu gibt's natürlich auch Chips und Knabberzeug - nichts Außergewöhnliches also.
Neben ess- und trinkbaren Dingen kann man im Konbini auch Deos, Taschentücher, Rasierer oder Zahnpasta kaufen - fast wie in einer Drogerie, nur dass das Sortiment nicht allzu groß ist, es gibt halt wie gesagt nur das Nötigste.



* in Skandinavien, zumindest weiß ich von Island und Norwegen, kann man Alkohol nicht einfach im Supermarkt kaufen. Es gibt hierfür spezielle Läden namens Vinhus oder Vinbud.


Auch Zeitschriften und Zigaretten kann man meistens bekommen - erspart den Weg zum Kiosk. (gibt es so etwas überhaupt in Japan?)
Eine Besonderheit an Konbinis ist, dass man Briefmarken kaufen, und die Postkarten (oder Briefe) gleich dort lassen kann, damit sie verschickt werden.
Zudem steht in fast jedem Konbini ein Geldautomat, um Zahlungen zu tätigen oder einfach Geld zu beheben.
Und dann kann man auch noch Konzerttickets in diesen allround-Supermärkten erstehen.
Was ich besonders spannend fand, waren die Unterhosen und Hemden - wahrscheinlich für japanische Salary Men, die es am Abend nicht mehr rechtzeitig nach Hause schaffen, und frische Wäsche brauchen ;)









Ganz toll finde ich übrigens auch die "dust box" an den Kassen: man kann die Quittung einfach hineinwerfen, wenn man sie nicht braucht.
Ich finde die Idee toll - denn den Zettel brauche ich eigentlich nie, und dann stellt sich immer die Frage, wo ich das Ding denn entsorgen soll...
Den zu zahlenden Betrag legt man übrigens in dieses blaue Schälchen, das ihr am Bild sehen könnt.
Der Kassierer nimmt dann das Schälchen, legt das Geld in die Kasse, und gibt es euch samt Restgeld und Quittung zurück.
Das ist übrigens nicht nur in Konbinis so, sondern auch in anderen Läden.

Ich hab hier mal die bekanntesten Konbinis für euch fotografiert.
Es gibt dann auch noch 7Eleven, aber von dem hab ich leider kein Bild gemacht wie es scheint.
Wer die Konbinis noch nicht kennt und bald nach Japan reist, wird mir wahrscheinlich recht geben - die Läden sind einfach unheimlich praktisch!






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