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Dienstag, 21. Juli 2015

NIH♡N 2015 - Mata ne

Donnerstag, 09. April 2015

Das kann einfach nicht wahr sein, wie konnten die zwei Wochen nur so schnell vergehen? Wir wollen nicht zurück nach Österreich, wir wollen hier bleiben, noch mehr vom Land sehen, am besten auch gleich noch im Lotto gewinnen, damit wir uns das auch leisten können... Nach dem Aufwachen sind wir beide ziemlich genervt, wir müssen jetzt noch die Reste einpacken, und da werden unsere logistischen Talente wirklich gefordert! Immer wenn wir sagen "so, i glaub jetzt hob is", bemerken wir beim Umdrehen, dass hier und da ja auch noch etwas liegt. "Oida, i hob kan Plotz mehr" - den Satz haben die Leute im Nebenzimmer an diesem Morgen wohl ziemlich oft gehört. Wir hätten doch einen größeren Koffer kaufen sollen, damit wir auch alles unterbringen. Ich trenne mich von Duschgel & Co. - das braucht einfach zu viel Platz und außerdem ist das Zeug schwer, das kaufe ich Zuhause einfach neu. Malie verzweifelt beim Einpacken zerbrechlicherer Gegenstände und ich sortiere zum zehnten Mal alles um. Mit Drücken und Quetschen schaffen wir es irgendwann, alle drei Koffer zu zu machen, preiset den Herrn. Unsere beiden Rucksäcke sind nun prall gefüllt mit allem möglichen Kram, ich hab sogar meine Converse Allstars da drinnen, weil die sonst keinen Platz gehabt hätten. In der Lobby wiegen wir dann erstmal die Koffer ab, denn wenn einer über 23kg hat, dann müssen wir wieder umschlichten, und zwar in der Lobby vor allen Leuten. Zum Glück haben aber alle drei Koffer je "nur" um die 21-22kg und wir sind beruhigt.

buhu ._. eher goodbye Shibuya :(

Da es 10:00 Uhr vormittags ist, unser Flug aber erst um 19:30 Uhr geht, machen wir uns ein letztes Mal auf den Weg nach Shibuya. Wir sind beide irgendwie traurig, auch wenn wir uns jetzt schon tierisch auf unsere Liebsten Zuhause freuen. Das Wetter ist heute traumhaft schön, das macht den Abschied nicht unbedingt leichter. Von Starbucks aus beobachten wir (auf dieser Reise eigentlich zum ersten Mal) die Shibuya Kreuzung von oben. Leider ist nicht viel los, und so werden die Fotos nicht allzu toll. Im Nachhinein betrachtet frage ich mich, wir arg wir denn da getrödelt haben, wir hatten ja eigentlich 5 Stunden zur Verfügung und haben nicht wirklich viel gemacht. Als wir uns zurück zur Yamanote Line begeben, spricht uns beim Selfies Machen ein Japaner an. Er erzählt uns, dass er gerne besser Englisch sprechen würde, und ob wir mit ihm quatschen wollen. Wir müssen aber leider los und so addet er Malie nach zehnminütiger Fragerei auf Facebook. Mann oh Mann, der war so anstrengend, aber so nett :D





Am Rückweg zum Hotel stoppen wir noch kurz bei McDonald's, wo wir unsere letzten Yen verballern. Kurz vor unserem Hotel machen wir noch an einem Kirschblüten Baum halt. Er ist wunderschön, und wir beschließen, uns noch einmal gegenseitig davor zu fotografieren. Man braucht ja schließlich ein anständiges "wir sind jetzt am Flughafen, wir wollen nicht nach Hause" Foto für Facebook, um noch einmal allen zu zeigen, wie schön es war! Also fotografieren wir los, und es dauert nicht lange, bis sich ein älterer Japaner zu uns gesellt, und uns sagt, wie wir uns hinstellen sollen. Er holt seine DSLR mit unzähligen Objektiven raus und fotografiert los. Irgendwie sind wir voll überrascht, er hat uns nicht mal gefragt, ob er uns fotografieren darf, sondern sich einfach zu uns gestellt ^^ Aber wir fühlen uns irgendwie geschmeichelt :3








Jetzt schnell noch die Koffer im Hotel holen und aufs Taxi warten. Der Taxi Fahrer ist wieder äußerst lieb und zuvorkommend und hilft uns mit unserem Gepäck. Nachdem unser Rail Pass schon seit einer Woche nicht mehr gültig ist, wollen wir uns den N'EX für stolze 3200 Yen nicht leisten, und entscheiden uns für die gute alte Keisei Main Line, die hat mich bisher noch immer an mein Ziel gebracht ;)

Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich ein Gewohnheitstier bin, und Veränderungen überhaupt nicht mag? Darum habe ich auch im letzten Jahr die Keisei Main Line wieder umständlichst ab Asakusa genommen, anstatt ab Ueno, obwohl das näher gewesen wäre. Diesmal wollen wir aber nicht in Ueno von Yamanote auf Tokyo Metro wechseln, und so lasse ich mich dazu überreden, doch gleich ab Ueno die Keisei Main Line zu nehmen. Und eines sag ich euch, VERÄNDERUNGEN SIND SCHEISSE, GEWOHNHEIT IST TOLL! Dass die Ueno Station nicht klein ist, ist uns bereits am Donnerstag vor einer Woche aufgefallen, aber so weit haben wir nicht gedacht. Wir liegen zwar noch immer gut in der Zeit, aber ich bin innerlich ziemlich gestresst. Irgendwie ist die Keisei Main Line nirgendwo angeschrieben, und so langsam werden wir skeptisch. Am Info Schalter fragen wir nach, und die Dame erklärt uns, dass wir hier komplett falsch sind, und aus der Station raus müssen, um da hin zu gelangen, wo wir eigentlich hin wollen. Also gehen wir raus und sehen uns um, aber weit und breit sieht's nirgendwo nach Keisei Main Line aus. Wir folgen ihrer Wegbeschreibung und laufen und laufen und kommen irgendwie nicht weiter. Verzweifelt fragen wir eine Gruppe von asiatischen Frauen, die ebenfalls mit Koffern in dieselbe Richtung laufen, nach dem Weg. Sie müssen auch zur Main Line, kennen den Weg aber nicht, und so beschließen wir, gemeinsam zu laufen. Die Mädels kommen aus Taiwan und sind genauso ratlos wie wir. Irgendwann bleiben wir stehen und sehen uns um, aber wir wissen einfach nicht wohin, und ich werde langsam wirklich nervös, denn wir sollten in gut einer Stunde am Flughafen sein. Eine japanische Omi sieht die Verzweiflung in unseren Augen und fragt in passablem Englisch nach unserem Ziel. Sie hilft Malie und mir mit dem dritten Koffer und läuft mit uns bis zur richtigen Station, wünscht uns eine gute Reise und sagt noch einmal, dass wir kawaii sind, während sie uns auf die Schulter klopft.

Ohne Probleme können wir nun in den Zug steigen und zum Flughafen fahren, puuuuh! Mit dem Gepäck läuft alles glatt und wir realisieren nun erst wirklich, dass wir nach Hause müssen. Gute Laune sieht anders aus, ist gerade einfach alles ein Gefühlschaos. Ich will hier bleiben. Eigentlich freue ich mich aber auf mein Zuhause. Ich hab keine Lust, in China noch vier Stunden auf den Anschlussflug zu warten. Und ich hab erst recht keine Lust, von Shanghai aus nochmal 12 Stunden im Flugzeug zu sitzen. Da fällt mir ein, nach dem Wochenende muss ich auch schon wieder zur Arbeit. Unsere Akkus sind fast leer. Wir haben Hunger. Ich hoffe, dass das Essen bei Air China wieder genauso lecker ist, wie beim Hinflug. Hoffentlich können wir im Flugzeug schlafen. Oh Mann, von München ist's ja dann auch noch ein weiter Weg bis ganz nach Hause, 3 Stunden Autofahrt. Und das, was mir die meisten Bauchschmerzen bereitet ist, dass ich Malie auf Wiedersehen sagen muss. Und ich weiß nicht, ob sie auch so denkt. Ich für meinen Teil bin unendlich froh, sie kennengelernt zu haben. Ich will auch Zuhause in Kontakt mit ihr bleiben. Aber geht's ihr genauso? Oder ist sie froh, mich los zu sein?

Ganz, ganz bald, liebes Japan :D
Nach endlosem Warten können wir endlich ins Flugzeug steigen. Bis Shanghai unterhalten wir uns eigentlich nur über die vergangenen Tage, und wie schön unsere Reise war. Am Flughafen gehen wir dann erneut zu Burger King und essen erstmal Onion Rings. Irgendwie müssen wir die verdammten vier Stunden ja rum bringen. Da um diese Uhrzeit nicht wirklich viele Menschen zu reisen scheinen, laufen wir auf den Rolltreppen-artigen Flughafen-Fortbewegungsbändern (oh Mann, ich hätte das Wort für die Dinger auch einfach googeln können XD) auf und ab und unterhalten uns über Dieses und Jenes. Mal vorwärts, mal rückwärts, dann Michael Jacksons Moonwalk ausprobiert, und wieder vorwärts. Die Securities sehen uns doof an aber im Moment ist uns das egal, denn wir sind hundemüde und wollen einfach nur ins Flugzeug, obwohl wir eigentlich lieber noch hier geblieben wären... Also in Tokyo, oder generell Japan, nicht in Shanghai.



Malie möchte diesmal am Gang sitzen, damit ich in Ruhe schlafen kann. Wie lieb sie einfach ist!!! Und ich danke ihr dafür, denn ich konnte wirklich fast 7 Stunden durchgehend schlafen, zusätzlich dann noch 2 weitere, wenn auch mit Unterbrechungen. Bevor ich aber einschlafe, verdrücke ich noch ein paar Tränchen. Was hat dieses Land bloß mit mir angestellt, dass mich der Abschied so mitnimmt? Es ist ja schließlich nur ein Land, und ich kann jederzeit wiederkommen. Aber es fühlt sich eher an, wie ein Abschied von einem geliebten Menschen auf unbestimmte Zeit. Ich will nicht komplett zu heulen beginnen, denn sobald mich Malie in den Arm nehmen würde, könnte ich mich gar nicht mehr einkriegen. Deshalb drehe ich mich zur Seite und versuche zu schlafen. Als wir in München landen bin ich putzmunter. Es geht alles sehr schnell, wir holen unsere Koffer und gehen (etwas nervös ^^) durch den Zoll, und dann steht auch schon mein Freund am Ausgang und wartet auf uns. Auch in München ist das Wetter fabelhaft und wir steigen ins Auto. Malie nehmen wir bis Salzburg mit, dort wird sie von ihrem Freund abgeholt. Die gesamte Autofahrt lang sehen wir unsere Fotos durch und schwärmen von Japan. Nach gut zwei Stunden Fahrt müssen wir uns dann verabschieden. Es ist so unwirklich, nun war Malie 2 Wochen lang 24 Stunden am Tag an meiner Seite, und jetzt ist sie weg... Vielleicht sollten wir den Trip einfach so schnell wie möglich wiederholen. Zu diesem Zeitpunkt haben wir nicht geahnt, dass das bald Wirklichkeit werden würde :)

Wir sehen ja eigentlich noch recht passabel aus nach der langen Reise :D Unsere Gesichtsausdrücke kurz vor der Trennung...



Montag, 13. Juli 2015

Juliupdate

"Ein Update? Im Juli schon?" werdet ihr euch fragen.
Ganz genau, denn dieses Mal sind wir aufgrund der übermäßigen Vorfreude schon sehr früh dabei, alles zu planen - so gut das eben geht, vier Monate vor Abflug.

Wie bereits auf Facebook angekündigt, wird mich diesmal nicht nur Malie begleiten, sondern auch meine langjährige Kindheitsfreundin Angie, die ich bereits vor vielen Jahren für das Land der aufgehenden Sonne begeistern konnte! Oder haben wir uns gegenseitig dafür begeistert? Ich weiß es nicht mehr. Sie hat mir meine Reisen nach Japan immer am meisten gegönnt. Als ich im April die alljährliche Karte an Angie und ihre Mum geschrieben habe, hätte ich nicht gedacht, dass das bald alles wirklich so kommen würde. Ich weiß noch genau wo ich sie geschrieben habe, und dass ich etwas lächeln musste, weil ich gehofft habe, dass Angie wirklich bald mitkommen kann.

oben genannte Karte ^^

Malie und ich haben bereits am Münchner Flughafen Scherze darüber gemacht, dass wir uns vielleicht so gut verstehen werden, dass wir noch einmal gemeinsam verreisen könnten - nach Japan versteht sich. Im Laufe der Reise haben wir beide des öfteren angemerkt, dass wir gerne bald wieder kommen wollen, am liebsten gemeinsam, falls die jeweils andere nichts dagegen hätte. Wir waren mit unseren Aussagen beide sehr vorsichtig, ich zumindest, denn ich wollte Malie nicht überrumpeln und auch nicht allzu enttäuscht sein, falls sie nach der Reise den Kontakt langsam hätte abbrechen lassen. Spätestens nach unserem schweren Abschied voneinander wussten wir beide, dass das vielleicht doch etwas werden könnte. Und es hat tatsächlich keine drei Tage gedauert, bis wir ernsthaft darüber nachgedacht haben, wieder einen Flug zu buchen, und zwar gemeinsam. Mit dem Datum waren wir uns einig, Malie hat bereits ohne mein Wissen auf Arbeit ihren Urlaub eingetragen und ich werde mich beruflich umorientieren.

Angie hat immer schon gesagt, dass sie gerne mitkommen möchte, aber ich habe das nie allzu ernst genommen, denn sie konnte sich bisher nicht dazu durchringen, mit mir zu buchen. Irgendwie konnte sie diesmal wohl doch nicht anders, und als ihr Urlaub bestätigt wurde, stand der Flugbuchung nichts mehr im Wege. Das Problem, dass Malie und Angie sich noch nicht kennen, stellte sich sehr bald als irrelevant heraus, denn Malie hat ohne zu zögern zugestimmt, und Angie war ohnehin einfach nur glücklich, dass ihr Traum endlich in Erfüllung gehen wird. Und nach nicht einmal drei Wochen, die wir zurück in Österreich waren, haben wir gebucht, und zwar alle drei :)

Am 12. November 2015 werden wir abends mit Turkish Airlines nach Istanbul und von dort weiter bis nach Tokyo fliegen. Air China hat mich zwar positiv überrascht, jedoch hat mir der Service von TK einfach besser gefallen, und außerdem können wir diesmal ab/bis Salzburg fliegen, was uns viele, viele Strapazen erspart. Der Flug war außerdem spottbillig, da mussten wir einfach sofort zuschlagen!
Wir werden am Freitagabend in Tokyo Narita landen, und erstmal eine Nacht in der Stadt Narita verbringen, zwecks Akklimatisieren und so. Wie gut, dass sich unser Hotel in unmittelbarer Nähe des Naritasan Shinsho-ji befindet - dem schicken Tempel können wir nach unserer Ankunft gleich noch einen nächtlichen Besuch abstatten, und das ein oder andere Bierchen kippen, bevor wir in unsere Betten fallen.

http://www.tokyoarchitecture.info/TAI/Images/Buildings/NaritaCity/200901/Three-StoriedPagoda-Mar09-008a.jpg

Am Samstag werden wir uns dann früh morgens auf den Weg nach Kyoto machen, damit wir den Tag zumindest noch zur Hälfte nutzen können. Diesmal haben wir uns dafür entschieden, in einem Hostel zu schlafen. Wir haben jetzt mal grob geplant, dass wir uns in Kyoto auf den Fushimi Inari sowie den Kiyomizu Dera und Gion beschränken, weil uns alles andere einfach nicht von den Socken gehauen hat, und wir auch mal die Umgebung erkunden wollen. Also steht diesmal auch ein Ausflug nach Nara, ein weiterer nach Himeji und noch ein Ausflug zum Koya-san auf dem Plan. Natürlich ist das alles noch nicht sicher, aber wenn es sich zeitlich ausginge, dann wären wir froh darüber. Angie feiert in Kyoto übrigens ihren 21. Geburtstag und wir müssen uns unbedingt noch etwas Tolles einfallen lassen, um ihre weltweite Volljährigkeit gebührend zu feiern! Momentan haben wir geplant, fünf Nächte in Kyoto zu verbringen, die restlichen sieben dann in Tokyo.

http://www.kanpai-japan.com/sites/default/files/uploads/2012/12/kiyomizu-dera-momiji-light-up-18.jpg

Von Tokyo aus wollen wir diesmal auch einige Ausflüge unternehmen. Ob wir nun aber nach Nikko, Hakone, Kawagoe, Atami oder Kawaguchiko fahren, wissen wir auch noch nicht. Ich persönlich wäre an Atami und Kawaguchiko interessiert, im schlimmsten Fall können wir uns aber auch trennen, denn die Sim Karte für mobiles Internet und die damit verbundene Nutzung von Google Maps wird uns auch dieses Mal mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn wir uns verlaufen haben. Außerdem machen wir das alles auch vom Wetter abhängig, denn bei Nebel oder Regen macht es wenig Sinn, in Richtung Fuji zu fahren, wenn man ihn dann ohnehin nicht richtig sehen kann.

Natürlich müssen in Tokyo auch wieder unsere Lieblingsviertel abklappern, wir werden uns mit Reina und Micha treffen, unseren Ramen Laden aufsuchen und zum Karaoke gehen. Mann, werden wir irgendwann einen entspannteren Urlaub in Japan verbringen? XD Jo, so sieht's bisher aus. Nach 12 Tagen Japan treten wir dann wieder die Rückreise an.