Posts mit dem Label 日本 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 日本 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 20. März 2015

Countdown!!!

YATTA! Die Zeit seit der Buchung im Dezember ist wie im Flug vergangen, die letzten Tage sind gezählt, und in exakt einer Woche fliegen Malie und ich nach Japan *0*
Unsere Vorfreude ist kaum noch auszuhalten und wir können an fast nichts anderes mehr denken (ich zumindest xD). Schön langsam wird's wirklich ernst, die Yen sind schon da, die Packlisten geschrieben, der Selfie-Stick gekauft und von mir aus könnten wir morgen schon fliegen, ach was, SOFORT!!! :3

Aber was steht denn nun eigentlich alles auf unserem Japan-Plan?
Wir werden am Samstag, den 28.03.2015 gegen Nachmittag in Tokyo Narita landen, und uns anschließend auf den langen Weg nach Kyoto machen. Dieser Tag ist komplett vergeigt, also geht's erst am Sonntag und nach genügend Schlaf so richtig los, hoffentlich ohne Jetlag!!!
Den Sonntag und Montag werden wir nutzen, um alles Sehenswerte in Kyoto abzuklappern - ganz besonders freuen wir uns auf den Inari Fushimi, Arashiyama und Gion.
Wir haben überlegt, uns einen Kimono auszuleihen, außerdem wollen wir uns mit meiner Internetbekanntschaft Momo verabreden - mal abwarten, ob sich das zeitlich auch wirklich vereinbaren lässt.
Am Dienstag (31.03.) geht's dann für einen Tagesausflug nach Miyajima, auf die "Reh-Insel", wenn man sie so nennen mag. HIER geht's zum Eintrag, in dem ich über meinen Besuch auf Miyajima im Jahr 2006 geschrieben habe. Laut Google kann man die Insel in der Bucht von Hiroshima innerhalb von knappen drei Stunden mit dem Shinkansen von Kyoto aus erreichen - und da wir ohnehin über den Japan Rail Pass verfügen, können wir ganz ohne Geldsorgen in den japanischen Hightech Zug hüpfen, und uns gen Süden fahren lassen :) Falls uns noch etwas Zeit bleibt, wollen wir gerne noch durch Hiroshima spazieren, denn auf dem Heimweg von Miyajima müssen wir ohnehin dort umsteigen. Wir werden sehen :)


Da legen wir ja doch einiges an Kilometern zurück D:


Am Mittwoch (01.04.) werden wir uns, nach ausgiebigem Sightseeing, gegen Abend von Kyoto verabschieden, und mit dem Shinkansen in Richtung Megacity Tokyo düsen. Und spätestens da wird Malie die Luft weg bleiben - denn das bunte und skurrile Tokyo ist doch ein starker Kontrast zum spirituellen Kyoto, für Japan-Neulinge ganz besonders. Und ich bin mir sicher sie wird es lieben.
Da wir die meisten Dinge ohnehin beide sehen wollen, haben wir uns für Tokyo auf folgende Fixpunkte geeinigt: Akihabara, Harajuku, Asakusa, Shibuya und Shinjuku.
Ein Treffen mit Michael sowie mit meiner japanischen Freundin Reina ist auch geplant - oh Mann, wir hätten besser vier als nur zwei Wochen bleiben sollen xD
Alles was sonst noch passiert, entscheiden wir spontan, oder wenn es die Gegebenheiten zulassen - zum Beispiel das Ghibli Museum und der One Piece Vergnügungspark.
Am Sonntag (05.04.) werden wir übrigens für einen Tag ins nahe gelegene Kawasaki fahren um am Kanamara Matsuri, auch bekannt als "Steel Phallus Festival" oder "Penis Festival" teilzunehmen, und um uns kaputt zu lachen XD



Wir werden uns also von 28.03. - 01.04. in Kyoto (mit eintägigem Aufenthalt in Miyajima/Hiroshima) befinden, und dann von 01.04. - 09.04. in Tokyo.
Am Donnerstagabend (09.04.) fliegen wir (erneut via Shanghai) nach München zurück, wo wir am Freitag (10.04.) früh morgens landen, und von meinem Freund abgeholt werden :D Die ersten Reiseberichte, oder zumindest ein kleines Lebenszeichen, werden also entweder schon am Freitag Abend, ansonsten am Samstag oder spätestens am Sonntag folgen. Fotos und kurze Berichte gibt's in den zwei Wochen leider nur auf My Japan Diaries bei Facebook sowie auf meinem Instagram Account.

Cherry Blossom Forecast von Japan-Guide.com

Ah ja, übrigens:
Wenn man dem Cherry Blossom Forecast Glauben schenken mag, dann sieht's ziemlich gut für uns aus, gerade was Tokyo betrifft, denn das wichtigste an der Reise sind uns eigentlich die Kirschblüten!
Ich hoffe inständig, dass das Wetter in Japan uns keinen Strich durch die Rechnung macht, sondern wirklich frühlingshaft und trocken ist, sodass wir unsere (insgesamt) 64GB Kameraspeicher auch schön mit Kirschblüten Bildern voll bekommen *///*



Mittwoch, 11. März 2015

Pray for Japan

Exakt 4 Jahre ist es nun her, dass Japan von einem der verheerendsten Erdbeben seit Beginn der Aufzeichnungen heimgesucht wurde. Und als ob ein Erdbeben mit einer Magnitude von 9 auf der Richterskala nicht ausreichend gewesen wäre, löste dieses einen Tsunami aus, welcher, abhängig von der Region, zwischen 10 und 38 Meter an Höhe erreichte, und die nord-ost Küste Japans großflächig zerstörte. Wie wir wahrscheinlich alle wissen, war das noch lange nicht alles, was Japan in den darauffolgenden Stunden, Tagen, Wochen, Monaten, bis hin zu Jahren, erdulden musste.




So wie sich jeder an den 11. September 2001 erinnern kann (ich war damals noch zu jung, um das alles zu verstehen), kann ich mich noch sehr gut an den 11. März 2011 erinnern. Das Erdbeben begann um 14:46 Ortszeit, sprich 06:46 Mitteleuropäische Zeit. Meine Mutter hat am Morgen die Nachrichten verfolgt, und mir, eher unbeeindruckt, von einem größeren Erdbeben in Japan berichtet. So ein Beben gibt es in Japan ja mehrmals im Jahr, daher konnten wir zu diesem Zeitpunkt die Ausmaße noch nicht annähernd erahnen. Als ich in der Schule ankam, sprach schon jeder darüber, und mein Deutsch Professor hat mit uns den halben Vormittag die Nachrichten verfolgt, anstatt zu unterrichten. 
Nach und nach wurde klar, dass das Erdbeben, und in weiterer Folge der Tsunami, eine nukleare Katastrophe ausgelöst hatten. Am 12. März 2011 kam es im 150km vom Epizentrum entfernten Kernkraftwerk Fukushima Daiichi zum Ausfall des Kühlsystems einiger Reaktorblöcke. Und so nahm alles seinen Lauf. Ich weiß es noch wie heute, als alle in meinem Umfeld meinten, dass ich nie wieder, und wenn, dann frühestens in 20 oder 30 Jahren nach Japan fliegen könne. So wie die Medien die Situation rund um Fukushima dargestellt hatten, habe ich wirklich daran geglaubt, und war am Boden zerstört. Außerdem war ich in großer Sorge, denn meine Brieffreundin Chiaki lebte zu dieser Zeit in Tokyo, und hat sich erst nach einigen Tagen bei mir gemeldet - unverletzt, zum Glück! Sie hat mir selbstgedrehte Videos vom Erdbeben geschickt, und mich durch unzählige Berichte und Fotos am Geschehen teilhaben lassen. Es war wirklich schrecklich mit ihr darüber zu sprechen, sie lebte in ständiger Angst vor einem großen Nachbeben, so wie wahrscheinlich jeder Bewohner Japans zu dieser Zeit.


Als ich mich vor längerer Zeit durch die Blogs von Claudia und Anji gelesen habe, fand ich besonders deren Einträge in Bezug auf das Erdbeben sehr spannend. Es ist interessant zu erfahren, wie die beiden deutschen Frauen den Zeitpunkt des Bebens erlebt haben, wie sich die japanischen Medien von den europäischen unterschieden haben, und was sich nach dem Beben alles verändert hat. Wenn ihr HIER klickt, kommt ihr zum Blog Beitrag von Claudia, welchen sie ein Jahr nach der Katastrophe rückblickend verfasst hat.
HIER schildert Anji, wie sie das Erdbeben erlebt hat, einen Tag vor ihrem Geburtstag. Ihr Eintrag berührt mich besonders, sie hat alles so authentisch beschrieben, dass ich beim Lesen das Gefühl habe, als wäre ich dabei gewesen. Ein halbes Jahr nach der Katastrophe hat sie erneut einen Artikel zu diesem Thema verfasst - HIER klicken, lesen, die Videos ansehen, und heulen.


Ich möchte nicht über die Auswirkungen von Fukushima und das noch heute bestehende Leid der Menschen schreiben, da dieses Thema ohnehin ständig in den Medien behandelt wird, und es genug Einträge von anderen Bloggern gibt, die sich besser damit auskennen weil täglich damit konfrontiert. Ich wollte mit diesem Eintrag lediglich an das Ausmaß der Katastrophe erinnern, denn so etwas Schreckliches sollte nicht in Vergessenheit geraten.



Dienstag, 27. Januar 2015

Jännerupdate

Da ich gerade in einer heiklen Lernphase für meine Abschlussprüfung bin, habe ich momentan leider keine Zeit, die ganzen angefangenen Posts fertigzustellen. Daher gibt's heute mal ein kurzes Update in Bezug auf die bevorstehende Reise nach Japan, oder eher die Anreise, denn die hat es in sich :P

Wenn ich mir unsere Flugzeiten so ansehe, wird mir zum ersten Mal bewusst, in welche Stress überladene Situation wir uns da eigentlich gebracht haben XD Von München bis nach Shanghai fliegen wir ~11 Stunden (zuerst mal müssen wir aber irgendwie nach München kommen, denn Malie lebt in Oberösterreich, und ich in Salzburg - das kann dann schon um die 4 Stunden dauern, bis wir unseren Startflughafen erreichen). Danach müssen wir uns geschlagene 4 Stunden am Flughafen amüsieren, bis wir uns ins Flugzeug nach Tokyo schleppen dürfen, denn ohne Visum darf man einen chinesischen Flughafen nicht verlassen, 4 Stunden wären aber ohnehin zu kurz. Nachdem das Flugzeug dann abhebt, befinden wir uns für weitere 3 Stunden im asiatischen Luftraum und können vor der Landung hoffentlich den Fuji von oben sehen - ich mache mir da keine allzu großen Hoffnungen, er versteckt sich bekanntlich ja gerne, und ich hab ihn schließlich schon einmal gesehen, aber für Malie würd ich's mir wünschen.

Nach der Landung müssen wir erstmal durch die Passkontrollen und unser Gepäck abholen, bis wir uns mit einem Tässchen Kaffee im Raucherbereich niederlassen können, um meine Lunge nach mehrstündiger Nikotinabstinenz ordentlich zu füttern. Die arme Malie wird mich da wahrscheinlich schnell rausholen, zumal sie nicht raucht und vermutlich keine Lust hat, allzu lange herumzutrödeln. Denn wir müssen ja dann noch den Voucher unseres Japan Rail Passes umtauschen und gnaaah, dann müssen wir den richtigen Zug finden, der uns in ~1h Fahrzeit zur Tokyo Station bringt. Dort müssen wir dann nur noch in den richtigen Shinkansen einsteigen und weiter geht die lustige Fahrt, bis wir nach ~2,5 Stunden hoffentlich in Kyoto und nicht irgendwo ganz anders ankommen. 

Und dann, nach so vielen Stunden, haben wir endlich unser Ziel erreicht... oder? NEIN! Das ist noch nicht genug Anstrengung für uns, daher haben wir uns für ein Hotel entschieden, welches (entschuldigt meine Ausdrucksweise, aber ich möchte authentisch bleiben XD) wirklich am Arsch der Welt, oder eher am Arsch von Kyoto liegt. Zwar dauert die Fahrt nur 2 Stationen, sprich 10 Minuten, aber laut Hotelbewertungen ist unser Hotel ziemlich schwer zu finden, weshalb ich schon jetzt den Weg mit Google Street View ablaufe. Dass wir uns für dieses Hotel entschieden haben hat aber einen sehr guten Grund (nicht nur, dass es billig war XD) - es liegt nur wenige Gehminuten vom Inari Fushimi Schrein entfernt, der steht nämlich als wichtigster Punkt ganz oben auf unserer Liste!

Die Anreise klingt wirklich nach einer Menge Spaß, findet ihr nicht? Nach dem Check-In im Hotel werden wir wahrscheinlich für die nächsten Stunden in einen komatösen Schlafzustand fallen - aber wenn wir aufwachen sind wir bereits in Kyoto, und dann werden wir erst wirklich realisieren, dass das alles kein Traum ist, und diesem Moment fiebere ich schon jetzt, exakt 2 Monate vor Abreise, wie wild entgegen.


Donnerstag, 10. Juli 2014

Money money money... #2

Nummer 3 - Essen und Trinken
Na das wird jetzt peinlich :P
Ich denke nicht, dass euch dieser Punkt viel weiterhelfen wird, falls ihr vor habt, euch von Fisch und japanischem Essen zu ernähren.
Da mein Freund keinen Fisch und generell kein asiatisches Essen mag, sind wir ihm zu Liebe täglich zu McDonald's gegangen, und wenn man da so drin steht, bekommt man auch Appetit T__T
Also hab ich mir meistens auch die ein oder andere Kleinigkeit gegönnt.
Was ich dazu jedoch sagen muss: McDonald's ist in Japan günstiger als in Österreich!
Für ein McMenu mit Getränk und Pommes habe ich hier um die 500 Yen bezahlt, das sind umgerechnet ca. EUR 3,50!
Außerdem ist Starbucks in Japan (zumindest in Tokyo) sehr viel günstiger als Zuhause, denn für einen Café Latte Medium bezahlt man hier knapp 500 Yen (ca. EUR 3,50 wie wir nun wissen) - in Österreich kostet selbiges EUR 4,50 aufwärts!
Ich habe aber auch japanisches Essen probiert.
Wenn man Onigiri mag, dann kann man die in jedem Konbini ziemlich günstig (100-200 Yen sprich 70 Cent bis EUR 1,40) kaufen.
Vor allem für Zwischendurch hab ich mir öfters mal welche in den verschiedensten Geschmacksrichtungen geholt.
Sollte man mit einem Wasserkocher am Hotelzimmer gesegnet sein (einen solchen findet man in Japan ohnehin in fast jedem Hotel), kann man auch mal für wenig Geld Fertigprodukte kaufen und mit heißem Wasser aufgießen - mir hat's geschmeckt, das Dosenfutter ^.^
Außerdem gibt's in Konbinis Sushi bis zum Abwinken, und die Preise ließen mich fast ohnmächtig werden.
Das Zeug hier ist so günstig und vor allem lecker!
Ist aber auch irgendwie klar, Fisch und Reis sind Hauptnahrungsmittel in Japan, bei uns ist Sushi etwas Exotisches und somit unverschämt teuer.
Wie ihr hoffentlich vielleicht bereits gelesen habt, waren wir auch in einer Izakaya.
Für zwei Stunden all you can drink und diverse japanische Speisen haben wir pro Person etwa 3000 Yen (also ca. EUR 21) bezahlt - ob das nun günstig oder teuer ist, dürft ihr selbst entscheiden.
Satt wird man allemal und betrunken auch, es lohnt sich auf jeden Fall :P
Da wir gerade bei betrunken sind: Bier ist (im Konbini) meistens in 0,33l Dosen abgefüllt und kostet je nach Marke (Asahi, Sapporo...) um die 150 Yen - nicht gerade günstig im Vergleich zu Österreich.
Es schmeckt aber wahnsinnig lecker, nicht zu bitter und nicht zu leicht, genau perfekt für meinen Geschmack.
Und wenn man im Urlaub ist, dann soll man sowieso nicht sparen :)

Nummer 4 - Geldwechsel
Ein Thema, bei dem sich die Meinungen spalten.
Da das hier aber MEIN BLOG (ja, meiner, und nicht der von Sido, wobei Sido ja von seinem Block und nicht Blog spricht... ach egal, ich schweife ab) ist, vertritt der Punkt meine subjektive Meinung diesbezüglich.
Ich habe bereits Zuhause EUR 300,-- in Yen gewechselt, da ich mir sicher war, diesen Betrag auszugeben.
Auf der Homepage des Außenministeriums habe ich gelesen, dass es in Japan sehr häufig zu Problemen bei der Barbehebung mit Maestro und Mastercard kommt, also habe ich zur Vorsicht noch EUR 200,-- in Bar mitgenommen.
In keinem anderen Land hätte ich das gemacht, aber dass mir in Japan die Tasche geklaut wird, ist unwahrscheinlich, also hab ich's riskiert.
Klar hätte ich bereits Zuhause alles wechseln können, aber ich war mir halt nicht sicher, wie viel ich brauchen werde, und Zuhause dann wieder in Euro wechseln wäre mir viiiiiel zu umständlich gewesen, und ich hätte dann wahrscheinlich die Yen in meinem Zimmer vergammeln lassen, und gehofft, dass ich bald wieder nach Japan komme, um sie zu verwenden, anstatt mein Hinterteil zur Bank zu bewegen und das Geld wechseln zu lassen (ihr merkt schon, mein zweiter Name lautet wirklich Faulheit!).
Das Wechseln in einer Bank ist übrigens eine spaßige Angelegenheit wenn man kein Japanisch spricht - ihr könnt die Details ja gerne HIER nachlesen :P

Nummer 5 - sonstige Ausgaben, Shoppen
Ich sag's euch gleich: ich hab wirklich nicht gespart in Japan.
Insgesamt habe ich sowohl im Dezember als auch im Mai für ca. eine Woche EUR 500,-- für sonstige Ausgaben gebraucht und ich bin wirklich sehr schön mit dem Geld ausgekommen.
Wofür ich die EUR 500,-- ungefähr ausgegeben habe, verrate ich euch natürlich auch :)
Ich zähle die Dinge am besten auf, dann könnt ihr euch mal ein Bild machen, also: Postkarten (etwa 30 Stück) und Briefmarken, Chips/Bier/Wasser/Kaffee/Süßkram/Snacks im Konbini, Mahlzeiten wie Mittag- und Abendessen, Souvenirs (Schüsselanhänger, Süßkram, Yu-Gi-Oh Karten, Mangas...) und natürlich hab ich auch Klamotten geshoppt.
Ich finde, dass japanische Kleidung (also aus Läden auf der Takeshita Dori z.B.) relativ teuer ist, da bezahlt man schon mal umgerechnet EUR 40,-- für einen stinknormalen Pullover, der nicht mal 'nen Aufdruck oder Ähnliches hat.
Daher hab' ich mich eher an Ketten wie H&M oder Forever21 gehalten, da die Preise gleich sind wie in Europa, es aber trotzdem andere Sachen zu kaufen gibt.
Bezüglich Cosplay: es kommt wirklich darauf an.
Also ich hab die Perücken und Kleider (u.A. meine Schuluniform), die es bei Body Line gab, relativ günstig gefunden (auf jeden Fall günstiger, als ebendiese im Internet zu bestellen) - die Perücken haben so zwischen EUR 14,-- bis zu ca. EUR 50,-- gekostet (waren zumindest die teuersten, die ich erspähen konnte, schlagt mich bitte nicht, wenn ihr schon teurere gesehen habt) und auch die Quailtät fand ich gut.
Bei den Kleidern ist das schwer zu sagen, je aufwändiger das Lolita Kleid, umso teurer, aber ein Maid-Kleid ist schon ab EUR 30,-- zu bekommen und qualitativ wirklich hochwertig (ich bereue, dass ich meines zum selben Preis in einem schäbigen Laden gekauft habe, und mich nun über die bescheidene Qualität ärgern muss).

Wie ihr seht, liegt es mal wieder in eurer Hand, wie viel Geld ihr so ausgeben werdet - vor allem was die sonstigen Ausgaben betrifft.
Ich empfehle euch aber, nicht jeden Cent umzudrehen, wenn ihr mal in Japan seid, schließlich sollte man sich gerade im Urlaub was Gutes tun und nicht geizen - natürlich nur mein persönlicher Tipp.
Solltet ihr noch weitere Fragen dazu haben, hinterlasst mir doch einen Kommentar oder schickt mir eine E-Mail an myjapandiaries@gmail.com



Dienstag, 17. Juni 2014

Tokyo Diary - Sayonara 日本

Donnerstag, 22.05.2014

Um 06:00 morgens stehe ich auf und packe meinen Koffer zu Ende.
Ich hätte ohnehin nicht länger schlafen können, die Angst, dass wir den Flug verpassen könnten ist einfach immer viel zu groß (wenn's nach mir ginge, würde ich am Abend vor Abflug schon zum Flughafen fahren und am Terminal übernachten, damit nix schiefgehen kann ^^).
Schwerenherzens machen wir uns zum letzten Mal auf den Weg zur Inaricho Station, von wo aus wir noch zwei Stationen bis nach Asakusa fahren (ich weiß, dass ich den Keisei Express auch von Ueno, das näher liegt, nehmen kann, aber ich bin ein Gewohnheitstier, und wenn ich das einmal so gemacht habe, dann mach ich das mein Leben lang so xD).
Zum letzten Mal müssen wir uns in der Station orientieren und die richtige Plattform finden.
Die Fahrt vergeht ziemlich schnell und ich bin traurig, auch wenn ich weiß, dass ich prinzipiell jederzeit wieder herkommen kann, ohne Visum, ich brauche "nur" das Geld für den Flug und dann hält mich eigentlich nichts mehr auf (naja, ein paar Euronen für Speis und Trank sowie ein kuscheliges Bettchen wären auch noch was :b).
Trotzdem ist es schwer, Japan wieder zu verlassen, nachdem man sich in dieser einen Woche so sehr verändert hat.
Haltet mich für verrückt, aber meine Persönlichkeit hatte einen Tritt in den Arsch (verzeiht meine fürchterliche Ausdrucksweise) schon seit Jahren dringend nötig, und den hab ich in Japan bekommen, auch wenn ich nur sehr kurz dort war - ich fühle mich wie neu, und auch meine Denkweisen sowie mein Verhalten anderen Menschen gegenüber haben sich verändert.

Bevor es zu den Gates geht, sehe ich das Schild wieder, das mich im Dezember traurig werden ließ.
Ja, Japan, wir sehen uns wieder, ganz bestimmt!



Den Start der Maschine will ich gar nicht wirklich mitbekommen, es fällt mir schwer, nicht ein paar kleine Tränchen zu verdrücken.
Der Flug verläuft ruhig, ich kann ziemlich viel schlafen und es gibt 2 Portionen Räucherlachs für mich (mein Freund mag wie ihr wisst keinen Fisch, wie schade xD) - ist doch schon mal was!
Leider haben wir fast eine Stunde Verspätung, und als unser Flugzeug landet, ist schon boarding time für den Anschlussflug nach München.
Und so schnell ist's vorbei mit dem guten Vorsatz, mich jetzt über Dinge, die ich nicht ändern kann, nicht mehr zu ärgern.
So 'ne asiatische innere Ruhe müsste man haben, wie schaffen die das bloß?
Ich werde weiter recherchieren und euch davon berichten.
Natürlich müssen wir auch noch mit einem Bus zum Gate fahren und die Leute vor uns scheinen im Gehen einzuschlafen und bleiben seelenruhig mitten am Weg stehen, um sich zu unterhalten - meine Laune ist im Keller, denn ich habe keine Lust, eine Nacht (auf Kosten der Airline) in Istanbul zu verbringen, da mein Freund als bulgarischer Staatsbürger ohne Visum nicht einmal den Flughafen verlassen dürfte.
Irgendwie schäme ich mich aber dafür, so zu denken, denn die Leute machen das ganz sicher nicht mit Absicht und können nicht wissen, dass wir es eilig haben.

Mit Müh und Not (und sogar noch einer halben Zigarette, juppie!) schaffen wir es rechtzeitig zum Gate, und bekommen zum ersten mal einen kräftigen Schlag ins Gesicht, als uns der türkische Flughafenangestelle unmotiviert anschnauzt.
Der letzte kurze Flug von Istanbul nach München verläuft gut, es gibt wieder 2 Portionen Räucherlachs für mich - hach, schön :P
In München werden wir von einem guten Freund abgeholt, der auf der deutschen Autobahn erstmal alles aus seinem Opel Insignia rausholt, und uns innerhalb von zwei Stunden in mein kleines Städtchen bringt :3
Um dem Jetlag keine Chance zu geben (und weil wir ohnehin hundemüde sind) fallen wir um Mitternacht ins Bett.
Trotz meines geliebten Kissens fühlt es sich nicht an wie mein Zuhause, und ich weiß, dass ich es in den nächsten Tagen und Wochen nicht leicht haben werde...