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Montag, 11. Mai 2015

NIH♡N 2015 - Endlich wieder Tokyo

Mittwoch, 01.April 2015

Nachdem das Wetter heute wie vorhergesagt wirklich schlecht ist, wollen wir gleich auf schnellstem Weg nach Tokyo fahren. Zuerst einmal wollen wir nach den Strapazen der letzten Tage aber eines, und zwar ausschlafen! Um 11:00 Uhr mittags checken wir aus dem Hotel aus und bestellen uns ein Taxi. Als wir draußen warten kommt eine der hoteleigenen Putzfrauen auf uns zu und sagt "charming, kawaii girls". Was ist bloß los mit den japanischen Omis, mit so vielen Komplimenten können wir gar nicht umgehen *////*
Es regnet in Strömen und wir haben keine Lust bis zur Inari Station zu laufen. Da wir auch keine Lust auf das langwierige Umsteigen haben, beschließen wir, gleich bis zur Kyoto Station mit dem Taxi zu fahren. Zusammen bezahlen wir 1200 Yen, relativ günstig eigentlich. Der Taxifahrer bringt uns direkt zum JR Eingang, damit wir unsere Plätze für den Shinkansen reservieren können, was ein Service! Taxis sind in Japan übrigens wahnsinnig toll, die Türen öffnen und schließen sich von selbst, der Taxifahrer hilft beim Verladen der Koffer, die Preise sind übersichtlich und auch für Gaijin verständlich an der Hinterseite des Fahrersitzes angebracht, und es gibt sogar eine Art Steckbrief des Fahrers. Wahrscheinlich deshalb, um im Fall einer Beschwerde den Namen des Fahrers angeben zu können, coole Sache!



Als wir an der Kyoto Station ankommen machen wir erstmal die Sitzplatzreservierung für den Zug nach Tokyo. Bis zur Abfahrt haben wir noch eine volle Stunde Zeit und so beschließen wir, uns bei Starbucks die Zeit zu vertreiben. Der befindet sich aber am anderen Ende des Bahnhofes, und wir versuchen, um das Gebäude herumzugehen - im strömenden Regen übrigens. Irgendwann geben wir aber auf, Malies Koffer tut was er immer tut (na, wer errät es?), und wir sind nun schon leicht gereizt, da wir endlich fahren wollen. Es regnet nicht nur, es ist auch ziemlich kalt, und wir sind erleichtert, als wir im Shinkansen sitzen. Mit Onigiri und Donuts bewaffnet genießen wir die 2,5 Stunden im komfortabelsten Zug der Welt bis... ja, bis der Schaffner kommt. Ich zücke meinen Japan Rail Pass und auch die Reservierungskarte, Malie hingegen findet das Kärtchen nicht und kann nur mit dem Rail Pass dienen. Der Schaffner meint, dass er einfach später noch einmal vorbei kommt, und Malie und ich suchen gemeinsam nach der Reservierung, aber wir können sie einfach nicht finden. Wir befürchten, dass wir im schlimmsten Fall aussteigen und eine neue Reservierung für den nächsten Zug machen müssen, und das wäre uns gar nicht recht. Jedes Mal wenn der Schaffner vorbeikommt tun wir so, als würden wir schlafen, damit er uns nicht anspricht xD Wir finden die Karte irgendwann am Boden liegend und bemerken, dass das gar nicht Malies Reservierung, sondern meine war - also hab ich sie verloren und Malie hat sich umsonst Vorwürfe gemacht. Der Schaffner hat aber nicht mehr weiter nachgefragt, da haben wir uns umsonst Sorgen gemacht ^^



In Shinagawa angekommen müssen wir uns erst einmal orientieren und zur Yamanote Line gehen. Schon jetzt freue ich mich tierisch - Kyoto ist zwar wunderschön, aber mein Herz gehört einfach nach Tokyo, ohne Zweifel! Wir fahren etwa zehn Minuten bis wir die Hamamatsucho Station erreichen und plötzlich sind wir in einem Gebäude, das nicht wirklich nach einem Bahnhof aussieht. Unendlich viele Salary Men mit Aktenköfferchen und Anzügen laufen an uns vorbei, und wir kennen uns gar nicht mehr aus. Als wir nach häufigem Nachfragen endlich den Ausgang finden, sehen wir "World Trade Center" am Schild stehen - aha, wie sind wir denn da rein geraten?!

Hachiko

Jedenfalls sind wir nun endlich in Tokyo, endlich an der richtigen Station und müssen jetzt nur noch ca. 15 Minuten bis zum Hotel gehen. Google Maps lotst uns und wir marschieren los. Bis Malies Koffer wieder einmal umfällt. Und noch einmal. Und wieder. Und nach etwa einer dreiviertel Stunde (oder gar mehr) kommen wir am Tokyo Grand Hotel an. Als wir die Lobby betreten bin ich mir sicher, dass wir hier falsch sind, denn alles sieht so edel aus, die Einrichtung erinnert uns irgendwie an die Titanic. Rund herum sehen wir nur Leute in Anzügen. Wir hingegen tragen zerrissene Jeans, Chucks, und sind von oben bis unten durchgeschwitzt - hätten wir gewusst, wo wir da hingeraten, dann wären wir in edlerer Robe erschienen! XD Unsere Koffer werden auf unser Zimmer gebracht, welches sich im 14.Stock befindet und einen grandiosen Ausblick auf den Tokyo Tower bietet - fuck yeah!


Nachdem wir uns kultiviert haben machen wir uns auf den Weg nach Shibuya, da wir uns dort mit einer Internet Bekanntschaft von Malie und deren Freundin treffen wollen. Nach den ersten Fotos an der Hachiko Statue spazieren wir auch schon los und treffen uns mit Sandy und Susanne bei Bershka. Die beiden nehmen uns mit zu Village Vanguard und danach gehen wir zum Club Sega um Puris zu machen. Es ist schon irgendwie komisch, dass man mitten in Tokyo zwei Mädels aus Berlin trifft. Zwar haben wir uns bereits einen Tag zuvor abgesprochen und verabredet, aber trotzdem finde ich solche Treffen toll :) Gemeinsam wollen wir japanisch essen gehen, wir landen aber versehentlich in einer Art Pizzeria. Auch egal, Hauptsache Essen! Susanne bestellt für uns Umeshu und wir sind sofort angetan von dem Pflaumenlikör. Nach dem Essen verabschieden wir uns, denn Malie und ich müssen noch zum Konbini. Bevor wir zurück zum Hotel fahren, machen wir noch einmal Puris, da kann man nie genug von haben :P Bei der Smoking Area am Hachiko Denkmal spricht uns ein junger Japaner auf Englisch an. Er erzählt uns, dass sein Freund ein Auge auf uns geworfen hat, sich aber nicht traut, uns anzusprechen. Interessanterweise ist dieser Freund leider auch gar nicht aufzufinden xD Aber sehr lieb von ihm, wie er all seinen Mut zusammengenommen hat, um mit uns zu sprechen :)





Am Weg zum Hotel begegnen wir noch einem Mann, der seinen Hund Gassi führt. Er ist mit dem Fahrrad unterwegs und hält bei uns an. Er fragt, was wir in Japan machen, und wie lange wir noch bleiben. Nach einer kurzen Unterhaltung auf Englisch und einigen Streicheleinheiten für den Hund machen wir uns wieder auf den Weg und fallen ins Bett. Endlich wieder in Tokyo, ich bin so glücklich!




Erkenntnis des Tages
Das ist uns zwar in Kyoto bereits aufgefallen, aber in Tokyo, gerade in Shibuya, wird man öfter darauf aufmerksam. Wahnsinnig viele japanische Frauen tragen High Heels, die mindestens ein bis zwei Nummern zu groß sind. Ich frage mich, warum man sich sowas antut, das muss doch arg anstrengend sein, und doof aussehen tut's auch ein wenig :s

Fettnäpfchen des Tages
Susanne hat als Snack Edamame mit Salz bestellt. Man isst sie, indem man die Sojabohnen aus dem Inneren raussaugt, die Schoten lässt man übrig. Malie hat erstmal kräftig von der Schote abgebissen, bis sie gemerkt hat, dass man nur die kleinen Sojabohnen essen soll. Auf ihr "upsi, ich bin so tollpatschig" ist dann gleich die komplette Bohne runtergefallen :P





Samstag, 24. Mai 2014

Tokyo Diary - Anreise

Donnerstag, 15.05.2014/Freitag, 16.05.2014

Nachdem ich am Vorabend meine ganze Familie in den Wahnsinn getrieben habe, stehe ich um 03:00 morgens auf, um noch einmal meinen Kofferinhalt zu kontrollieren.
Pünktlich um 04:15 werden wir vom Flughafentransfer abgeholt und mit gefühlten 200km/h nach München zum Flughafen gefahren.
Um 06:45 sind wir dann am Flughafen - viel zu früh für meinen Geschmack, denn unser Flug geht erst um 10:30 - und da wir schon online eingecheckt haben, sind zwei Stunden vor Abflug auch ausreichend.
Aber was soll's, dann vertreiben wir uns die Zeit eben mit dem gratis Wlan am Flughafen, das man nur für eine halbe Stunde nutzen kann - wenn man sich ein paar E-Mail Adressen zur Anmeldung ausdenkt, geht's so lange man will :P

Irgendwann ist endlich boarding time und wir kommen nach fast drei Stunden Flugzeit mit Turkish Airlines in Istanbul an, wo wir uns weitere drei Stunden beschäftigen sollen.
Gleich nach der Sicherheitskontrolle erfahren wir, dass unser Flug nach Tokyo eine Stunde Verspätung hat, und wir sind etwas genervt.
Der Flughafen vermittelt mir das Gefühl von "halt' deine Tasche fest und pass' auf dein Geld auf".
Nicht sehr angenehm.
Außerdem gibt es kein Wlan (das hat doch fast jeder Flughafen?!) und nur einen Raucherbereich, 30 Minuten von den Gates entfernt, wo es dementsprechend überfüllt ist, und mein Gefühl mir noch einmal deutlich ins Ohr brüllt, dass ich auf meine Wertsachen aufpassen soll.
Gottseidank sprechen uns zwei türkische Mädels an, die eine Umfrage über den Flughafen Istanbul Atatürk machen, und fragen, ob wir teilnehmen möchten.
LIEBEND GERNE!
Gleich mal auf dem Blatt Papier über das schlechte Englisch der Mitarbeiter und deren ignorantes Verhalten ausgekotzt - da geht's einem doch gleich viel besser.
Sobald ich aber die vielen lieben, alten Japaner am Gate sehe, ist alle Wut verflogen, und ich freue mich unendlich auf die Ankunft in Tokyo.
Am Gate spricht uns noch ein österreichisches Pärchen an, das verwundert darüber ist, wie klein doch die Welt doch sei - erinnert mich irgendwie an "ochhhhh, sind se auch Deutscher???" im Urlaub ^^
Wir haben freies Wlan an Bord (NEIN, wir fliegen NICHT in der Business, sondern in der Economy Class!) und es werden sowohl The Hobbit - An unexpected journey als auch The Hobbit - The desolation of Smaug angeboten - hell yeah!
Außerdem bekommen wir Hausschuhe - das haben die bestimmt nur wegen den Japanern gemacht! (siehe Eintrag vom 04.03.2014)
Das Essen ist nicht so unser Fall, aber die Beilagen sind okay, man will sich ja nicht beklagen.
Dank meinem Freund, der sich als sehr bequemes Kissen bzw. eine sehr bequeme Matratze herausstellt, kann ich sieben Stunden schlafen, und wache erst kurz vor dem Frühstück wieder auf.
Und als das Essen fertig abserviert ist, starten wir nach 11 Stunden den Landeanflug.

ENDLICH!








Nach dem Aussteigen gleich mal zur Alien Immigration, wo wir zum ersten Mal freundlich begrüßt werden.
Die Koffer sind auch gleich da - dann erstmal ab in die Raucherbox!


Ungeschminkt nach 25 Stunden Reisezeit - so wollte ich immer schon im Internet sein! Ich seh' gleich 10 Jahre jünger aus


Nach einem Kaffee machen wir uns auch schon auf den Weg zum Bahnsteig, wo wir die einstündige Fahrt nach Asakusa antreten.
Von dort steigen wir in die Ginza Line und fahren noch zwei Stationen bis Inaricho, von wo aus wir zum Hotel laufen können.
Zum Glück bin ich den Weg schon tausend Mal mit Google Streetview abgelaufen, und wir finden sofort zum Hotel Villa Fontaine Ueno.
Das Personal spricht relativ gutes Englisch, wir bekommen ein Raucherzimmer, es gibt freies Wlan in der Lobby und wir können sofort einchecken.
Für tokyoter Verhältnisse ist das Zimmer relativ groß und wir haben sogar eine tolle japanische Toilette :D




Zu allererst probiere ich mein Glätteisen aus, und halleluja, es funktioniert!!!
Wer mich kennt weiß, dass meine Haare ohne Glätteisen unmöglich aussehen, und da mein Glätteisen beim letzten Mal in Tokyo nicht funktioniert hat, war ich besorgt darüber, ob mein neues nun auch in Japan seine Dienste erfüllt.
Nach einer Dusche machen wir uns auf den Weg nach Asakusa zum Senso-ji Tempel - und mein Freund ist komplett aus dem Häuschen, denn er hatte sich das Bauwerk etwas kleiner vorgestellt.
Um ihn noch mehr zu begeistern, fahren wir danach noch nach Shibuya.
Nachdem ich mir die ersten Onigiri im Konbini gekauft habe, fahren wir zurück ins Hotel uns sind einfach nur fertig - bereits um 22:00 gehen wir schlafen, denn morgen wird ein langer Tag!




Off to Shibuya crossing! But first, let us take a selfie!


Onigiri <3