Dienstag, 15. Juli 2014

Let's Learn Japanese!

Viele von euch haben mich bereits gefragt, wo und wie ich denn Japanisch gelernt habe, und ich muss leider erneut sagen, dass ich kein Japanisch kann.
Ich bin aber nach wie vor dabei, mir die Sprache selbst beizubringen, bis ich im Studium ohnehin täglich damit konfrontiert werde, und ich hoffentlich besser vorankomme.
Wieso spricht sie denn dann immer noch nicht gut Japanisch? - werdet ihr euch fragen.
Tja, mittlerweile kennt ihr mich schon ein bisschen, und ihr wisst bestimmt auch, dass ich ein sehr fauler Mensch bin und wenig Durchhaltevermögen besitze.
Ich habe in den vergangenen zehn Jahren schon mindestens 20 Mal versucht, die Sprache ernsthaft zu lernen, aber mehr als ein paar Vokabel und die einfachsten Strukturen der Grammatik sind nicht bei mir hängen geblieben, weil ich, noch bevor ich richtig am Lernen bin, wieder aufgebe.
Nichtsdestotrotz kenne ich mittlerweile einige Bücher, Internetseiten und Smartphone Apps, mit denen man ganz bestimmt die Grundlagen der japanischen Sprache erlernen kann (wenn man nicht ganz so faul ist wie ich versteht sich :P) - und die möchte ich euch nun gerne vorstellen.


Online lernen

Wenn man, so wie ich, täglich mehrere Stunden am Computer verbringt, liegt es nahe, im Internet Japanisch zu lernen. Ich habe bisher leider nur wenige Websites gefunden, die für mich nützlich sind - aber falls ihr noch andere kennt, schreibt mir einen Kommentar wenn ihr mögt :)

♥ Um Hiragana und Katakana zu lernen, könnt ihr euch ganz einfach durch die Google Bildersuche klicken, denn da gibt es haufenweise Tabellen, mit denen ihr lernen könnt. 
Wenn ihr euch dann gerne selbst überprüfen möchtet, dann guckt doch bei Kanateacher vorbei, damit habe ich immer alles wiederholt, und die Kana kann ich mittlerweile wirklich sehr gut (zumindest lesen und tippen - aber hey, ist ja schon mal was!).


♥ Eine andere Website, die ich euch ans Herz legen möchte, ist TheJapanesePage. 
Ich hab die Seite erst vor kurzem entdeckt und noch nicht alles durchgesehen, aber wenn man sich etwas damit beschäftigt, kann man damit sehr gut lernen, da wirklich alles abgedeckt ist. Die Inhalte der Website sind auf Englisch, wer damit gut zurecht kommt, der sollte unbedingt vorbeischauen :)


♥ Zwar kann man hier nicht direkt Japanisch lernen, aber man kann blitzschnell und kinderleicht Japaner kennenlernen, um Freundschaften zu knüpfen. Die meisten Japaner, die ich bisher auf dieser Website getroffen habe, haben mir angeboten, mir über Skype oder LINE mit meinem Japanisch zu helfen. Man kann vor allem seine Sprachkenntnisse ausprobieren und wird bei etwaigen Fehlern gleich von Profis ausgebessert. Es entstehen natürlich auch gute Freundschaften, ich habe durch Japan-Guide meine liebe Reina, und auch Aiko (ihr könnt HIER über mein Treffen mit ihr lesen) kennengelernt. Zudem bietet Japan-Guide eine Menge an Informationen über Japan und ist als Hilfsmittel zum Planen einer Reise sehr empfehlenswert!



Smartphone Apps

Da einige von euch vielleicht nicht die Zeit haben, sich Zuhause an den Schreibtisch zu setzen, um zu pauken, sind Apps wohl die beste Möglichkeit, um unterwegs seine Sprachkenntnisse aufzubessern. Alle der angeführten Apps (mein Deutschlehrer würde mich aufgrund der Wortwiederholungen erschlagen, aber ich finde kein anderes Wort xD) sind gratis und für Android verfügbar. Leider weiß ich nicht, ob iPhone Nutzer die Apps (verzeihen Sie mir, Professor T.) auch downloaden können - probiert es einfach aus :)

♥ Meine liebste App ist definitiv Obenkyo. Wie ihr gleich auf den Screenshots sehen könnt, kann man hier Kana und Kanji lernen. Es gibt auch eine Funktion, in der man die Schriftzeichen zeichnen muss, um die Strichfolge zu lernen. Außerdem gibt es für jedes Kapitel ein Quiz, um sich selbst zu testen. Als zusätzliches Extra bietet die App einen Einblick in die Grundlagen der Grammatik und ist zudem sogar auf Deutsch. Jeder der vor hat Japanisch zu lernen, sollte diese App downloaden, sie ist wirklich Gold wert!








♥ Eine weitere App, bei der man Kanji lernen kann, ist JLPT Words. Ich finde den Aufbau sehr gut und übersichtlich und man kann ebenfalls gemütlich am Weg zur Arbeit oder zur Schule sein Vokabular verbessern. Im Grunde ist sie Obenkyo aber sehr ähnlich, und man braucht sie nicht unbedingt.




♥ Für diejenigen unter euch, die einfach gerne ein paar wichtige japanische Phrasen und Redewendungen lernen möchten, empfehle ich die Apps Japanese Lite und Japanisch - hier könnt ihr euch die Aussprache anhören, euch selbst aufnehmen und die Sätze in Romaji und auf Japanisch lesen.

Vor allem praktisch als Reisevokabular ^.^


Japanese Lite

♥ Ich habe noch viele andere Apps, die ich aber derzeit noch nicht nutzen kann, weil ich Japanisch noch nicht verstehe. Einige von euch sind aber schon viel weiter als ich, also könnten die Apps für euch durchaus nützlich sein :) Ich hab einfach mal einen Screenshot meiner Japanisch-App-Sammlung gemacht, ihr könnt euch ja im Play Store durchklicken und selbst entscheiden, ob sie euch weiterhelfen, oder nicht.



toller Hintergrund, was? ^^

♥ Da ich die Hiragana, die ich schon beherrsche, auch gerne mal bei Facebook oder Insagram anwende, habe ich stundenlang nach einer japanischen Tastatur gesucht. Ich habe endlich eine gute gefunden und möchte sie euch nicht vorenthalten ^.^ Man kann damit auch super-süße Kaomoji verschicken und die Hiragana in Kanji verwandeln (sofern man gut genug ist, um die richtigen Kanji auszuwählen). Die App heißt übrigens Simeji, das steht am Screenshot leider nirgendwo.





Bücher und CDs
Ich persönlich kann mit Büchern einfach am besten lernen, also hab ich über die Jahre so einiges angesammelt.
Hier meine Favoriten :)

♥ Langenscheidt macht seine Sache nach wie vor gut, da kann man nichts dagegen einwenden. Langenscheidts Sprachführer Japanisch bietet genau wie das weiter unten gezeigte PONS Japanisch einen Überblick über die wichtigsten Phrasen und Sätze, die man auf einer Japan Reise zur Kommunikation in verschiedensten Situationen benötigt. Langenscheidts Praktisches Lehrbuch beinhaltet hingegen die Grundlagen der Grammatik und es gibt auch einige Übungen zum Ausfüllen. Hueber Einstieg Japanisch ist eine Kombination aus einer Lern-CD und einem Buch, wodurch ein erster Einblick ins Japanische vermittelt wird. Nach jeder Lektion gibt es ein paar Übrungen zum Ausfüllen, sogar mit Lösungsteil. Japanisch für Dummies finde ich persönlich toll, da alles sehr einfach (und lustig) erklärt ist, und man selbst die kompliziertesten Kapitel leicht versteht.






Wie ihr sehen könnt, gibt es, abgesehen von einem Sprachkurs, doch einige Möglichkeiten, sich selbst Japanisch beizubringen, oder sich zumindest einen Einstieg in die Sprache zu verschaffen.

Am besten solltet ihr verschiedene Methoden ausprobieren, um herauszufinden, welche euch am besten liegt, und mit welcher ihr wirklich konsequent lernen könnt.

Kleiner Tipp am Rande

Seitdem ich Anime auf Japanisch mit deutschem Untertitel gucke, habe ich ständig kleine Erfolgserlebnisse. Auch wenn ich wirklich nicht viel verstehe, reicht es manchmal schon aus, ein einziges Wort oder den Sinn in einem Satz zu erkennen.
So etwas motiviert mich persönlich sehr und ich hoffe, dass ich irgendwann auch ohne Untertitel alles verstehe :)






Donnerstag, 10. Juli 2014

Money money money... #2

Nummer 3 - Essen und Trinken
Na das wird jetzt peinlich :P
Ich denke nicht, dass euch dieser Punkt viel weiterhelfen wird, falls ihr vor habt, euch von Fisch und japanischem Essen zu ernähren.
Da mein Freund keinen Fisch und generell kein asiatisches Essen mag, sind wir ihm zu Liebe täglich zu McDonald's gegangen, und wenn man da so drin steht, bekommt man auch Appetit T__T
Also hab ich mir meistens auch die ein oder andere Kleinigkeit gegönnt.
Was ich dazu jedoch sagen muss: McDonald's ist in Japan günstiger als in Österreich!
Für ein McMenu mit Getränk und Pommes habe ich hier um die 500 Yen bezahlt, das sind umgerechnet ca. EUR 3,50!
Außerdem ist Starbucks in Japan (zumindest in Tokyo) sehr viel günstiger als Zuhause, denn für einen Café Latte Medium bezahlt man hier knapp 500 Yen (ca. EUR 3,50 wie wir nun wissen) - in Österreich kostet selbiges EUR 4,50 aufwärts!
Ich habe aber auch japanisches Essen probiert.
Wenn man Onigiri mag, dann kann man die in jedem Konbini ziemlich günstig (100-200 Yen sprich 70 Cent bis EUR 1,40) kaufen.
Vor allem für Zwischendurch hab ich mir öfters mal welche in den verschiedensten Geschmacksrichtungen geholt.
Sollte man mit einem Wasserkocher am Hotelzimmer gesegnet sein (einen solchen findet man in Japan ohnehin in fast jedem Hotel), kann man auch mal für wenig Geld Fertigprodukte kaufen und mit heißem Wasser aufgießen - mir hat's geschmeckt, das Dosenfutter ^.^
Außerdem gibt's in Konbinis Sushi bis zum Abwinken, und die Preise ließen mich fast ohnmächtig werden.
Das Zeug hier ist so günstig und vor allem lecker!
Ist aber auch irgendwie klar, Fisch und Reis sind Hauptnahrungsmittel in Japan, bei uns ist Sushi etwas Exotisches und somit unverschämt teuer.
Wie ihr hoffentlich vielleicht bereits gelesen habt, waren wir auch in einer Izakaya.
Für zwei Stunden all you can drink und diverse japanische Speisen haben wir pro Person etwa 3000 Yen (also ca. EUR 21) bezahlt - ob das nun günstig oder teuer ist, dürft ihr selbst entscheiden.
Satt wird man allemal und betrunken auch, es lohnt sich auf jeden Fall :P
Da wir gerade bei betrunken sind: Bier ist (im Konbini) meistens in 0,33l Dosen abgefüllt und kostet je nach Marke (Asahi, Sapporo...) um die 150 Yen - nicht gerade günstig im Vergleich zu Österreich.
Es schmeckt aber wahnsinnig lecker, nicht zu bitter und nicht zu leicht, genau perfekt für meinen Geschmack.
Und wenn man im Urlaub ist, dann soll man sowieso nicht sparen :)

Nummer 4 - Geldwechsel
Ein Thema, bei dem sich die Meinungen spalten.
Da das hier aber MEIN BLOG (ja, meiner, und nicht der von Sido, wobei Sido ja von seinem Block und nicht Blog spricht... ach egal, ich schweife ab) ist, vertritt der Punkt meine subjektive Meinung diesbezüglich.
Ich habe bereits Zuhause EUR 300,-- in Yen gewechselt, da ich mir sicher war, diesen Betrag auszugeben.
Auf der Homepage des Außenministeriums habe ich gelesen, dass es in Japan sehr häufig zu Problemen bei der Barbehebung mit Maestro und Mastercard kommt, also habe ich zur Vorsicht noch EUR 200,-- in Bar mitgenommen.
In keinem anderen Land hätte ich das gemacht, aber dass mir in Japan die Tasche geklaut wird, ist unwahrscheinlich, also hab ich's riskiert.
Klar hätte ich bereits Zuhause alles wechseln können, aber ich war mir halt nicht sicher, wie viel ich brauchen werde, und Zuhause dann wieder in Euro wechseln wäre mir viiiiiel zu umständlich gewesen, und ich hätte dann wahrscheinlich die Yen in meinem Zimmer vergammeln lassen, und gehofft, dass ich bald wieder nach Japan komme, um sie zu verwenden, anstatt mein Hinterteil zur Bank zu bewegen und das Geld wechseln zu lassen (ihr merkt schon, mein zweiter Name lautet wirklich Faulheit!).
Das Wechseln in einer Bank ist übrigens eine spaßige Angelegenheit wenn man kein Japanisch spricht - ihr könnt die Details ja gerne HIER nachlesen :P

Nummer 5 - sonstige Ausgaben, Shoppen
Ich sag's euch gleich: ich hab wirklich nicht gespart in Japan.
Insgesamt habe ich sowohl im Dezember als auch im Mai für ca. eine Woche EUR 500,-- für sonstige Ausgaben gebraucht und ich bin wirklich sehr schön mit dem Geld ausgekommen.
Wofür ich die EUR 500,-- ungefähr ausgegeben habe, verrate ich euch natürlich auch :)
Ich zähle die Dinge am besten auf, dann könnt ihr euch mal ein Bild machen, also: Postkarten (etwa 30 Stück) und Briefmarken, Chips/Bier/Wasser/Kaffee/Süßkram/Snacks im Konbini, Mahlzeiten wie Mittag- und Abendessen, Souvenirs (Schüsselanhänger, Süßkram, Yu-Gi-Oh Karten, Mangas...) und natürlich hab ich auch Klamotten geshoppt.
Ich finde, dass japanische Kleidung (also aus Läden auf der Takeshita Dori z.B.) relativ teuer ist, da bezahlt man schon mal umgerechnet EUR 40,-- für einen stinknormalen Pullover, der nicht mal 'nen Aufdruck oder Ähnliches hat.
Daher hab' ich mich eher an Ketten wie H&M oder Forever21 gehalten, da die Preise gleich sind wie in Europa, es aber trotzdem andere Sachen zu kaufen gibt.
Bezüglich Cosplay: es kommt wirklich darauf an.
Also ich hab die Perücken und Kleider (u.A. meine Schuluniform), die es bei Body Line gab, relativ günstig gefunden (auf jeden Fall günstiger, als ebendiese im Internet zu bestellen) - die Perücken haben so zwischen EUR 14,-- bis zu ca. EUR 50,-- gekostet (waren zumindest die teuersten, die ich erspähen konnte, schlagt mich bitte nicht, wenn ihr schon teurere gesehen habt) und auch die Quailtät fand ich gut.
Bei den Kleidern ist das schwer zu sagen, je aufwändiger das Lolita Kleid, umso teurer, aber ein Maid-Kleid ist schon ab EUR 30,-- zu bekommen und qualitativ wirklich hochwertig (ich bereue, dass ich meines zum selben Preis in einem schäbigen Laden gekauft habe, und mich nun über die bescheidene Qualität ärgern muss).

Wie ihr seht, liegt es mal wieder in eurer Hand, wie viel Geld ihr so ausgeben werdet - vor allem was die sonstigen Ausgaben betrifft.
Ich empfehle euch aber, nicht jeden Cent umzudrehen, wenn ihr mal in Japan seid, schließlich sollte man sich gerade im Urlaub was Gutes tun und nicht geizen - natürlich nur mein persönlicher Tipp.
Solltet ihr noch weitere Fragen dazu haben, hinterlasst mir doch einen Kommentar oder schickt mir eine E-Mail an myjapandiaries@gmail.com



Samstag, 28. Juni 2014

Money money money... #1

...must be funny, in the rich man's world.
Ihr habt jetzt auch 'nen Ohrwurm? Bitte, gern geschehen!

Einige von euch haben mich gefragt, wie ich in Tokyo eigentlich mit dem Geld ausgekommen bin, wie viel der Flug gekostet hat, und was ich sonst noch für Ausgaben hatte, und deshalb hab ich mir gedacht, dass ich euch die Fragen nun auf diesem Weg beantworten werde.
Da ich gerne etwas abschweife, werde ich euch auch gleich erzählen, wie das Hostel/das Hotel war, wenn ich schon dabei bin ^.^

Nummer 1 - das Hostel/das Hotel
Wie fang' ich denn jetzt an?
Am besten chronologisch.
Wie ihr bestimmt wisst, habe ich im Dezember im Sakura Hostel Asakusa genächtigt.
Ich hätte mir niemals vorstellen können, ein Zimmer mit fünf fremden Personen zu teilen, aber da ich auf Michaels Blog nur gutes über Hostels in Japan Tokyo gelesen habe, und mein Portemonnaie auch gerade auf Diät war, habe ich mich nach langem Hin und Her für das Sakura Hostel entschieden.
Für 5 Nächte sind EUR 150,-- ein ganz "okayer" Preis, wenn man bedenkt, dass man nur zwei Minuten vom Senso-ji entfernt ist.
Sowohl vom Narita als auch vom Haneda Airport ist das Hostel sehr einfach zu erreichen, und für Dummies wie mich gibt es eine ausführliche Beschreibung des Weges auf der Sakura Hostel Homepage (sogar mit Bildchen und Pfeilen!!!)
Panisch wie ich bin, habe ich mit dem Hostel Staff bereits im Vorfeld einige Mails ausgetauscht, um alles genau zu hinterfragen, und die Herrschaften haben mir binnen weniger Stunden und in super Englisch geantwortet.
Das Hostel kann ich vor allem Alleinreisenden empfehlen, weil man super schnell Leute aus aller Welt kennenlernt - ich denke, dass es auch für Gruppen gut geeignet ist.
Paaren empfehle ich dann doch lieber ein Hotel, dafür hab ich mich bei der Reise mit meinem Freund dann ja auch entschieden, falls ihr versteht...

Und da kommen wir auch schon zum Villa Fontaine Ueno.
Eigentlich wollte ich mindestens fünf andere Hotels buchen, aber da ich das Buchen dann immer wieder hinausgeschoben habe, war das Villa Fontaine das einzig gute, das noch zu haben war.
Und ich bereue gar nichts!
Pro Person haben wir EUR 300,-- für 6 Nächte bezahlt, sogar inkl. Frühstück.
Das Hotel liegt etwa 5-10 Minuten von verschiedensten U-Bahn Stationen entfernt und man kann auch Akihabara zu Fuß in nur 15 Minuten erreichen.
Wir hatten die Wahl zwischen einem Raucher- oder Nichtraucher Zimmer und haben uns für ersteres entschieden, aber auch nur deshalb, weil das mit dem Rauchen in Tokyo ja bekanntlich nicht so einfach ist, und wir so im Fall der Fälle morgens schon mal "vorausrauchen" hätten können.
In der Lobby konnten wir das kostenlose Wlan nutzen (ich hatte sogar zu Stoßzeiten 3G) und unser Zimmer wurde täglich geputzt - das Bett wurde neu überzogen, wir bekamen frische Handtücher und alles war blitzblank und beinahe steril!

Nummer 2 - Herumkommen
Ein weiterer wichtiger Punkt, dem ihr beim Planen eurer Reise nicht zu wenig Beachtung schenken solltet!
Die meisten von euch werden wahrscheinlich am Flughafen Tokyo Narita landen (behaupte ich jetzt mal ganz frei nach dem Motto - so wie es bei mir ist ist es bei jedem anderen auch! Nee, Quatsch, die meisten Flüge aus Europa kommen dort an) und bereits im Vorfeld verwirrt durch die vielen Möglichkeiten sein, um in die Stadt zu kommen.
Ich alter Sparfuchs habe mich natürlich für die günstigste Variante, den Access Express für 1290,-- Yen pro Strecke entschieden.
Finde ich preislich ganz okay, man kommt auch wirklich "schnell" (~eine Stunde) und ohne Umstände bis nach Asakusa (und außerdem fährt man durch wunderschöne Landschaften und Reisfelder *o*).
Das Ticket kann man übrigens am Flughafen kaufen, einfach am Informationsschalter nachfragen, dann schicken die euch zu den Bahnen, wo man auch ganz einfach das Ticket kaufen kann.
Variante 1:
Ihr habt vor, genau wie ich, eine Woche in Tokyo zu verbringen?
Dann empfehle ich euch, euch eine Suica oder Pasmo Card zuzulegen.
Darüber und generell über das Transportwesen wird ein separater Post folgen.
Diese Karte könnt ihr in jeder U-Bahn Station mit Geld aufladen und müsst sie beim Durchlaufen der Gates einfach nur an einen Sensor halten (so wie in London, falls jemand schon mal da war).
Am besten haben mir die japanischen Damen gefallen, die ihre Suica/Pasmo Card wohl irgendwo in ihrer Tasche hatten, und beim Durchgehen einfach mal die komplette Handtasche auf den Sensor geknallt haben, bis es gepiepst hat, und sie durchgehen konnten xD
Ihr könnt natürlich auch einzelne Tickets kaufen - das Foto unterhalb zeigt die Preise an.
Ihr steht also an einer Station (die gelb hinterlegte links unten) und wollt beispielsweise nach Asakusa (Endstation Ginza Line, die orange, rechts oben) - macht also 230 Yen für die Strecke (steht da 230? Ich kanns nicht lesen, aber ihr dürftet verstehen, was ich meine xD).
Plant eure Tage in diesem Fall einfach so, dass ihr Stadtteile, die in der Nähe liegen, an einem Tag abklappert (wie zum Beispiel Shibuya und Harajuku oder Asakusa und Ueno) - oder ihr macht es einfach wie ich, und fahrt nach Lust und Laune quer durch die Stadt ^.^
Ich denke, dass ich insgesamt für die Fahrten nicht mehr als EUR 70,-- ausgegeben habe, grob geschätzt.

Tokyo Metro Map

Variante 2:
Ihr wollt ein bisschen mehr als nur Tokyo sehen, und auch mit dem Shinkansen fahren?
Dann besorgt euch bereits VOR DER REISE einen Japan Rail Pass.
HIER findet ihr alle Infos rund um den Rail Pass, auch eine Preisliste - kaufen könnt ihr ihn in jedem Reisebüro oder auch online :)
Auf den ersten Blick kommen euch die Preise vielleicht überteuert vor, aber wenn ihr wirklich quer durch Japan reisen wollt, lohnt es sich!
Eine Fahrt von Tokyo nach Hiroshima kann laut Google Maps mit dem Shinkansen schon mal EUR 100,-- pro Strecke kosten, da seid ihr mit dem Rail Pass wirklich besser unterwegs.
Außerdem könnt ihr hiermit jedes öffentliche Verkehrsmittel im gesamten Land nutzen, sogar die Fähre von Hiroshima nach Miyajima ist inkludiert!

Weiter geht's in Teil 2 :)

Freitag, 27. Juni 2014

Wie viel kostet ein Flugticket nach Japan?

Nichts für ungut ihr Lieben, aber da ich im Reisebüro arbeite und diese Frage tagtäglich höre, habe ich sie schon ziemlich satt.
Ich erkläre euch natürlich auch warum ;)
Und vor allem erkläre ich euch, wie ihr am besten nach Japan kommt!

Umsteigen oder nicht umsteigen, das ist hier die Frage!
Der Flugpreis hängt von so vielen Faktoren ab, dass es keine Standard-Antwort auf die oben genannte Frage gibt.
Es kommt auf jeden Fall immer auf die Airline an, mit der ihr fliegen wollt (ihr solltet euch am besten für eine entscheiden, die auch Flüge nach Tokyo anbietet, und euch nicht erst mal rund um den Erdball befördert :b).
Ich kann euch jetzt aber auch nicht sagen, welche Fluglinie die günstigste ist, denn zur Wahl der Airline kommt noch eine weitere wichtige Entscheidung hinzu:
Nehme ich es in Kauf, einmal (öfter würde ich nicht empfehlen) umzusteigen, oder will ich nonstop nach Tokyo?
Umsteigeverbindungen sind meistens günstiger (es kann natürlich auch Ausnahmen geben, also nagelt mich bitte nicht darauf fest) als nonstop Verbindungen.
So, angenommen ich lebe in Deutschland, nehme einmal Umsteigen in Kauf und möchte mit einer deutschen Fluglinie fliegen, dann ist die Lufthansa wahrscheinlich eine gute Wahl.
Das Drehkreuz dieser Airline befindet sich in Frankfurt, falls ihr sogar dort wohnt, dann habt ihr einen Vorteil denen gegenüber, die erstmal bis nach Frankfurt kommen müssen (selbiges mit Wien wenn es um Austrian Airlines Flüge geht).
Natürlich werden auch andere Flüge angeboten, so wie bei mir im Mai zum Beispiel mit der Verbindung von München via Istanbul nach Tokyo mit Turkish Airlines - das war um ca. 200 Euro günstiger als die Strecke Wien - Tokyo nonstop mit Austrian Airlines.
Man kann aber auch (entschuldigt, wenn ich mich hauptsächlich auf Wien und München konzentriere, aber für mich kommen nur diese beiden Flughäfen in Frage) mit Emirates über Dubai, Aeroflot über Moskau Sheremetyevo, mit Finnair über Helsinki oder mit Air China über Peking fliegen (und bestimmt noch vieles mehr...).

Wie früh sollte ich eigentlich buchen?
Wenn ich eine Woche vor geplantem Reisetermin buche, dann bekomme ich den Flug immer günstig, oder?
NEIN!!!
Streicht diesen Satz bitte sofort aus eurem Gedächtnis, denn er ist FALSCH!
Viele Leute haben im Kopf, dass Flüge billiger werden, je kurzfristiger man sie bucht, aber das stimmt nicht.
Die Verbindung Wien-Tokyo mit Austrian Airlines gibt es einmal pro Tag - und da fragt ihr euch vielleicht (oder auch nicht), wie es sein kann, dass in der Boeing-777 an 365 Tagen im Jahr alle 300-500 Sitzplätze belegt sind?
Die Antwort lautet Codesharing.
Das heißt, dass sich zwei oder mehrere Fluglinien quasi einen Linienflug "teilen".
Meistens gehören die Airlines einer Allianz an, wie zum Beispiel der Star Alliance (Mitglieder sind u.A. Austrian Airlines, Lufthansa, All Nippon Airways uvm.), der Oneworld Alliance (Air Berlin, British Airways, Qatar...) oder dem SkyTeam (Aeroflot, KLM, Delta Airlines...).
Ich buche den Flug also bei All Nippon Airways und sitze dann plötzlich in einem Austrian Airlines Flugzeug - also erschreckt bitte nicht, falls ihr mal vor einem vermeintlich falschen Flugzeug steht ;)
Außerdem kommt es nicht nur darauf an, wie früh ihr bucht (am besten mindestens ein halbes Jahr vor Abflug, dann bekommt ihr noch vernünftige Preise, meistens) - sondern auch, in welcher Zeit ihr fliegen wollt.
Generell sind Flüge um Feiertage wie Weihnachten, Silvester, Ostern oder Pfingsten immer teurer, aber auch in den Sommermonaten wie Juli und August wird man ganz schön zur Kasse gebeten.
Das ist nun einfach leider die Zeit, in der alle Kinder Ferien haben, und jede Familie in den Urlaub fliegt.
Zwar bezweifle ich, dass eine deutsche/österreichische Familie mit kleinen Kindern Urlaub in Japan macht, die Flugpreise sind dennoch ziemlich hoch - leider kann ich euch in diesem Fall nicht sagen warum.
Der Sommer ist in Japan aber ohnehin nicht spektakulär - also besser zur Kirschblüte oder im Herbst ins Land der aufgehenden Sonne :)

Freigepäck
Für alle die, die gerne viel shoppen oder für längere Zeit in Japan bleiben möchten, ist das Gepäck auch noch ein wichtiges Kriterium - denn das Freigepäck variiert von Airline zu Airline.
Schon ein paar Kilo über der Höchstgrenze können einem ziemlich teuer zu stehen kommen.
Falls ihr wirklich 30kg Gepäck brauchen solltet, ohne aufzahlen zu wollen, dann solltet ihr Emirates buchen, denn die bieten auf allen Flügen so viel Freigepäck an.
Die meisten anderen Airlines bieten so zwischen 20kg und 23kg Freigepäck an (meiner Meinung nach immer noch ausreichend für einen normalen Urlaub).

Internet oder Reisebüro?
Wie ich diese Frage beantworten werde, ist euch sicherlich klar.
Ich kann euch aber ein paar gute Gründe liefern.
Bevor ich meine Ausbildung im Reisebüro begonnen habe, wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen, Flüge oder Hotels wo anders als im Internet zu buchen.
Aber seit ich gesehen habe, was alles schief laufen kann, würde ich das nicht mehr machen.
Klar ist es in den meisten Fällen so, dass man im Reisebüro etwas mehr bezahlt, als wenn man im Internet bucht, aber was macht ihr mit einem im Internet gebuchten Flug, der plötzlich ausfällt?
An wen könnt ihr euch wenden?
Vor allem bei Umsteigeverbindungen ist es wichtig, jemanden zu haben, der euch im Falle eines nicht erreichten Anschlusses in die nächste Maschine verfrachtet.
Ich hoffe, dass ich mich mit meiner frechen Behauptung nicht zu weit aus dem Fenster lehne, aber Checkfelix (oder wie diese Plattformen heißen) wird es Schnuppe sein, wenn ihr euren Flug nicht erwischt, die haben ja bereits euer Geld.
Wenn ihr aber im Reisebüro bucht, habt ihr jemanden, der sich darum kümmert, euch in den nächsten Flieger umzubuchen.
Ihr habt außerdem schon im Vorfeld eine Ansprechperson, die euch Auskunft über Visum, Impfungen, Einreisebestimmungen und Co. geben kann, und das ist durchaus nützlich.
Was bei Airlines wie Ryanair oder Transavia (nur im Internet buchbar) häufig mal passieren kann ist, dass man zwar einen super günstigen Flug ergattern kann, nach Eingabe der Kreditkartennummer jedoch feststellen muss, dass noch kein Gepäck im Preis inbegriffen ist.
Das kann dann pro Person und Strecke schon mal EUR 100,-- ausmachen.
Es ist natürlich trotzdem eure Entscheidung wo ihr buchen wollt, ich wollte nur ein paar Vorteile des Reisebüros anführen :)

Pöbel Class oder doch lieber Business?
Falls euer Portemonnaie so richtig dick und kugelrund ist, könnt ihr natürlich auch in der Business Class fliegen, was auf jeden Fall um ein Vielfaches mehr Komfort bietet, als auf den billigen Plätzen zu sitzen.
Jedoch kostet das schon gerne mal das drei- bis vierfache des Economy-Preises.
Ich bin oft sehr schwer zufriedenzustellen - aber ich muss sagen, dass die Economy Class vollkommen okay ist.
Ich weiß nicht, warum einem manche Leute immer Schauermärchen erzählen, aber das sind die Leute, die ohnehin immer einen Grund zum Meckern suchen...
Dass es eng ist, damit muss man rechnen, und dass man die nächsten paar Stunden nicht in einem Luxus Resort mit Gourmet Menu verbringt auch.
Es wird aber auf den meisten Langstreckenflügen ein tolles Entertainment Programm angeboten, von den neuesten Folgen "The Big Bang Theory" bis zu "The Hobbit - The Desolation of Smaug" waren so ziemlich alle bekannten TV-Serien und Kinofilme vertreten.
Falls ihr das Glück habt, über Nacht zu fliegen, empfehle ich euch zu schlafen, denn die Zeit vergeht wahnsinnig schnell und nachts ist es an Bord ruhig und dunkel, und wenn ihr aufwacht, dann seid ihr schon fast am Ziel.

Wie ihr seht, hängt der Preis für ein Flugticket also von vielen Dingen ab.
Wenn ihr rechtzeitig bucht und auch Umsteigen in Kauf nehmt, dann könnt ihr mit viel Recherche sicherlich einen günstigen Flug ergattern.
Überlegt euch einfach ganz genau, was euch wichtig ist, und ihr werdet bestimmt etwas Passendes finden :)


Sonntag, 22. Juni 2014

6 days in Tokyo

Dieses Mal habe ich in Tokyo viel mehr und vor allem viel schönere Fotos gemacht, als beim letzten Mal, und die will ich euch keinesfalls vorenthalten!
Ursprünglich wollte ich die noch nicht veröffentlichten Fotos einfach hier posten, aber das kann doch jeder, oder?
Also hab ich mir überlegt, die Fotos mit Hilfe von Windows Movie Maker in ein Video zu verwandeln und das ganze musikalisch zu untermalen.
Ich hab mich zwar wirklich intensiv ein wenig mit Windows Movie Maker beschäftigt, konnte aber nicht mehr aus der Sache rausholen, also entschuldigt bitte meine laienhaften "ich-bin-zu-faul-um-mir-ein-besseres-Programm-zu-holen"-Effekte.
Außerdem dauert es ziemlich lange, aber vielleicht hat ja der ein oder andere von euch Lust, mir 18 Minuten seiner Zeit zu opfern ^.^
Hoffentlich habt ihr trotzdem Spaß beim Gucken - Verbesserungsvorschläge von Profis sind immer willkommen :)